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YouTuber prahlt mit Sound von Tesla Model S – Netz macht sich lustig

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Von: Jasmin Pospiech

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Elektroautos sind leise, vor allem wenn sie langsam fahren. Dadurch besteht ein erhöhtes Unfallrisiko. Geräuschgeneratoren schaffen Abhilfe. Doch man kann auch übertreiben.

Pembroke Pines (Florida) – Nicht nur die Reichweite von Elektroautos macht Kritikern zu schaffen, sondern auch subtile Details, die sie von einem Verbrennungsmotor vermissen, wie etwa coole Motor-Geräusche. Echte Autofans können allein anhand der individuellen Geräusche, die verschiedene Fahrzeuge von sich geben, erkennen, welches Modell gerade vorbeifährt. Doch ein Elektroauto bewegt sich eben sehr leise vorwärts, vor allem dann, wenn es langsam fährt. Einzig ein Surren ist zu hören.

YouTuber prahlt mit Sound von Tesla Model S – aber Netz macht sich lustig

Das empfinden manche (meist männliche) Autofahrer als unattraktiv, weshalb sich Tesla etwas hat einfallen lassen. Hinzu kommt, dass Experten vor einem erhöhten Unfallrisiko durch Stromer warnen. Denn wenn Fußgänger und Radfahrer ein ankommendes Auto nicht hören, kann es sein, dass sie dennoch Straße oder Zebrastreifen überqueren.

Deshalb sind in der EU aus Sicherheitsgründen bei neu gebauten Stromern seit Juli 2019 Geräuschgeneratoren, sogenannte Acoustic Vehicle Alerting-Systems (AVAS), Pflicht. „Die AVAS-Verordnung regelt, dass das in zwei Frequenzbändern passieren soll, wenn der Motor sich bewegt. Mindestens eins dieser Frequenzbänder muss sich mit der Motor-Drehzahl verändern. Sodass ich als Passant hören kann, da steigt ein Ton, da dreht jetzt was schneller. Das ist so im Bereich 300 bis 500 Hz, also gut hörbar im Straßenverkehr“, erklärt Jens Gieseke, Mitglied des Verkehrsausschusses im EU-Parlament gegenüber dem Deutschlandfunk.

Ein YouTuber stellt das Soundsystem seines Tesla auf das Motorgeräusch eines Dodge Challenger SRT Hellcat um.
Röhrt der Tesla wirklich wie ein Dodge Challenger SRT Hellcat? Der YouTuber ist davon überzeugt. © YouTube (DragTimes)

YouTuber prahlt mit Sound von Tesla Model S – Tonspur in Dauerschleife

Doch Elektroauto-Besitzer können die Sounds bei uns nicht selbst zusammenstellen. Ganz anders in den USA. Da können etwa Tesla-Besitzer bis zu fünf eigene Fahrzeug-Sounds wählen, welche sie dann mithilfe eines USB-Sticks in die Fahrzeug-Software kopieren, um zum Beispiel ihren Stromer z. B. wie einen Lamborghini klingen zu lassen.

Dass das geht, hat jetzt YouTuber Brooks Weisblat in einem Kurz-Video (hier zu sehen) auf seinem Kanal bewiesen. Dazu setzt er sich in sein rotes Tesla Model S und zeigt, wie er die Audio-Geräusche einstellt. Und sucht sich dafür den röhrenden Sound eines Dodge Challenger SRT Hellcat aus. (Bei „Cars & Coffee“-Treffen: Challenger Hellcat gerät außer Kontrolle – mit üblen Folgen)

Allerdings hört sich das über die Lautsprecher am Wagen eher lustig und nicht wirklich originalgetreu an: Das liegt wohl auch daran, dass der Tesla die Tonspur in Dauerschleife abspielt. Und zwar völlig losgelöst von dem, was das Auto gerade macht! Das fällt auch den YouTube-Followern auf. Ups, es scheint also, als ob da in Zukunft Sound-technisch noch nachgebessert werden muss ...

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