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YouTuber motzt über neues BMW-Design: „Sie wissen nicht, wer sie sind“

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Von: Sebastian Oppenheimer

Die Mega-Niere des M3, das extrem kühle Design des iX – viele BMW-Fans sind momentan mit der Gestaltung der Modelle aus München unzufrieden. So auch ein bekannter YouTuber.

München – „Was ist los mit BMW?“ Diese Frage stellt sich aktuell der Designer Marouane Bembli, der vor allem durch seinen YouTube-Kanal TheSketchMonkey (rund 300.000 Abonnenten) bekannt ist. Und damit ist er wohl nicht allein. Ein großer Kritikpunkt ist für viele nach wie vor die Mega-Niere im Hochformat, wie sie unter anderem der aktuelle BMW M3 und M4 tragen. Doch auch das extrem glatte Design des BMW iX, das vielfach als emotionslos empfunden wird, ist heiß umstritten. Marouane Bembli erklärt nun in einem Video, warum das BMW-Design seiner Ansicht nach früher viel besser war – und „warum der Autobauer mit seinem Design in die komplett falsche Richtung fährt“. (Neuer BMW M3: Design löst Shitstorm aus – „Was habt ihr getan?“)

Ein BMW M4 Competition in der Cabrio-Version
Auch das BMW M4 Cabrio – hier die Competition-Version – trägt die umstrittene Mega-Niere im Hochformat. © BMW

YouTuber ätzt gegen neues BMW-Design: „Sie wissen nicht, wer sie sind“

Die „goldene Ära“ des Münchner Autobauers sind für Marouane Bembli vor allem die 1990er- und 2000er-Jahre, wie er in dem Video (das hier zu finden ist) auf seinem zweiten YouTube-Kanal namens Bembli erklärt. Zu seinen Lieblings-BMW gehören unter anderem der BMW M3 CSL (E46), der BMW M5 (E39) sowie der BMW 7er (E38), den er als eine der schönsten Limousinen aller Zeiten bezeichnet. BMWs seien damals die coolsten und selbstbewusstesten Autos auf den Straßen gewesen. „Sie waren sofort erkennbar – dank der starken und schlüssigen Designsprache.“ Die gesamte Modellpalette sei damals in sich stimmig gewesen. „Was für eine fantastische Zeit für BMW.“ Das Design sei voller Leidenschaft gewesen – muskulös und athletisch zugleich. (BMW M4: Tuner hat Lösung für umstrittene Niere – „wird gehen wie Freibier“)

Und dann knöpft er sich den Mega-Grill des aktuellen M3 und M4 vor: „Die massiven Nieren haben keine grafische Verbindung zum Rest der Front“, erklärt Marouane Bembli. „Ich verstehe, dass das ein Rückgriff auf die BMWs der 1930er-Jahre ist – aber man kann nicht einfach ein grafisches Element einsetzen, das nicht den gleichen Flow hat wie der Rest der Front.“ (BMW-Chefdesigner van Hooydonk zu massiver Kritik: Kommentare „können ziemlich brutal sein“)

Fahraufnahme eines BMW 2er Coupé (Symbolbild)
Das Design des neuen BMW 2er Coupé passt laut dem YouTuber nicht mit dem Riesen-Nieren-Design zusammen. (Symbolbild) © BMW

YouTuber ätzt gegen neues BMW-Design: Modellpalette sich nicht stimmig

Doch das größte Problem von BMW sei im Moment die eigene Identität. „Sie wissen nicht, wer sie sind“, sagt Marouane Bembli. Ihn stört vor allem, dass die Modellpalette in sich nicht stimmig sei. So habe der neue BMW M240i beispielsweise einen komplett anderen Grill als etwa M3 und M4. Auch die Scheinwerfer des Fahrzeugs seien völlig anders designt.

Richtig fassungslos macht den Designer allerdings der BMW iX. „Das ist ehrlich eines der schlimmsten Designs aus dem Automobilbereich“, so der YouTuber. „Ich glaube, es ist das schlimmste Autodesign, dass ich von BMW je gesehen habe.“ Seiner Meinung nach könne das iX-Design vielleicht für ein Consumer-Electronics-Produkt funktionieren, aber eben nicht für ein Auto. (Früherer BMW-Designer ätzt über neuen iX: „Auto, das seine Seele verloren hat“)

Fahraufnahme eines BMW iX (Symbolbild)
Am Design des neuen BMW iX bemängelt ein bekannter YouTuber die fehlende Leidenschaft. (Symbolbild) © BMW

Die Gestaltung sei derart daneben, dass es so wirke, als hätten an dem Projekt 20 verschiedenen Designer gearbeitet und sich dabei gestritten. Das Design sei ein einziges Chaos. „Man erkennt, dass es nicht mit Leidenschaft gezeichnet wurde“, so Marouane Bembli. Als sei das Auto von Grund auf als 3-D-Modell entstanden. „Es ist definitiv ein Computer-Design – und ich mag das nicht.“ Seine Empfehlung in Richtung München: Man solle nicht vergessen, was die Marke in den vergangenen 50 Jahren ausgemacht habe.

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