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Tesla-Autopilot: Betrunkene lässt sich nach Hause fahren – dann passiert es

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Von: Sebastian Oppenheimer

Eine betrunkene Frau will sich von ihrem Tesla Model X im „Autopilot“-Modus nach Hause chauffieren lassen – doch der Plan geht alles andere als auf.

Milwaukie (USA) – Für die einen sind vollkommen autonom fahrende Autos eine Horrorvision – für die anderen eine begrüßenswerte Form der Mobilität voller Vorteile. Kein Stress mehr auf viel befahrenen Straßen, stattdessen einfach einen Film schauen oder auf dem Smartphone chatten. Und natürlich mag sich der ein oder andere auch auf die Robotaxi-Funktion freuen, weil er nach dem Kneipenbesuch und ein paar Bierchen im eigenen Auto nach Hause fahren kann – komplett computergesteuert. Das Problem: Die aktuelle Technik ist davon leider noch meilenweit entfernt. Eine betrunkene Frau in den USA hätte sich rückblickend wohl auch besser ein echtes Taxi bestellt, anstatt sich in ihr Tesla Model X zu setzen. (Tesla Model X crasht mit offener Flügeltür gegen Doppeldeckerbus – „das wird teuer“)

Tesla-Autopilot: Betrunkene lässt sich nach Hause fahren – dann passiert es

Wie die Oregon State Police in einem Tweet berichtet, der hier zu finden ist, habe eine alkoholisierte Frau in der Stadt Milwaukie versucht, sich von ihrem Tesla Model X im „Autopilot“-Modus nach Hause chauffieren zu lassen. Doch die Aktion endete in einem üblen Crash. Ein von der Polizei veröffentlichtes Foto zeigt, dass das Tesla Model X in einen Mercedes ML gekracht und auf einem Grünstreifen zum Stehen gekommen ist. Wie die Beamten mitteilen, wurde bei dem Unfall zum Glück niemand verletzt. Die Betrunkene wurde festgenommen – und dürfte demnächst eine nicht zu knappe Reparaturrechnung des Mercedes-Besitzers zu begleichen haben. Auch am Tesla wird der Schaden nicht gerade gering sein. (Tesla verpetzt Fahrer: Welche Technik den Ermittlungsbehörden geholfen hat)

Ein Tesla Model X steht auf einem Grünstreifen, daneben ein beschädigter Mercedes ML und ein Polizist
Mit ihrem Tesla Model X krachte die betrunkene Frau in einen Mercedes ML. © Facebook (Oregon State Police)

Tesla-Autopilot: Betrunkene lässt sich nachhause fahren – viele trauen der Technik zu viel zu

Der Fall zeigt einmal mehr das Hauptproblem der Tesla-Technik: Die Fahrer trauen dem System viel zu viel zu. Weder der normale „Autopilot“ noch dessen Top-Version „Full Self-Driving“ (FSD) machen aus einem Tesla ein komplett selbstfahrendes Auto. Es handelt sich um Fahrerassistenzsysteme, die das sogenannte Autonomie-Level 2 nicht überschreiten und permanent von einem Menschen überwacht werden müssen. (Tesla: Elon Musk findet aktuelles Full-Self-Driving „nicht so toll“)

Zuletzt war der „Autopilot“ von Tesla in die Negativ-Schlagzeilen geraten, weil das System nun zum wiederholten Male von der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) untersucht wird. Dabei geht es um elf Unfälle, bei denen Teslas auf am Straßenrand parkende Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr auffuhren. Verbraucherschützer üben auch scharfe Kritik daran, dass Beta-Software-Versionen der FSD-Technik auf öffentlichen Straßen getestet werden.

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