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Uber-Eats-Fahrer weint im Auto, weil er nur 98 Cent Trinkgeld bekommt

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Von: Jasmin Pospiech

Ein Uber-Eats-Fahrer bricht im Auto plötzlich Tränen aus, weil er nicht weiß, wie er sich die nächsten Monate über Wasser halten soll, und berührt damit hunderttausende Menschen im Netz.

USA – Michael Smithson ist am Boden zerstört: Der Lieferfahrer sitzt im Auto und weint. Denn er weiß nicht, wie er noch seinen Lebensunterhalt verdienen soll. Der ehemalige US-Kriegsveteran arbeitet für den Lieferdienst „Uber Eats“. Der steht in der Kritik, niedrige Löhne zu zahlen. Und wie es scheint, sind die Vorwürfe nicht ganz unbegründet.

Uber-Eats-Fahrer weint im Auto, weil er nur 98 Cent Trinkgeld bekommt

Denn in einem TikTok-Video, das Smithson von sich tränenüberströmt im Auto macht, klagt er über seine finanzielle Misere und redet sich den Frust von der Seele: „Ich wünschte, die Leute würden wissen, wie es ist, für Uber Eats, Postmates, DoorDash und die anderen Essen auszuliefern“, erzählt Smithson darin. Er komme soeben von einer Arbeitsstunde, wofür er am Ende gerade mal 1,19 US-Dollar (= 0,98 Euro) Trinkgeld und zwei US-Dollar (= 1,65 Euro) von der App erhalten habe, erzählt er. (Uber-Fahrer wirft pupsenden Gast aus Auto – danach wird es richtig schlimm)

Uber-Eats-Fahrer Michael Smithson bricht in seinem Auto in Tränen aus, weil er kaum Trinkgeld bekommen hat.
Uber-Eats-Fahrer Michael Smithson bricht in seinem Auto in Tränen aus, weil er kaum Trinkgeld bekommen hat. © TikTok (deliveryguy100)

Doch Smithson ist wie viele andere Lieferboten auf den sogenannten Tip angewiesen, um über die Runden zu kommen. „Würde es euch denn so wehtun, uns mehr Trinkgeld zu geben, uns fünf Dollar zu geben?“, fragt er verzweifelt in die Kamera. In seinem emotionalen Video verrät er überdies, dass sein Lohn bei dem US-amerikanischen Unternehmen für ihn nicht zum Überleben reicht. Darüber hinaus müssten Uber-Eats-Fahrer ihr eigenes Auto nutzen, um die Botengänge zu absolvieren und natürlich auch selbst die Tankfüllung bezahlen. Ohne genug Trinkgeld bleibe da oft nicht viel übrig. Auch dieser Uber-Fahrer hat zu kämpfen, nicht nur, weil er als Ausländer in der USA arbeitet, sondern dann auch noch von Kundinnen angegriffen wird, die nicht einsehen wollen, im Auto Maske zu tragen.

Uber-Eats-Fahrer weint im Auto – emotionaler Post berührt das Netz

An diesem Tag war es für Smithson anscheinend so schlimm, dass er weinend zusammenbricht. „Das reicht nicht mal für Benzin“, erzählt er in seinem Video unter Tränen. „Wie soll ich damit überleben?“ Mit der Folge, dass er ihm zufolge nun sogar obdachlos sei, weil er seit vier Monaten seine Miete nicht mehr bezahlen könne. Der emotionale Post berührt auch die TikTok-Gemeinde zutiefst, er wurde bereits über 200.000-mal geklickt und über 15.000-mal kommentiert. (Betrunkene kapern vermeintliches Uber-Taxi – und ahnen nicht, welcher Promi sie fährt)

Viele sprechen Smithson ihr Mitleid aus, manche senden sogar Geld via Online-Bezahlsystem Paypal. „Ich habe dir 10 Dollar geschickt. Hoffe, das hilft dir ein wenig. Hoffentlich wird morgen ein besserer Tag. Gott segne dich“, schreibt etwa eine Userin. Andere wiederum glauben, dass das Problem viel tiefer liege. Ihnen zufolge seien weniger die geizigen Kunden schuld, sondern die schlechte Bezahlung durch die Unternehmen selbst.

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