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Tesla Model 3 ohne Fahrer: Frau erschrickt zu Tode – und will das E-Auto aufhalten (Video)

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Von: Christian Schulz

Teslas „Smart Summon“-Funktion sorgt auf einem Parkplatz für helle Aufregung – und eine wirklich kuriose Szene: Eine SUV-Fahrerin rennt los, um das Elektroauto zu stoppen.

West Chester (Pennsylvania) – Eine lustige Szene rund um ein Tesla Model 3 ereignete sich kürzlich auf dem Parkplatz eines Restaurants im etwa 40 Kilometer westlich von Philadelphia gelegenen West Chester. Dort zeigte sich, was passieren kann, wenn Autonomes Fahren auf unbedarftes Verhalten von Menschen trifft, in deren Alltag futuristische Technologie eher keine Rolle spielt.

Denn wenn man von der „Smart Summon“-Funktion der Elektroautos von Tesla nichts weiß, kann einem der Selbstfahrmodus einen ganz schönen Schrecken einjagen. Schließlich lässt das Unternehmen des exzentrischen Tech-Milliardärs Elon Musk seine E-Autos wie von Geisterhand gesteuert umherkurven – völlig ohne Fahrer. In diesem Fall wollte eine hilfsbereite Frau Schlimmeres verhindern. Die Dashcam des Tesla Model 3 dokumentierte die Aktion. (Elon Musk will Tesla Roadster schon 2022 schweben lassen – mit der Kraft von SpaceX-Raketen)

Die Seitenkamera eines Model 3 filmt eine Frau, die aus ihrem weißen SUV springt und dem Tesla hinterherläuft.
Oh Schreck, ein herrenloses E-Auto rollt davon: Eine hilfsbereite SUV-Fahrerin sprintet los, um Schlimmeres zu verhindern. © YouTube (Thyhack)

Tesla Model 3 ohne Fahrer: Frau erschrickt zu Tode – und will das E-Auto aufhalten (Video)

Während die Funktion in Europa von den Behörden noch nicht zugelassen wurde, ist sie in den USA schon regelmäßig im Einsatz. Bei „Smart Summon“ (dt.: „intelligentes Herbeirufen“) handelt es sich um einen bereits verwirklichten Teil des FSD-Pakets von E-Auto-Hersteller Tesla, das zukünftig vollständig autonomes Fahren (engl.: „Full Self Driving“) ermöglichen soll. Laut Tesla-CEO Elon Musk soll es – zumindest technisch – noch 2021 Realität werden. (Tesla Autopilot auf kurvigster Straße der Welt: Lernt das Selbstfahr-System tatsächlich so schnell?)

Dass ihr Elektro-Auto einige Meter vorwärts oder rückwärts aus Garagen fahren oder aus Parklücken heraussetzen kann, kennen Kunden des US-Autobauers bereits seit dem Jahr 2016. Eine „Summon“-Funktion machte dies schon damals möglich – je nach technischer Infrastruktur konnten die ferngesteuerten Teslas auch eigenhändig Garagentore öffnen. Das System wurde revolutioniert: Das heutige „Smart Summon“, also das „intelligentes Herbeirufen“, kann deutlich mehr. (Teslas Autopilot-Software in Baustelle überfordert: Model 3 bremst Polizei aus)

Autonom fahrendes Tesla Model 3: So funktioniert die „Smart Summon“-Funktion

Mithilfe einer Smartphone-App können Tesla-Besitzer ihr Elektrofahrzeug auf Parkplätzen und in Einfahrten über eine Entfernung von 150 Meter zu sich rufen. Hierzu muss keine Person im Wagen sitzen – der Autopilot fährt den Tesla selbstständig vor. So lange das Elektroauto sich fahrerlos bewegt, ist seine Maximal-Geschwindigkeit auf 5 km/h begrenzt. (Auch in Deutschland: Tesla ruft über 140.000 E-Autos zurück – gravierende Sicherheitsmängel!)

Eine Frau steht mit einem Smartphone in der Hand vor einem roten Tesla.
Mit Teslas futuristischer „Smart Summon“-Funktion kann man sein E-Auto via Smartphone-App bequem zu sich rufen. © Tesla

Die Verantwortung für den Fahrvorgang trägt natürlich weiterhin der Bediener, der seinen Stromer beaufsichtigen muss. Aus diesem Grund funktioniert das Herbeirufen nur, wenn innerhalb des festgelegten Radius Sichtkontakt zum E-Auto besteht. Dabei muss das System durchaus erhebliche Tücken meistern – die für andere Menschen gefährlich werden können: So hält der Tesla-Autopilot zwar zuverlässig an, wenn größere Objekte im Weg sind – bei kleineren beweglichen Dingen hapert es jedoch manchmal. Kein zufriedenstellender Zustand: Statt einem davonhüpfenden Ball könnte es sich ja auch um ein Kleinkind handeln. Hinzu kommt, dass es für das gesamte Umfeld noch überaus ungewohnt ist – wie dieses Video beweist. (Tesla erzielt erstmals Gewinn – aber nicht durch Autoverkäufe: So verdient Elon Musks Firma ihr Geld)

Autonom fahrendes Tesla Model 3: Erschrockene Frau will helfen – und spurtet hinterher

Der Besitzer eines Tesla Model 3 schildert die erheiternde Szene wie folgt: Er sei aus einem Restaurant gekommen und habe anschließend sein E-Auto vom Parkplatz zu sich beordern wollen. Wie auf den Bildern der seitlichen Kamera des Elektroautos zu sehen ist, startet der Tesla, fährt wie vorgesehen los – und biegt dann auf die Fahrbahn des Parkplatzes ab.

Eine Frau, die kurz zuvor mit ihrem weißen Mazda-SUV in einer benachbarten Parklücke angehalten hat, beobachtet das Ganze. Sie erschrickt, als der herrenlose Tesla an ihr vorbeirollt – und will sofort helfen. Geistesgegenwärtig springt sie aus ihren Fahrzeug und spurtet dem autonom fahrenden Model 3 hinterher. Als sie es nach einigen Metern einholt, lehnt sie sich gegen die A-Säule, um das E-Auto aufzuhalten. (Mann filmt bei voller Fahrt in Tesla-Cockpit – schlafender Fahrer lässt ihn schockiert zurück)

Daraufhin stoppt der Tesla-Besitzer sein Auto umgehend – und eilt herbei, um die kuriose Situation aufzuklären. Der hilfsbereiten Frau ist das Geschehen im ersten Moment peinlich – als sie zu ihrem SUV zurückgeht, sie dreht sich noch einmal ungläubig um und muss am Ende selber lachen.

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