Wirbelsturm in Alabama

Tornado fegt über Auto hinweg: Was die Insassen dann tun, macht einfach wütend

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Im US-Bundesstaat Alabama spielen sich chaotische Szenen ab: Ein gewaltiger Tornado fegt durch das Land. Trotzdem meint ein Mann, noch Auto fahren zu müssen. Dabei bleibt es aber nicht.

Pelham (Alabama) – „Warum nur?“ Diese Frage stellt man sich, wenn man ein aktuelles Video von Cesar Villaseñor sieht. Der Mann aus Pelham im US-Bundesstaat Alabama hat wissentlich mit seinem Leben gespielt – nur um jedes Detail festhalten zu können, wie der Tornado sich seine Schneise der Verwüstung durch die Kleinstadt bahnt. Dabei war zuvor extra angesagt worden, dass der Tornado an diesem Tag droht, einige Geschäfte haben aus diesem Grund bereits mittags zugemacht.

Tornado fegt über Auto hinweg: Was die Insassen dann tun, macht nur noch wütend

Viele Leute haben Schutz in ihren Häusern gesucht, denn gleich mehrere Wirbelstürme haben dafür gesorgt, dass Heime zerstört wurden und Stromausfälle stattgefunden haben. Mehrere Menschen seien durch die Auswirkungen verletzt worden, mussten teilweise sogar mit ihrem Leben bezahlen. (Feuer-Crash in Formel 1: Nur deshalb überlebte Romain Grosjean)

Doch all diese Schreckensnachrichten haben den 22-Jährigen und seinen Chef nicht davon abgehalten, mit dem Auto durch die Gegend zu fahren. Zwar berichtet Villaseñor jetzt gegenüber dem US-Fernsehsender CNN, dass die beiden gerade nach Hause fahren wollten, um Schutz zu suchen – aber wie auf den Videobildern zu sehen ist, die nun im Netz sowie auf Facebook viral gehen, war der Tornado schon im vollen Gange.

Ein Tornado fegt über sie hinweg, dennoch haben diese Autofahrer nichts Besseres zu tun als zu filmen.

Dementsprechend entsetzt zeigt sich der junge Mann. Er ruft immer wieder „Oh mein Gott!“, während er um sich herum das Chaos filmt. Umgestürzte Bäume blockieren die Straße, ganze Häuserdächer wurden vom Wirbelsturm heruntergerissen. „Wir waren nur noch wenige Meter von seinem Haus [das Haus von Villaseñors Chef; Anm. d. Red.] entfernt und der Himmel war noch klar. Aus dem Nichts fing es an, heftig zu regnen und ich filmte drauf los – alles schien den Bach runterzugehen“, erinnert er sich im Interview. „Auf einmal wurde der Van richtig durchgeschüttelt und zwar so sehr, dass ich dachte, dass er umkippen würde. Ich war nur noch am Zittern. Ich konnte meine Hände nicht mehr kontrollieren.“ So erging es auch diesem Autofahrer kürzlich in den USA, der ebenfalls von einem Tornado überrascht wurde – und fast in seinem Auto davon gefegt worden wäre.

Tornado fegt über Auto hinweg: Beifahrer öffnet Fenster und filmt drauflos

Doch wie die Handyaufnahmen zeigen, schafft Cesar Villaseñor es noch, das Fenster auf seiner Seite bis zur Hälfte herunterzufahren, um sein Smartphone noch genauer und näher auf die Verwüstung zu halten. Das finden manche Reddit-User, auf deren Plattform das Video ebenfalls geteilt worden ist, sehr fragwürdig. Sie schreiben sich in Rage. (Tesla-Crash mit 160 km/h: Glühend heißer Batterie-Hagel steckt Bett in Brand)

Einer fragt: „Warum seid ihr überhaupt in den Tornado gefahren?“ Ein weiterer User meint amüsiert: „Ja genau, halt noch mit der Kamera drauf, anstatt wegzufahren.“ Eine Userin warnt dagegen eindringlich: „Wenn ihr jemals in einer Gegend mit einem aktiven Wirbelsturm seid, sucht Schutz. Ich weiß, viele Leute wissen das schon – aber das ist für die Leute wie jene im Video.“ Schutz gesucht hat auch ein Ehepaar im Smart, als Wirbelsturm „Dorian“ über es hinwegfegte notgedrungen in einer Küche.* *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Facebook/La Chikis

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