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Störungen im Auto – bei diesem Hersteller sind sie am häufigsten

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Von: Fabian Ibelherr

Jeder Autofahrer kennt den Moment, in dem eine Warnleuchte aufblinkt. Das ist immer nervig – doch bei einem Hersteller kommt es am häufigsten vor.

Oberhaching – Der Kfz-Serviceanbieter Carly hat eine Analyse von Modellen namhafter Automobilhersteller erstellt, aus der die jeweilige Anfälligkeit für Fahrzeugstörungen hervorgeht. Dabei liegt ein bekannter deutscher Autobauer ganz vorne. Um welche Marke es sich handelt, überrascht. (Vergleich der Langstrecken-Stromer: Deutsches E-Auto schlägt Tesla klar)

Störungen im Auto – bei diesem Hersteller treten sie am häufigsten auf

Bei seinem Analyse-Verfahren wertet das Start-up Carly aus dem südlich von München gelegenen Oberhaching die Datensätze einiger führender Autohersteller aus. Das Unternehmen befasst sich bereits seit 2014 mit der Analyse von Störungen und arbeitet an der Entwicklung von Apps, die die Fehlerdiagnose übernehmen. Mithilfe einer solchen App und dem zugehörigen OBD-Stecker werden Fahrzeuge von Mercedes, Audi, BMW, Mini, Smart, Škoda und Seat auf ihre Störanfälligkeit geprüft. Die Abkürzung OBD steht für die sogenannte „On-Board-Diagnose“, also für das Fahrzeug-Diagnosesystem, das die Fehlermeldungen der unterschiedlichen Steuergeräte sammelt. (BMW 1602 mit E-Motor: Dieser elektrifizerte BMW ist schon 50 Jahre alt)

Kontrollleuchten in einem Auto (Symbolbild)
Nervig für jeden Autofahrer: Kontrollleuchten zeigen eine Störung. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago

Dabei befördert die Auswertung der Analyse-Ergebnisse eine große Überraschung zutage: BMW ist Spitzenreiter. Bei dem Münchener Automobilriesen treten am häufigsten Störungen und Ausfälle auf. „BMW führt deutlich mehr Fehlercodes im System, noch vor Mercedes und Volkswagen“, stellt der Geschäftsführer von Carly, Avid Avini, gegenüber Bild.de fest. Avini ergänzt aber auch, dass es naturgemäß dort mehr Störungen gebe, wo häufiger Systeminformationen des Autos ausgelesen würden. Und das sei durchaus positiv: „Denn schnell erkannte und angezeigte Fehler schützen vor kostspieligen Folgefehlern. Das gilt insbesondere für Fehler im Motor- und Getriebebereich.“ (Auto kaputt: Jogi Löw verpasst Bundesligaspiel – Bundestrainer bleibt auf Autobahn liegen)

Störungen am Auto – bis zu 150.000 verschiedene Warnmeldungen möglich

Es stellt sich unweigerlich die Frage, wie man am besten reagiert, wenn eine Warnlampe aufleuchtet. Modellabhängig treten bis zu 150.000 verschiedene Arten von Fehlermeldungen im Fahrzeugsystem auf. Carly-Entwickler Marco Landwehr meint jedoch: „Die sind immer beunruhigend, haben aber oft einen ganz einfachen Hintergrund, der keinen Grund zur Sorge bereitet.“ Denn nur etwa 20 Prozent aller Meldungen seien tatsächlich kritisch – vor allem, wenn es um Antrieb und Bremsen oder den Airbag geht. (Airbag-Fehler bei Tesla: Luftkissen einfach nicht befestigt)

„Sechs Monate bis zwei Jahre nach Erstzulassung treten erste relevante Fehler auf, die Verschleiß andeuten“, ergänzt Landwehr. Derartige Vorkommnisse sollte man immer vom Profi überprüfen lassen und auf die Frist der Gewährleistung von 24 Monaten achten. Halte man sich an diese simplen Tipps, sei der Schreck beim Aufblinken einer Kontrollleuchte nächstes Mal nicht mehr ganz so groß. (ADAC-Auto wird selbst abgeschleppt – „Der zieht den Traktor rückwärts raus“)

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