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Tesla-Fahrer kassiert Strafzettel, weil er seinen Wagen auflädt – „ich bin ehrlich ...“

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Von: Jasmin Pospiech

„Warum bekommt er eine Strafe?“ Ein Tesla hat jetzt für Aufregung in unserem Nachbarland Österreich gesorgt. Allerdings nicht das Auto selbst, sondern das Knöllchen, das der Fahrer erhält – als er ihn auflädt.

Wien – Einen Strafzettel an einer Tankstelle zu bekommen, wäre wohl eher ungewöhnlich. Das sollte also auch beim Aufladen eines Elektroautos gelten. Doch ein Tesla-Fahrer hat das tatsächlich zustande gebracht. Allerdings nicht weil er zu schnell auf den Parkplatz gefahren ist, sondern einfach nur, weil er dort stand. Den kuriosen Vorfall beobachtet hat ein Leserreporter des österreichischen Nachrichtenportals heute.at – und damit für eine rege Diskussion gesorgt.

Tesla-Fahrer lädt Auto auf Parkplatz – und bekommt Knöllchen

Der E-Autofahrer hatte seinen Tesla auf einem Parkstreifen neben einer Ladesäule in der österreichischen Hauptstadt geparkt. Er nutzte die Ladesäule, um zwischenzeitlich seinen Wagen zu laden, während er die Örtlichkeit verließ (Video: Dieser Tesla-Fahrer will tanken – allerdings keinen Strom). Eigentlich nichts Ungewöhnliches, doch das sah wohl eine Politesse anders.

Die stand nämlich neben dem E-Auto und war gerade dabei, einen Strafzettel auszustellen, als der Leserreporter sie dabei beobachtete (Reif für ein Elektroauto? Mit diesen fünf Fragen finden Sie es heraus). Und tatsächlich: Neben dem Fahrzeug war ein Schild angebracht, das darauf hinwies, dass Fahrzeuge von 08:00 bis 22:00 Uhr dort nicht parken dürfen. Aber die Politesse hat wohl selbst nicht genau genug hingeschaut, denn außerdem stand auf dem Schild, dass Autos, die gerade aufgeladen werden, eine Ausnahme bilden. Wie peinlich!

Tesla steht auf Parkplatz: „Ich bin ehrlich verunsichert“

Kein Wunder also, dass der Leserreporter schließlich wissen wollte, warum der Tesla-Fahrer eine Strafe bekommt. „Das Verkehrszeichen zeigt doch deutlich die Ausnahme an. Ich bin ehrlich verunsichert“, sagt er gegenüber heute.at. „Ich habe die Politesse dann aus Interesse gefragt, ob man einen Parkschein für das Aufladen des Autos benötigt“, erzählt der Leserreporter weiter. „Sie hat es verneint, aber stand trotzdem zehn Minuten da und hat in ihr Handy geschaut. Vielleicht hat sie die StVO (Straßenverkehrsordnung; Anm. d. Red.) studiert.

Darüber hinaus sei das Ladekabel die ganze Zeit über angeschlossen gewesen, stellt er fest. Ob der Tesla-Fahrer jetzt eine Strafe zahlen muss? Das bleibt bis dato ungeklärt (Video: Tesla Model 3 verliert dieses Bauteil in Pfütze – „wie ein riesiger Fallschirm“).

Tesla auf dem Parkplatz – „Stecker rein und gratis parken ist nicht immer möglich“

Interessanterweise gehen die Meinungen in den Kommentaren unter dem Artikel weit auseinander („Hot oder Schrott“: TV-Star Hubert Fella über seinen Mercedes S-Klasse-Sparpreis). Während ein User meint: „Politesse! Noch Fragen?“, versuchen andere, sich zu einen Reim darauf zu machen, warum die Hilfspolizistin zehn Minuten wartete. Ein Leser erklärt die Situation dagegen folgendermaßen: „Da der Wagen bei Ihrem Eintreffen schon voll war, hat sie die zehn Minuten auf die Abfahrt des Fahrzeuges gewartet, danach das Ticket gedruckt. Da der Leserreporter null Ahnung hat, aber 50 € gewunken haben, kann er das Ticket ja aus Mitleid bezahlen. Stecker rein und gratis parken ist nicht immer möglich.“

Ein weiterer stimmt dem zu und vermutet schließlich: „Der Leser hat wohl ganz bewusst die Ladestation nicht fotografiert. Die LED-Lampen zeigen nämlich den Ladestatus an. Wenn das Auto vollgeladen ist, muss es binnen zehn Minuten entfernt werden. Viele Lenker glauben nämlich, dass sie, solange das Kabel angesteckt ist, einen Dauergratis-Parkplatz haben.“

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