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Hohe Spritpreise: Elektroautos im Vergleich günstiger

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Von: Simon Mones

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Elektroautos sind im Schnitt günstiger unterwegs als Verbrenner. Das Vergleichsportal „Verivox“ hat ausgerechnet, wie viel Diesel und Benziner mehr kosten.

Heidelberg – Langsam, aber sicher sinken die Spritpreise in Deutschland wieder und auch der Rohölpreis wird wieder günstiger. Dennoch sind Diesel und Benzin nach wie vor extrem teuer. Anders sieht es bei den Elektroautos aus. Zwar haben auch hier Anbieter wie Hamburg Energie oder die Stadtwerke München Erhöhungen angekündigt, von den Preisen, die derzeit an den Zapfsäulen fällig werden, sind diese jedoch noch weit entfernt.

„Angesichts der hohen Preise für Benzin und Diesel sparen alle, die ein E-Auto fahren, momentan richtig viel Geld. Die durchschnittlichen Kosten für Benzin und Diesel sind aktuell mehr als doppelt so hoch“, betont Thorsten Storck, Energieexperte bei „Verivox“.

Hohe Spritpreise: Elektroautos im Vergleich günstiger

2020 lag der durchschnittliche Energieverbrauch der zehn am häufigsten zugelassenen Elektroautos demnach bei 19 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Bei einem Strompreis von durchschnittlich 37,02 Cent pro Kilowattstunde, summierten sich die Kosten pro Strecke auf 7,04 Euro. Mit einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern lagen die Kosten bei 1055 Euro.

Ein Ladekabel steckt in der Ladebuchse eines E-Autos (Symbolbild)
Mit Elektroautos lässt sich viel Geld sparen. (Symbolbild) © Hendrik Schmidt/dpa

Derweil mussten die Fahrer von Verbrennern deutlich tiefer in die Tasche greifen. Für ihre Berechnung gingen die Experten von „Verivox“ bei den Benzinern von einem Verbrauch von 7,7 Litern auf 100 Kilometern und einem Preis von 2,20 Euro aus. Die Tankkosten lagen somit bei 16,94 Euro. Auf 15.000 Kilometer hochgerechnet sind das 2541 Euro jährlich und somit 59 Prozent mehr als bei den Elektroautos.

Hohe Spritpreise: Dieselfahrer zahlen 57 Prozent mehr

Die Dieselfahrer kommen etwas besser weg. Bei einem Durchschnittsverbrauch von sieben Liter pro 100 Kilometer und einem Dieselpreis von 2,317 flossen im Schnitt 16,22 Euro in den Tank. Bei einer Fahrleistung von jährlich 15.000 Kilometern macht das 2433 Euro und somit 57 Prozent mehr als bei den Elektroautos. Allerdings beziehen sich diese Ersparnis auf Elektroautos, die zu Hause geladen werden, beispielsweise an einer Wallbox. An öffentlichen Ladesäulen können die Kosten höher ausfallen. Zudem hängt die Ersparnis auch von den aktuellen Spritpreisen ab, aktuell fällt der Unterschied wieder geringer aus.

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Dennoch ist es wenig verwunderlich, dass laut er einer Umfrage jeder zehnte deutsche Haushalt überlegt, in den kommenden zwei Jahren auf ein Elektroauto umzusteigen. Die langen Lieferzeiten und mögliche Verluste bei der Umweltprämie schrecken dabei kaum ab.

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