Im Wert von 1,4 Millionen Euro

„Kurzzeitiger Systemfehler“: Deutscher bestellt versehentlich 27 Tesla Model 3

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Dieser Online-Kauf ging gründlich schief: Ein Deutscher hat im Internet 27 Tesla Model 3 für die unglaubliche Summe von 1,4 Millionen Euro bestellt – aus Versehen. So ging das Missgeschick aus.

  • Ein Deutscher hat aus Versehen im Internet 27 Tesla Model 3 bestellt
  • Die Bestellung beim dem Elektroautohersteller hätte den Kunden mehr als 1,4 Millionen Euro gekostet
  • 24auto.de erzählt, wie es zu dem Missgeschick kam und wie die Sache ausging

Update vom 25.6.2020: Nach Erscheinen unseres Artikels kontaktierte uns Tesla und erklärte, es habe einen „kurzzeitigen Systemfehler“ gegeben, der umgehend behoben worden sei. Der betroffene Kunde habe keinerlei finanzielle Einbußen gehabt. Außerdem habe der Kunde die Fahrzeuge laut einer „ersten Überprüfung“ die Autos nicht bestellt, sondern nur „konfiguriert“ und „in den Warenkorb gelegt“. Deswegen könne auch von einer „Stornierung“ der Bestellung nicht die Rede sein.

Palo Alto – Beim seinem Kauf stand ein deutscher Tesla-Kunde offenbar mächtig unter Strom: Wie sein Sohn auf der Internetplattform „Reddit“ berichtet, habe der Mann online einen Tesla Model 3 bestellen wollen – doch am Ende wurden es 27! Der Hammer: Als Gesamtsumme erschienen am Ende schließlich mehr als 1,4 Millionen Euro auf dem Bildschirm. Dabei wollte der Mann eigentlich nur ein einziges Basismodell des Elektroautos inklusive Autopilotfunktion für etwa 52.000 Euro von Tesla (Tesla verkauft jetzt rote Shorts: Das steckt hinter dem kuriosen Preis der kurzen Hosen) kaufen.

Misslungene Tesla-Bestellung: Auslöser für den Kauf war die erhöhte Kaufprämie für E-Autos

Wie der Sohn berichtet, sei die Familie auf der Suche nach einem neuen Auto gewesen, um einen in die Jahre gekommenen Ford Kuga zu ersetzen. Aufgrund der durch die Corona-Krise erhöhten Kaufprämie für Elektroautos (Höhere Kaufprämie für E-Autos: Die 10 größten Elektro-Schnäppchen) entschied man sich für ein Tesla Model 3.

Eigentlich wollte der Vater mit dem Kauf noch bis zum Inkraftreten der Mehrwertsteuersenkung (Mehrwertsteuersenkung beim Autokauf: Nur wer dieses Datum beachtet, spart Geld) von 19 auf 16 Prozent am 1. Juli warten, das hätte noch mehr Geld gespart – doch dann änderte er seine Meinung.

Mit dem Kauf eines Tesla Model 3 wollte ein Deutscher die erhöhte Kaufprämie für E-Autos ausnutzen – doch die Sache lief nicht wie geplant.

Deutscher bestellt 27 Tesla Model 3: Bei der ersten Order poppt eine Fehlermeldung auf

Aus Angst, Tesla (Tesla trotzt Krise: Bald einer von nur noch 10 Autoherstellern auf der Welt?) könnte die Preise erhöhen, um an der Mehrwertsteuersenkung mehr Geld zu verdienen, wollte der Vater möglichst schnell ein Model 3 ordern. Als der Mann die Online-Bestellung aufgab, tauchte eine Fehlermeldung auf: „Die Bestellung kann wegen eines Problems mit der Bezahlung nicht aufgegeben werden“. Dabei, so betont der Sohn auf Reddit, habe man alles korrekt ausgefüllt. (Tesla Roadster: Dank Raketenantrieb in unter 1,9 Sekunden von null auf 60 Meilen!)

Die Marke Tesla
HauptsitzPalo Alto
Gründungsjahr2003
ChefElon Musk
Bekannteste ModelleTesla Model 3, Tesla Model S, Tesla Model X
Ausgelieferte Fahrzeuge 2019367.500

Vater und Sohn fanden laut eigener Aussage per Internetrecherche heraus, dass jenes Problem auch schon bei anderen Kunden aufgetreten war und es damnach nicht ihr Fehler war. Also entschied sich das Duo zu einem verhängnisvollen Schritt: Sie versuchten es immer und immer wieder mit der Bestellung – allerdings ohne Erfolg. Das kalifornische Elektroauto (E-Autos: Mit welchen Überraschungen Sie bei der ersten Fahrt rechnen müssen) ließ sich scheinbar nicht ordern.

Das ging daneben: Ein Deutscher hat versehentlich 27 Tesla Model 3 im Wert von 1,4 Millionen Euro bestellt (Fotomontage).

Teslas für 1,4 Millionen Euro bestellt: So ging die Sache am Ende aus

Rund zwei Stunden nach dem ersten Versuch, probierte es der Vater schließlich ein letztes Mal. Und diesmal erreichte er sein Ziel: „Ihre Bestellung ist eingegangen“, hieß es. Doch dann das böse Erwachen: Wie sich herausstellte, waren auch die 26 Bestellungen davor ebenfalls erfolgreich gewesen. 27 Tesla Model 3 für 52.000 Euro das Stück fanden sich auf dem Tesla-Account des Vaters – macht exakt 1.404.000 Euro. Eine Summe über die sich Tesla-Chef Elon Musk bestimmt gefreut hätte.

Damit nicht genug, weil Tesla (Qualitätsprobleme beim Model Y: Worüber sich Tesla-Kunden massiv beschweren) offenbar pro Fahrzeug eine Bestellgebühr in Höhe von von 100 Euro verlangt, kamen noch einmal 2.700 Euro obendrauf.

Am Ende ging die Sache aber dann noch einmal gut aus: Der Vater musste weder die Summe 1.404.000 Euro zahlen, noch die 2.700 Euro Bestellgebühr. Im Anschluss forderte der Autobauer den Kunden auf, eine neue Bestellung zu schicken. Ob er sich das am Ende wirklich getraut hat?

Rubriklistenbild: © Silas Stein/dpa

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