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Tesla Yoke-Lenkrad: Elon Musk will kein normales Steuer mehr

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sebastian Oppenheimer

Ein YouTuber nimmt das Tesla Yoke-Lenkrad unter die Lupe – und kritisiert es scharf. Doch das normale Steuer wird nicht zurückkehren, twittert Elon Musk.

Palo Alto – Als die ersten Bilder auftauchten, konnten es viele zunächst nicht glauben: Tesla bringt wirklich ein „halbes“ Lenkrad? Ähnlich dem, was das Superauto K.I.T.T. in der 1980er-Jahre Kultserie „Knight Rider“ hatte – beziehungsweise es heutzutage auch viele Rennwagen haben? Die Verwunderung ist inzwischen der Realität gewichen: Das neue Tesla Model S Plaid wird tatsächlich mit dem sogenannten Yoke-Lenkrad ausgeliefert. Das ungewöhnliche Steuer ist aber heiß umstritten. Laut einem bekannten YouTuber hat das Rennauto-Lenkrad seine Tücken. Dennoch werden sich Tesla-Fahrer wohl an diese neue Art des Lenkens gewöhnen müssen. (Tesla schafft rundes Lenkrad ab: So funktioniert das Yoke-Steuerhorn im Model S Plaid)

Tesla Yoke-Lenkrad: Elon Musk will kein normales Steuer mehr

YouTuber Marques Brownlee (27) beschäftigt sich auf seinem Kanal vor allem mit Technik: Smartphones, Tablets, Notebooks – und auch Autos nimmt er gelegentlich unter die Lupe. Auf der Video-Plattform hat er mehr als 14 Millionen Abonnenten – und entsprechendes Gewicht haben seine Beiträge. 2018 führte er sogar ein Interview mit Tesla-Chef Elon Musk (50), das hier zu finden ist. Nun jedenfalls hat der 27-Jährige in einem YouTube-Video seine ersten Eindrücke zum nagelneuen Tesla Model S Plaid geschildert – und ist im Großen und Ganzen ziemlich begeistert von dem Fahrzeug: Die Beschleunigung sei irrwitzig, das Geräuschniveau im Innenraum gering. Generell hätte der Autobauer deutlich wertigere Materialien eingesetzt und auch die Verarbeitung stark verbessert. Doch es gebe auch Anlass zur Kritik.

Blick auf das Yoke-Lenkrad eines Tesla Model S Plaid
Als größtes Manko am Yoke-Lenkrad des Tesla Model S Plaid empfindet YouTuber Marques Brownlee die Touch-Buttons. © YouTube (Marques Brownlee)

Tesla Yoke-Lenkrad: „Die Touch-Buttons sind ein Fehler“

Dazu gehört etwa die neue Mittelkonsole, die zwar praktisch sei und viel Stauraum biete – aber auch eine kleine Schwachstelle habe. Und zwar befinde sich unterhalb der Smartphone-Ladefläche ein Spalt. Lege man nun ein Papier auf der geschlossenen Mittelkonsole ab, so könne dieses ziemlich leicht in jenem Spalt verschwinden – und sei dann auch nicht mehr zu erreichen. „Ziemlich gefährlich“, findet der YouTuber. Ihm sei auf diese Art sein vorläufiger Fahrzeugbrief abhandengekommen. Als er sich schon damit abgefunden habe, das Dokument nicht wiederzuerlangen, sei es dann aber doch bei einer Beschleunigungs-Aktion auf dem Highway in Richtung Rückbank wieder rausgeschossen. (Tesla Model S Plaid brennt gleich auf erster Fahrt aus – Besitzer entkommt nur knapp)

Doch die Sache, die ihn eigentlich an dem neuen Tesla stört, ist das neue Yoke-Lenkrad (dt.: „Joch“). Dieses habe zwar durchaus Vorteile, wie etwa eine bessere Sicht auf das Instrumenten-Display und eine nach Meinung des YouTubers „sicherere“ Handhaltung während der Fahrt – doch das große Problem seien die Touch-Buttons. Anfangs greife man beim Drehen des „halben“ Lenkrads oft ins Leere, erklärt der 27-Jährige – aber mit der Zeit gewöhne man sich an das neue Steuer. Allerdings berühre man beim „Kurbeln“ häufig unfreiwillig die Touch-Knöpfe und löse dadurch ungewollt beispielsweise den Blinker oder den Scheibenwischer aus. Das Fazit von Marques Brownlee: „Die Touch-Buttons sind ein Fehler.“ (Tesla Model 3 hängt stundenlang an Supercharger fest: „Hat jemand einen Vorschlag?“)

Tesla Model S Plaid, fahrend
Das Model S Plaid von Tesla beschleunigt in rund zwei Sekunden von null auf 100 km/h. © Tesla

Tesla Yoke-Lenkrad: Das runde Steuer kehrt wohl nicht zurück

Größter Kritikpunkt für den YouTuber ist aber die Hupe, die nicht wie bei den meisten anderen Autos in der Mitte des Lenkrads sitzt, sondern ebenfalls per Touch-Knopf bedient wird. Für eine schnelle Reaktion im Notfall sei die Touch-Lösung alles andere als glücklich, so Marques Brownlee.

Auf Twitter hat sich im Bezug auf diese Kritik ein Nutzer direkt an Elon Musk gewandt: „Gibt es eine Chance, dass ein normales Lenkrad optional erhältlich sein wird?“ Die Antwort des Tesla-Chefs fiel knapp und deutlich aus: „Nein.“ Vermutlich werden wohl alle zukünftigen Tesla-Modelle mit dem neuen Yoke-Lenkrad kommen. Aber vielleicht lässt sich Elon Musk zumindest die Sache mit den Touch-Buttons noch mal durch den Kopf gehen.

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