Model-S-Fahrer berichtet

Wegen Autopilot: „Mein Tesla rettete meinem Sohn und mir das Leben“ (mit Video)

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Ein Tesla Model S weicht in letzter Sekunde einem stark bremsenden Auto aus. Sein Fahrer sagt, dass der Autopilot ihm und seinem Sohn das Leben gerettet habe.

Virginia (USA) – Tesla und der Autopilot – eine unendliche Geschichte. Das System ist ziemlich umstritten, weil es suggeriert, das Fahrzeug könne vollkommen autonom fahren – was es definitiv jedoch (noch) nicht kann. Immer wieder kommt es zu Unfällen, weil die Fahrer dem System zu viel zutrauen, vermutlich auch wegen des irreführenden Namens (Tesla-Fahrer (20) schläft bei voller Fahrt – „Stoppt selbstfahrende Autos!“). Allerdings gibt es auch gelegentlich Berichte von Menschen, die behaupten, dass der Autopilot ihnen das Leben gerettet habe. So wie in diesem Fall von einem Fahrer eines Tesla Model S.

Im Autopilot-Modus: „Mein Tesla rettete meinem Sohn und mir das Leben“ (mit Video)

Wie der Nutzer namens Micah Womack auf Reddit berichtet, sei er auf einem Freeway im US-Bundestaat Virginia unterwegs gewesen, als sein Tesla Model S im Autopilot-Modus plötzlich die Fahrspur gewechselt habe, weil ein vorausfahrendes Fahrzeug unvermittelt extrem gebremst habe. Daraufhin habe er das Steuer übernommen und sei auf den Standstreifen gefahren, da habe er auch schon einen lauten Knall gehört. (Assistenzsysteme-Test: Teslas Autopilot ist gar nicht das beste, sondern ...)

Von der dramatischen Szene hat Micah Womack auch ein Video auf YouTube hochgeladen. Die Kamera des Tesla Model S filmt dabei in der Dämmerung nach schräg hinten. Zu sehen ist, wie der Tesla plötzlich nach rechts auf die Standspur wechselt – ob der Autopilot eingeschaltet und was das System tatsächlich beigetragen hat, kann man dabei nicht erkennen. Hier müssen wir wohl den Angaben des Reddit-Posters vertrauen. Jedenfalls sieht man in dem YouTube-Video anschließend das langsame Fahrzeug, weswegen der Tesla die Spur wechselte – kurz darauf kracht ein weiteres nachfolgendes Auto ziemlich heftig in dessen Heck. (Ukrainer baut eigenen Cybertruck – doch die Tesla-Kopie fährt gar nicht mit Strom)

Tesla Model S im Autopilot-Modus: Schon mehrfach vor Schlimmerem bewahrt

Wie der Tesla-Fahrer betont, habe sein Model S nur den Standard-Autopilot und nicht das Full-Self-Driving-Paket (FSD). „Mein Auto macht das nur, wenn die Fahrspur frei ist und es nicht rechtzeitig bremsen kann.“ Diese Funktion habe ihn schon mehrmals vor Schlimmerem bewahrt, schreibt Micah Womack. Von der Szene gibt es angeblich auch Aufnahmen der Front-Kamera des Tesla Model S – diese wolle er noch hochladen, schreibt der Besitzer. Er sei sicher, dass der Tesla-Autopilot ihm und seinem Sohn das Leben gerettet habe, schreibt er auf Reddit.

Tesla Model S im Autopilot-Modus: Zweifel an den Fähigkeiten des Systems

Allerdings wird in den Kommentaren darüber diskutiert, ob Teslas Autopilot tatsächlich von alleine so ausweichen kann, wie der Reddit-Poster behauptet. Während einige dies bezweifeln, schreiben wieder andere, dass ihr Tesla schon ähnliche Manöver vollführt hätte.

Aktuell sind in den USA bereits einige Tesla-Modelle unterwegs, die schon eine umfangreiche neue Version des FSD-Pakets aufgespielt haben, wie Tesla-Chef Elon Musk auf Twitter verkündete. Diese Fahrzeuge können beispielsweise auch in Wohngegenden ohne Fahrbahnmarkierungen autonom fahren oder an komplizierten Kreuzungen von alleine abbiegen (Neuer Tesla-Autopilot: Ausgesuchte Fahrer testen schon Beta-Version – „Ich war schockiert ...“). Allerdings ist auch dieser Beta-Test von Tesla auf öffentlichen Straßen nicht gerade unumstritten.

Rubriklistenbild: © YouTube (Micah Womack)

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