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Tesla kracht im „Autopilot“-Modus in Polizeiauto – das machte der Fahrer währenddessen

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Von: Sebastian Oppenheimer

Fahraufnahme eines Tesla, Bilder vom Unfall in North Carolina. (Symbolbild)
In North Carolina ist ein Tesla-Fahrer mit angeschaltetem Autopilot in ein Polizeiauto gekracht. (Symbolbild) © Tesla/North Carolina State Highway Patrol

In den USA ist es mal wieder zu einem Tesla-Unfall gekommen, bei dem der „Autopilot“ eine Rolle spielte. Fast wäre dabei ein Polizist getötet worden.

Nash County (North Carolina) – Dass Teslas „Autopilot“ kein echter Autopilot – im Sinne eines vollkommen autonom fahrenden Fahrzeugs ist –, hat sich offenbar immer noch nicht bei jedem Tesla-Besitzer herumgesprochen. In Nash County (North Carolina) in den USA hat sich nun wieder einmal ein Unfall ereignet, bei dem das System offenbar aktiviert war. Ein Mann krachte mit seinem Tesla Model S in ein Polizeifahrzeug – beinahe hätte er dabei auch noch einen Polizisten überfahren.

„Autopilot“-Unfall mit Tesla: „Es hätte schlimm ausgehen können.“

Laut Berichten verschiedener US-Medien ereignete sich der Unfall auf dem Highway 64 in der Nähe der Stadt Spring Hope. Zwei Polizisten waren gerade dabei, einen anderen Unfall zu untersuchen, beziehungsweise, die Strasse abzusperren, als der Tesla heranrauschte. Das Model S krachte in das stehende Auto des Deputys – dieses wiederum wurde durch die Wucht des Aufpralls auf das Auto des Beamten von der State Highway Patrol geschoben. „Zum Glück konnte der State Trooper unseren Deputy zur Seite schieben, als er die Reifen qietschen hörte. In einem Augenblick hätten einer oder mehrere Menschen getötet werden können. Es hätte schlimm ausgehen können“, zitiert das US-Portal wral.com Nash County Sheriff Keith Stone. (Tesla: Spektakulärer Crash in Taiwan wirft Fragen auf – hat der Autopilot versagt?)

„Autopilot“-Unfall im Tesla: Model-S-Fahrer schaute einen Film auf seinem Smartphone

Als sich der Unfall ereignete, schaute der Tesla-Fahrer offenbar einen Film auf seinem Smartphone an – das Fahren überließ er dem „Autopiloten“. Medienberichten zufolge, handelt es sich bei dem Fahrer um einen Arzt aus Raleigh, der Hauptstadt des US-Bundesstaates North Carolina. (Elon Musk testet selbst neuesten Tesla-Autopiloten – „Fast ohne Eingriff ...“)

Der Mediziner wurde wegen eines Verstoßes gegen das sogenannte „Move over“-Gesetz (unter anderem muss ein Fahrer demnach extrem langsam fahren und – wenn möglich – eine Spur weiter nach links wechseln, wenn er ein stehendes Polizeiauto sieht, um Unfälle zu vermeiden) und wegen der Benutzung eines TV-Gerätes während der Fahrt angeklagt. „Wir sind dankbar, dass unser Deputy und der Trooper bei dem Unfall nicht verletzt wurden“, schrieb das Sheriff-Büro von Nash County auf Facebook. (Mysteriöser Unfall mit Tesla Model X: Gründerin von Fast-Food-Kette „asiahung“ tot)

Der Unfall in Nash County, erinnert an einen Crash vor rund zweieinhalb Jahren, der schlimmer ausging. Dabei verunglückte ein Apple-Ingenieur tödlich, als sein Tesla im Autopilot-Modus mit mehr als 110 km/h in eine Betonschutzwand raste. Wie später bekannt wurde, hatte der Fahrer am Steuer ein Computerspiel auf seinem iPhone gespielt.

„Autopilot“-Unfall im Tesla: Der Elektroautobauer warnt seine Kunden auf der Homepage

Es ist vor allem der Name des Systems, das viele Tesla-Fahrer offenbar in falscher Sicherheit wiegt – und immer wieder zu Unfällen führt. Dass der „Autopilot“ kein echter Autopilot ist (Tesla-Chef Elon Musk zum Autopilot-Urteil: „Es ist idiotisch), darauf weist der US-Elektroautobauer sogar selbst auf seiner Homepage hin. „Aktuelle Autopilot-Funktionen erfordern eine aktive Überwachung durch den Fahrer und machen das Fahrzeug nicht autonom“, heißt es dort. Doch scheinbar nehmen viele Kunden diesen Hinweis nicht ernst, weil sie den Produkten aus dem Hause von Elon Musk blind vertrauen – oder sie lesen den Hinweis erst gar nicht.

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