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Supercharger in Kritik: Tesla Model X muss beim Laden mit Eiswürfeln gekühlt werden

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Von: Jasmin Pospiech

Eine Familie will an einem Supercharger ihr Tesla Model X laden. Doch es vergehen Stunden und am Ende muss sie sogar zu einem Trick greifen, damit der Ladevorgang überhaupt funktioniert.

The Dalles (USA) – „Supercharger-Station“: Der Name der Ladesäulen von Tesla sollte eigentlich auch Programm sein. Schließlich wirbt der US-Autohersteller mit der hohen Ladegeschwindigkeit seiner Schnelllader. Doch das scheint nicht überall zu klappen. Zumindest im US-Bundesstaat Oregon beschweren sich immer mehr Elektroauto-Besitzer über eine ganz bestimmte Ladestation in der Nähe der Stadt The Dalles.

Supercharger in Kritik: Tesla Model X muss beim Laden mit Eiswürfel gekühlt werden

Schon seit Längerem soll dort der Supercharger vollkommen überlastet sein, dadurch bilden sich viel zu lange Warteschlangen, es gibt zu wenige Ladesäulen auf viel zu engem Raum und die Ladesäulen sollen auch schon abgenutzt sein. Doch nun ist das Fass übergelaufen: Ein Reddit-User namens varmint700 berichtet der Community auf der sozialen Plattform, was seiner Frau und seinem jüngsten Kind Ärgerliches geschehen ist. (Tesla-Fahrer erhebt Klage: Versprechungen zu Superchargern nur heiße Luft?)

Dazu hat er auf der Plattform ein Bild gepostet, das wohl seine Ehefrau an der Ladestation gemacht hat. Darauf ist zu sehen, wie das Ladekabel in der Ladeklappe des Tesla steckt, allerdings ist dieses mit einem T-Shirt umwickelt. Zudem steht in der Bildunterschrift, dass Letzteres mit Eiswürfeln gefüllt sein soll.

Das Ladekabel eines Tesla-Supercharger ist mit einem T-Shirt umwickelt.
Die Frau des Users hat das Ladekabel eines Tesla-Supercharger mit einem T-Shirt umwickelt. Darin sollen Eiswürfel sein. © Reddit (varmint700)

Denn „nur so könne man den Supercharger zum Funktionieren bringen“, heißt es weiter. Aber: Dass dieser erst mit Eis gekühlt werden muss, kann natürlich auch an der Hitzewelle liegen, die gerade über Nordamerika rollt. Schließlich stehen die Ladesäulen in der prallen Sonne und sind zudem noch im Dauereinsatz. (Tesla Model S Plaid brennt gleich auf erster Fahrt aus – Besitzer entkommt nur knapp)

Supercharger in Kritik: Familie braucht Stunden, um Akku von Tesla aufzuladen

Außerdem berichtet der User verärgert weiter, habe es zwei Stunden gedauert, den Akku schließlich aufzuladen. „Wir haben an der Ladestation noch nie mehr als 50 kW gesehen“, ärgert sich der Tesla-Besitzer über die Ladeleistung der V2-Supercharger. Für gewöhnlich schaffen Supercharger bis zu 150 kW. Peinlich: Zudem habe sich hinter dem Tesla Model X 75D des Users ein Stau von zwölf weiteren Elektroautos gebildet, die ebenfalls laden wollten.

„Der Supercharger in The Dalles ist der schlechteste, an dem ich je war. Leider ist es einer der wichtigsten in dem Gebiet“, bestätigt ein weiteres Reddit-Mitglied. Die Station sei nun mal die einzige Lademöglichkeit auf der 320-Kilometer-Route zwischen Portland, Oregons größter Stadt, und Pendleton, kommentiert ein weiter User. Dennoch raten einige Nutzer von der Eiswürfel-Methode vehement ab. (Frecher Trick: So parkt ein Student mit seinem Verbrenner kostenlos an E-Ladesäulen))

„Das würde ich wirklich nicht empfehlen. Damit kühlt man gar nichts, sondern trickst nur die Sicherheitsvorrichtung aus. Die sollten dort lieber ein Solardach errichten und so für Schatten sorgen“, meint ein anderer User. Aber: „Der Webseite zufolge plant Tesla in naher Zukunft nicht, die Station zu verbessern.“ Wie ärgerlich!

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