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Tesla Model X mit mehr als 320.000 Kilometern: So steht es um die Batterie

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Wie steht es um ein Elektroauto mit 320.000 Kilometern auf der Uhr? Der Besitzer eines Tesla Model X erzählt in einem Video von seinen Erfahrungen.

Immer mehr Stromer rollen über die Straßen – und immer mehr Menschen spekulieren mit dem Kauf eines Stromers. Allerdings gibt es aktuell durchaus noch Hürden: So geht beispielsweise der Ausbau der Ladeinfrastruktur aktuell sehr schleppend voran. Laut einer Studie droht bei diesem langsamen Tempo eine „massive Ladelücke“. Ein weiterer Punkt, der viele E-Auto-Skeptiker beschäftigt: Wie steht es um ältere Stromer? Sind diese dann noch alltagstauglich? Nun hat der Besitzer eines Tesla Model X mit mehr als 320.000 Kilometern Laufleistung in einem Video (weiter unten zu finden) ausführlich Rede und Antwort gestanden.

Ein Tesla Model X mit geöffneten Flügeltüren.
Der Besitzer eines Tesla Model X mit mehr als 320.000 Kilometern auf der Uhr hat von seinen Erfahrungen berichtet. (Symbolbild) © Pacific Press Agency/Imago

Tesla Model X mit mehr als 320.000 Kilometern: So steht es um die Batterie

Bei dem Besitzer handelt es sich um einen Mann aus der Slowakei – der von einem YouTuber des Kanals „Out of Spec“ interviewt wird. Das Zusammentreffen der beiden findet an einer Supercharger-Ladestation im Südosten von München statt.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein 2017er Tesla Model X 100D – im Besitz des Slowaken ist das Fahrzeug seit 2018. Wie der Mann verrät, fährt er den Stromer täglich, zumeist über lange Strecken. Zwischen 65 und 80 Prozent lädt er das Model X an DC-Schnellladesäulen, mehr als 320.000 Kilometer hat er mit dem Wagen inzwischen zurückgelegt.

Tesla Model X mit mehr als 320.000 Kilometern: „Für mich ist das kein Status-Symbol“

„Für mich ist das ein Status-Symbol“, erklärt der Tesla-Besitzer. „Es ist ein Auto, das für mich und die Firma arbeitet.“ Mit dem Model X fährt die Familie auch in den Urlaub, manchmal zieht er damit auch Anhänger. Der Stromer habe eine angemessene Reichweite und einen akzeptablen Verbrauch.

Im Neuzustand hatte der Akku des Teslas dem Besitzer zufolge eine Kapazität von 93.7 kWh – laut der Tesla-App sei diese inzwischen um 9,8 Prozent geschrumpft. Heißt also: Nach fünf Jahren und dieser durchaus beachtlichen Laufleistung stünden immer noch rund 84,5 kWh zur Verfügung. Kein schlechter Wert, wenn man ihn beispielsweise mit dem Ergebnis eines anderen YouTubers mit einem Kia Soul vergleicht.

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Tesla Model X mit mehr als 320.000 Kilometern: Einmal im Jahr müssen die Türdichtungen getauscht werden

Noch immer erreiche der Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von rund 250 km/h, allerdings regele das Fahrzeug nach einigen Kilometern runter. Aber mit 200 km/h könne man durchaus konstant fahren – vorausgesetzt natürlich, es stünden entsprechende Lademöglichkeiten zur Verfügung. Interessant sind die Aussagen des Tesla-Besitzers vor allem vor dem Hintergrund, dass viele Menschen gebrauchten Stromern sehr skeptisch gegenüberstehen.

Keine Probleme gibt es dem Besitzer zufolge mit den Flügeltüren – allerdings müsse er einmal im Jahr die Türdichtungen wechseln, weil diese durch die Tür „gequetscht“ würden und dann irgendwann Wasser in den Innenraum eindringe. Und auch mit dem „Autopilot“ – der besonders in der FSD-Ausbaustufe hochumstritten ist – ist der Slowake hochzufrieden: Auf der Autobahn nehme ihm dieser die „Basis-Arbeit“ ab. Doch bei weitem nicht alle Tesla-Kunden geben dem Autobauer derart gute Noten.

Tesla Model X mit mehr als 320.000 Kilometern: Rost unterhalb des Spoilers

Ein paar kleine Probleme gibt es aber dann doch: Etwa Rost unterhalb des Spoilers: Hier haben sich Blasen gebildet, teils platzt der Lack ab. Bereits im ersten Jahr wurde der mit Leder bezogene Fahrersitz von Tesla getauscht, weil sich der Bezug gewellt hatte. Seitdem habe es aber keine Probleme mehr gegeben. Das Lenkrad hingegen sei durch und müsse demnächst ersetzt werden. Auch an der Radaufhängung musste mehrfach Hand angelegt werden. Vor einiger Zeit hatte sich ein Taxiunternehmen massiv über die Qualität des Tesla Model X beschwert.

Der YouTuber zeigt sich auf einer Testfahrt begeistert von dem 320.000-Kilometer-Tesla: „Kein Quietschen, kein Klappern.“ Das ist auch gut so, denn der Besitzer hat auch nicht vor, sich, sobald von seinem Model X zu trennen. Sein Ziel: Er wolle in Europa die meisten Kilometer mit seinem Model X zurücklegen. Bis jetzt stehen die Chancen sicherlich nicht schlecht.

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