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Hohe Spritpreise: Deutsche lassen ihr Auto öfter stehen

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Die extremen Spritpreise beeinflussen einer Umfrage zufolge das Verhalten der Autofahrer – sie lassen ihr Fahrzeug mittlerweile öfter stehen.

Keine Frage: Für Autofahrer gab es schon deutlich bessere Zeiten. Auf Neuwagen muss man aktuell teils lange warten, Rabatte gibt es nur sehr begrenzt. Und auch Gebrauchtwagen sind knapp – und ebenfalls im Moment alles andere als günstig. Die hohen Preise haben kurioserweise sogar Auswirkungen auf die Ausbildung bei der Feuerwehr. Doch vor allem ist es wohl der hohe Spritpreis, der momentan die meisten Autofahrer beschäftigt – und offensichtlich auch ein Umdenken auslöst.

Die extremen Spritpreise beeinflussen einer Umfrage zufolge das Verhalten der Autofahrer – sie lassen ihr Fahrzeug mittlerweile öfter stehen.
Das Fahrrad ist laut einer Umfrage für die Mehrheit die favorisierte Mobilitätsalternative zum eigenen Auto. (Symbolbild) © Dirk Sattler/Imago

Hohe Spritpreise: Deutsche lassen ihr Auto öfter stehen

Wie eine Umfrage der Sachverständigenorganisation KÜS ergab, haben die Spritpreise bei vielen Autofahrern zu einer veränderten Fahrweise geführt. So gaben 51 Prozent der Befragten an, das Auto nun öfter stehenzulassen. 33 Prozent fahren demnach jetzt langsamer und 21 Prozent erklärten, keine weiten Strecken mehr zu fahren. Neun Prozent nutzen der Befragung zufolge andere Mobilitätsalternativen und drei Prozent suchen nach Mitfahrgelegenheiten.

KÜS-Umfrage: Weniger Menschen fahren mit dem Auto zur Arbeit

Besonders gerne genutzt wird das Auto für Urlaubsfahrten (hier einige Tipps für ein entspanntes Ankommen) und Freizeitaktivitäten (86 Prozent). Fast so häufig wird das eigene Fahrzeug für die Fahrten zum Einkaufen sowie zum Abholen der Kinder (84 Prozent) eingesetzt. Etwas rückläufig ist mit 83 Prozent der Einsatz des Fahrzeugs für den Weg zur Arbeit: 2020 hatten noch 87 Prozent angegeben, ihr Auto hierfür zu nutzen.

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Hohe Spritpreise: 26 Prozent nutzen ihr Auto nur zwei Stunden pro Woche

Generell geht laut KÜS die Nutzung des eigenen Autos deutlich zurück: 26 Prozent nutzen der Umfrage zufolge ihr Fahrzeug nur zwei Stunden pro Woche, bei 38 Prozent sind es fünf Stunden. Ein Viertel der Befragten gab an, das Auto maximal zehn Stunden pro Woche zu nutzen. Nur 11 Prozent nutzen demnach ihren Wagen mehr als zehn Stunden wöchentlich. Wenn es um Alternativen zum Auto geht, ist für einen großen Teil (58 Prozent) das Fahrrad die erste Wahl.

Ein Ende des Trends zur geringeren Nutzung des Autos ist laut der Umfrage nicht in Sicht: 61 Prozent der Autobesitzer wollen künftig weniger mit dem Auto fahren, 11 Prozent denken sogar über die Abschaffung nach.

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