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Spritpreise: Umweg fürs Tanken lohnt sich für Autofahrer selten

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Von: Simon Mones

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Um bei den Spritpreisen zu sparen, nimmt mancher Autofahrer einen Umweg in Kauf. Doch das lohnt sich nur in den seltensten Fällen.

Ab dem 1. September müssen die Mineralölunternehmen in Deutschland wieder die volle Energiesteuer zahlen, der Tankrabatt ist dann Geschichte. Auch die Preise an den Zapfsäulen dürften dann wieder steigen, weswegen der Branchenverband en2x mit langen Schlangen rechnet. Höhere Preise heißen aber auch, dass Autofahrer wieder mehr vergleichen – beispielsweise mit Tank-Apps – und im Zweifel Umwege fahren, um günstiger zu tanken. Doch lohnt sich das überhaupt?

Nein, sagte Vincenzo Lucà vom TÜV Süd der Deutschen Presse-Agentur: „Extreme Preisunterschiede im Einzelfall und starke Preisgefälle etwa in Grenzgebieten einmal ausgenommen“. Ähnlich schätzt es auch der ADAC ein: „Wer in Grenznähe wohnt, vielleicht sogar im günstigeren Nachbarland arbeitet oder dort sowieso zum Einkaufen o.ä. hinfährt, für den lohnt sich das Tanken dort ganz bestimmt.“

Spritpreise
Der Umweg zu günstigsten Tankstelle lohnt sich nur in Ausnahmefällen. © Christophe Gateau/dpa

Spritpreise: Umwege fürs Tanken lohnen sich für Autofahrer kaum

Besonders in Polen konnten deutsche Autofahrer eine Zeit lang deutlich sparen, da Diesel und Benzin durch die Senkung der Spritsteuer 50 bis 60 Prozent billiger waren. Zwar sind die Spritpreise in unserem Nachbarland immer nicht günstiger, der Abstand ist aber längst nicht mehr so extrem. Mit dem Wegfall des Tankrabatts könnte sich das allerdings wieder ändern.

Wer eine günstigere Tankstetelle ansteuert, sollte aber immer Fahrtkosten und Zeitaufwand berücksichtigen. Viele unterschätzen die entstehenden Kosten pro gefahrenem Kilometer, so der Tüv Süd. So kosten 20 Kilometer hin zur Billigtanke und 20 Kilometer zurück rund vier bis fünf Euro reine Spritkosten bei einem Mittelklasseauto.

Spritpreise: Benzin und Diesel abends billiger

Noch teurer wird es, wenn der Motor noch kalt war. Das belastet dann nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Der Grund: In der ersten Minute nach dem Kaltstart werden die meisten Emissionen verursacht. Ein durchschnittlicher Benziner verbraucht in der Startphase das Anderthalbfache bis Doppelte des Normverbrauchs und stößt dann einen Großteil der Kohlenwasserstoffe aus.

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„Am besten ist es, entlang der üblichen Routen zu tanken und hier auf die jeweils günstige Tankstelle zu achten“, rät Lucà. Dabei kommt es jedoch auch auf das richtige Timing an, denn über den Tag hinweg schwanken die Preise deutlich. Am Abend ist es dabei in der Regel am günstigsten.

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