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Toyota verweigert Garantie: Sportwagen zu sportlich gefahren

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Von: Marcus Efler

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Der US-Käufer eines Sportwagens Toyota GR86 muss einen Motorschaden selbst bezahlen – obwohl er gute Argumente auf seiner Seite hat.

Blake Alvarado ist bekennender Auto-Fan. Die Performance eines Wagens ist dem US-Amerikaner wichtiger als edles Marken-Logo, und so legte er sich einen Toyota GR86 zu. GR steht für „Gazoo Racing“, der Rennstall bestreitet den Motorsport für die Japaner und ist auch für Toyotas Hochleistungsmodelle zuständig. Der in Kooperation mit Subaru entwickelte, 235 PS starke GR86 ist also ein „echter Sportwagen mit Motorsport-DNA“, wie Toyota wirbt, der „hervorragende Rennleistung für die Straße“ bietet. Der Preis ist mit knapp 34.000 Euro (in Deutschland) dabei überaus fair.

Toyota GR86
Bitte nicht driften: Toyota GR86. (Symbolbid) © Jayson Fong/Toyota

Toyota verweigert Garantie: Sportwagen zu sportlich gefahren

US-Käufer Alvarado freute sich zudem über die bei Kauf kostenlose einjährige Mitgliedschaft in der National Auto Sport Association (NASA), plus einem Track-Day auf einer Rennstrecke. Obwohl er den bislang nicht nutzte, füllte er in seinem Toyota nach eigenen Angaben nur feinstes Motoröl. Trotzdem erlitt das Coupé einen kapitalen Motorschaden – gut ein halbes Jahr nach Kauf und somit noch zweifellos im Zeitraum der Garantie (auch einige Käufer des Ford Bronco beklagen frühe Mototorschäden).

Doch die verweigerte der Händler dem Kunden. „Der Motor wurde nicht überprüft“, empört sich der Toyota-Fahrer, stattdessen habe man sein Profil in den sozialen Medien besucht. „Sie zeigten mir ein Foto von mir, das bei einer lokalen Test-und-Tune-Veranstaltung aufgenommen wurde“. Dort hatte Alvarado nach eigenen Angaben verschiedene Set-ups ausprobiert und mit Reifendruck gespielt: „Dies war das einzige Mal, dass das Auto so gefahren wurde“.

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Toyota verweigert Garantie: Kunde darf nicht driften

Einmal zu viel, fand Toyota offenbar und schob den Motorschaden aufs angebliche Driften. 11.000 Dollar sollte die Reparatur des „Sportwagens“ kosten, auf Kompromisse ließ sich der Hersteller nicht ein. Und das, obwohl der Toyota GR86 laut PR-Botschaft „mit der Seele eines echten Sportwagens getestet“ sei, wie der Käufer frustriert feststellt.

Er erzählt die ganze Geschichte ausführlich auf Facebook, und zeigt in seinem Post auch das „verdächtige“ Foto. Schließlich ließ er den Schaden dann auf eigene Rechnung beheben, allerdings für 7.000 Dollar in einer Subaru-Werkstatt.

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