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Tesla nass gemacht: Das passiert, wenn ein Elektroauto unter Wasser gerät

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Von: Marcus Efler

Elektroauto macht U-Boot-Test: Ein YouTuber ließ ein Tesla Model S komplett abtauchen. Das Ergebnis des nassen Experiments ist zwiespältig.

Maricopa (USA) – Wahrscheinlich halten spätere Generationen uns in ein paar Jahrzehnten für verrückt, dass wir unsere Autos mit einem hochexplosiven Kraftstoff-Luft-Gemisch betrieben haben und mit 60 Litern Sprit im Rücken mit Tempo 200 über Autobahnen gebrettert sind. Derzeit gelten viele Ängste aber eher noch dem Strom, der in immer mehr Fahrzeugen hoch konzentriert gespeichert wird. Und tatsächlich müssen beispielsweise nach einem Crash die Rettungskräfte genau wissen, an welcher Stelle sie ein Elektroauto durchflexen können, ohne einen lebensgefährlichen Stromschlag zu riskieren. (Tesla als Elektro-Offroader: Welches Modell ist dafür wohl geeignet?)

Tesla nass gemacht: Das passiert, wenn ein Elektroauto unter Wasser gerät

Viel Unsicherheit herrscht auch bei der Frage, wie gut Akku-Autos den Kontakt mit Wasser vertragen. Immerhin ist ein Jaguar I-Pace ein überraschend geländegängiges BEV („Batterie Electric Vehicle“), das vom Antrieb her auch Fluss-Durchfahrten meistert. Und Offroad-affine Fahrer der elektrischen Mercedes G-Klasse oder eines Ford F-150 Lightning wollen sicher auch nicht vor jeder Furt zurückweichen. (Mit Range Rover durch Fluss – geht dieser James-Bond-Versuch gut?)

Tesla bei Wasser-Durchfahrt
Luken dicht! Der Tesla bei seiner nassen Probefahrt © YouTube (Chillin’ with Chet)

Tesla nass gemacht: Grundsätzlich sind Elektromotoren wasserfest

Grundsätzlich bietet ein Elektroauto tatsächlich bessere Grundvoraussetzungen für eine nasse Fahrt als ein Verbrenner, da es keinen Luft-Ansaugtrakt hat, durch das Wasser in den Motor eindringen und ihn zerstören könnte. Andererseits: Wie war das mit dem Föhn und der Badewanne? Klar: Die ganze Elektrik sollte gut gekapselt sein, um beim Eintauchen einen gefährlichen Stromschlag zu vermeiden. Und ob das gewährleistet ist, wollte jetzt der YouTuber „Chillin’ with Chet“ herausfinden – und ließ ein Tesla Model S Plaid sieben Fuß komplett untertauchen, also immerhin 2,13 Meter.

So ganz einfach gestaltete sich der Versuch indes nicht: So mussten erst mal über 1.800 Kilo Gewichte in den Wagen, um ein Aufschwimmen zu verhindern. Dazu sicherte eine Winde die Fahrt des 127.000 Euro teuren Tesla durch das Wasserbecken. Und das Ergebnis? Nicht ganz eindeutig. Der Tesla fuhr nicht komplett mit eigener Kraft über den Grund des provisorisch angelegten Pools, aber schaffte es immerhin, am anderen Ufer wieder rauszukommen. Auch gab es wohl kurzzeitige Störungen in der Elektronik. Aber immerhin funktionierte der Stromer nach dem Experiment noch und gefährliche Strom-Entladungen zeigten sich ebenfalls nicht. Trotzdem gilt erst mal weiter die Empfehlung: Bitte nicht nachmachen.

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