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Tesla: Münchner Start-up zerrt Elektropionier vor Gericht

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Von: Simon Mones

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Teslas Supercharger sind nicht geeicht und verstoßen deswegen gegen deutsches Recht. Das Start-up Wirelane hat eine einstweilige Verfügung beantragt und will notfalls vor Gericht ziehen.

Die Elektroautos boomen in Deutschland. Entsprechend werden immer mehr Ladesäulen benötigt. Ein Glück, dass Tesla seine Supercharger inzwischen für alle geöffnet hat. Sollte man meinen, doch die Ladesäulen sind nicht geeicht und verstoßen damit gegen deutsches Recht. Und das hat Folgen, denn Wirelane zerrt den Elektropionier aus Texas vor Gericht.

Das Münchner Start-up hatte zuvor seine Kunden – vor allem Hotels und Gewerbeimmobilien über die nicht geeichten Ladesäulen von Tesla informiert. Wirelane-Chef Constantin Schwaab riet gleich dazu, die Destination Charger durch seine Wallboxen zu ersetzten. Ein Schritt, der den Texaner so gar nicht passte. Es folgte eine Abmahnung.

Ein Supercharger von Tesla.
Teslas Supercharger sind nicht geeicht und das könnte richtig teuer werden. © ZUMA Wire/Imago

Tesla: Münchner Start-up zerrt Elektropionier vor Gericht

Tesla sah in dem Schreiben nämlich „eine bewusste Beeinträchtigung des Rufes von Tesla“, wie das Handelsblatt seinerzeit berichtete. „Wir haben daraufhin Ende 2022 das Gespräch mit Tesla gesucht“, sagte Schwaab der Abendzeitung – vergeblich. Doch Wirelane will nicht klein beigeben und stellt sich dem Kampf David gegen Goliath.

Auf die Abmahnung durch Tesla reagierte das Münchner Start-up seinerseits mit einer einstweiligen Verfügung, über die das Amtsgericht Frankfurt in den kommenden Tagen verhandelt. Immerhin betreibt Tesla die nicht geeichten Elektroauto-Ladepunkte weiterhin. Der vorläufige Streitwert liegt bei 100.000 Euro.

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Tesla: Münchner Start-up droht mit Klage

Doch was ist, wenn das Gericht der einstweiligen Verfügung nicht stattgeben sollte? „Dann verklage ich Tesla. Das ziehe ich durch“, macht der Wirelane-Gründer deutlich. In diesem Fall könnte dem Elektroautopionier ein Schaden in Millionenhöhe entstehen. Es bleibt also spannend, ob sich David auch in diesem Fall gegen Goliath durchsetzen kann.

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