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Rimac Nevera: Testfahrer rast mit 232 km/h über Landstraße – das wird teuer

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Von: Jasmin Pospiech

Der Rimac Nevera gilt als der schnellste Elektro-Supersportwagen auf der Welt. Das muss ein Testfahrer direkt ausprobieren und gibt Vollgas. Allerdings auf einer Landstraße.

Dubrovnik (Kroatien) – Drei Jahre nach dem Concept_Two oder auch C_Two hat Mate Rimac gerade erst die Serienversion seines neuen Elektro-Supersportlers offiziell vorgestellt: den Rimac Nevera. Das Hypercar gilt als das schnellste Elektroauto der Welt, dank vier Elektromotoren beschleunigt es in nur 1,85 Sekunden auf 100 km/h. Die Gesamtleistung wird von Rimac mit 1.914 PS und einem maximalen Drehmoment von 2.360 Nm angegeben. Was für ein Wahnsinns-Geschoss!

Doch das ist noch längst nicht alles: Kürzlich hat der E-Luxusbolide zudem für Aufsehen gesorgt, als er in einem Rennen einen Ferrari SF90 Stradale übertrumpft hat. Nun hat es der Rimac Nevera wieder in die Schlagzeilen geschafft, allerdings im negativen Sinne.

Rimac Nevera: Testfahrer 142 km/h zu schnell auf Landstraße – das wird teuer

Denn es sind Aufnahmen auf YouTube aufgetaucht, die es hier zu sehen gibt: Sie zeigen einen Mann dabei, wie er im Rimac Nevera Vollgas gibt – und zwar auf einer ganz normalen Landstraße! Das Video scheint vom Beifahrersitz aufgenommen worden zu sein und die Kamera ist auf den Fahrer gerichtet. Der fährt schnell eine enge Küstenstraße in der Nähe von Dubrovnik in Kroatien entlang, mehrere Autos kommen ihm entgegen. Dann, in einem Moment ohne Gegenverkehr, beschleunigt der Fahrer den Rimac Nevera auf sage und schreibe 232 km/h! (Pininfarina Battista: So lief unsere Mitfahrt im „schnellsten italienischen Auto“)

Das Wageninnere eines Rimac Nevera. (Symbolbild)
Ein Testfahrer gibt mit seinem Rimac Nevera Vollgas auf einer Landstraße – das rächt sich jetzt. (Symbolbild) © Rimac

Der 41-jährige Fahrzeuglenker, der ein Käppi sowie eine Jacke trägt, die das Markenlogo von Rimac zeigen, fährt damit 142 km/h schneller als die dort geltende Geschwindigkeitsbegrenzung. Doch bevor der Vorfall größere Wellen schlagen kann, hat der CEO der E-Auto-Firma bereits eine öffentliche Entschuldigung herausgegeben. Darin erklärt der 33-Jährige, der als der europäische Elon Musk gehandelt wird, dass der Fahrer aus dem Video selbst die Polizei gerufen und sie über sein Fehlverhalten unterrichtet habe. (Mit Tempo 330 erwischt: Raser-Rowdy entpuppt sich als Formel-3-Star – seine Ausrede ist irre)

Rimac Nevera: Testfahrer 142 km/h zu schnell auf Landstraße – Video sorgt für Furore

„Unsere Haltung ist klar: Wir informieren alle Kunden, Gäste und Mitarbeiter über das Fahren auf öffentlichen Straßen und dass sie das Gesetz einhalten müssen.“ Die Polizei habe den Verkehrssünder bereits vernommen und er soll Rimac zufolge „genauso bestraft werden wie jeder andere in dieser Situation.“ Es drohen eine Geldstrafe zwischen 5.000 und 15.000 kroatischen Kuna (ca. 660 bis 1990 Euro) und ein einmonatiges Fahrverbot. Außerdem verspricht das Unternehmen, dass es „bei zukünftigen Fahrten aufmerksamer sein und seine Aufsichtspflicht ernster nehmen werde.“ (Rimac C_Two: Prototyp im Duell mit Porsche Taycan S – das Ergebnis überrascht)

Wie lokale Medien berichten, sei der peinliche Zwischenfall im Rahmen eines Events im Luxushotel „Sun Gardens Resort“ in Dubrovnik passiert, den Rimac organisiert hatte, um das E-Hypercar potenziellen Kunden vorzustellen.

Wir können uns auch nicht helfen, aber irgendwie erinnert uns das Ganze an JP Kraemers Raser-Fahrt im Porsche Taycan Turbo S mit 142 km/h innerorts vom letzten Jahr.

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