Studie zeigt: Diese Dinge lenken Autofahrer am meisten ab

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Von: Simon Mones

Großstädter sind am Steuer unachtsamer als die Autofahrer im Rest des Landes. Eine Studie zeigt alarmierende Zahlen zur Smartphone-Nutzung während der Fahrt.

Die Versuchung während der Fahrt einen kurzen Blick auf das Smartphone zu werfen ist mitunter groß. Allerdings ist das – aus gutem Grund – in Deutschland verboten. Viele Autofahrer halten sich daran jedoch nicht wirklich und riskieren damit Unfälle. Großstädter sind dabei besonders leichtsinnig, wenn es um Ablenkungen am Steuer geht.

Zu diesem Ergebnis kommt die diesjährige Ablenkungsstudie der Versicherung DA Direkt. Autofahrer in den 15 größten deutschen Städten sind am Steuer deutlich unachtsamer. Bewohner von Städten mit über 500.000 Einwohnern stechen bei fast allen ablenkenden Tätigkeiten im Auto besonders hervor.

Ablenkung am Steuer: Jeder Dritte Großstädter greift zum Smartphone

Besonders auffällig ist die Nutzung von Smartphones: Ein Drittel der Großstädter gibt an, das Handy bei fast jeder Fahrt zu nutzen, während dieser Anteil im restlichen Land nur bei 18 Prozent liegt. Hier sollen spezielle Handy-Blitzer Abhilfe schaffen. Auch andere Ablenkungen wie Essen oder Trinken am Steuer sind in Metropolen doppelt so häufig. Körperpflege während der Fahrt betreiben zehn Prozent der Städter, verglichen mit nur vier Prozent der übrigen Bevölkerung.

Autofaheer sitzt mit Iphon in der Hand am Steuer eines BMW.
Jeder dritte Großstädter nutzt während der Fahrt sein Smartphone. © Daniel Scharinger/Imago

Ein weiteres alarmierendes Ergebnis der Studie ist die Teilnahme an beruflichen Online-Meetings während der Fahrt, die bei Großstädtern mit acht Prozent deutlich höher liegt als im ländlichen Raum mit drei Prozent. Auch das Telefonieren während der Fahrt ist in den Metropolen mit 17 Prozent weit verbreitet. Diese Zahlen verdeutlichen die Mentalitätsunterschiede zwischen Stadt- und Landbevölkerung, die die Studie aufzeigt.

Fahrräder und E-Roller werden als Ablenkung gesehen

„Große Städte sind für Autofahrer mit ihrem dichten Verkehr, komplexer Verkehrsführung oder auch den vielen Baustellen besonders herausfordernd. Dass sich die Autofahrer gerade dort noch mit zusätzlichen Dingen während der Fahrt beschäftigen, ist für die Verkehrssicherheit ein deutliches Warnsignal“, betont Peter Stockhorst, CEO von DA Direkt.

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Die Studie zeigt auch, das äußere Faktoren im Stadtverkehr eine erhebliche Ablenkung darstellen. Radfahrer werden von 45 Prozent der Autofahrer in großen Städten als stark ablenkend empfunden, gefolgt von drängelnden Autofahrern (43 Prozent), uneindeutiger Verkehrsführung (40 Prozent) und chaotisch abgestellten E-Scootern (30 Prozent). Diese Faktoren tragen zur hohen Unfallhäufigkeit in den Metropolen bei, wo 18 Prozent der Autofahrer in den letzten drei Jahren in einen Unfall verwickelt waren, verglichen mit nur 12 Prozent im restlichen Land.

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