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Tesla-Fan besorgt sich Porsche Taycan – und lässt Frust raus: „Wie bei einem billigen Wagen“

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Von: Christian Schulz

YouTuber Ove Kröger ist Tesla-Fan – trotzdem gönnt er sich einen Porsche Taycan. In seiner Video-Kritik beklagt er zahlreiche Mängel. Bisher kennen wir das eher umgekehrt.

Reinfeld – Auch Nobelkarossen-Hersteller Porsche aus Zuffenhausen geht mit der Zeit und hat mittlerweile ein E-Auto im Sortiment. Der vollelektrische Porsche Taycan verkauft sich dabei glänzend – er ist derzeit das meistverkaufte Fahrzeug des Konzerns in Europa. Fakten die auch den Kfz-Sachverständigen und YouTuber Ove Kröger neugierig machen. Obwohl er selbst überzeugter Tesla-Fan ist, entschließt er sich daher dazu einen Porsche Taycan mit Heckantrieb anzuschaffen – und ihn ausgiebig zu testen. Dabei fallen dem Vielfahrer einige ärgerliche Mängel auf – die er in einer Video-Kritik vorführt. (Porsche Taycan Cross Turismo Turbo S im Test: Elektro-Sportkombi praktischer als die Limousine)

 YouTuber Ove Kröger testet den Porsche Taycan.

YouTuber Ove Kröger testet den Porsche Taycan. © Youtube Screenshot/Porsche AG

Tesla-Fan kauft sich Porsche Taycan – und ärgert sich anschließend: „Wie bei einem billigen Wagen“

Nach nur zwei Wochen hat Ove Kröger den Porsche Taycan schon über 4.000 Kilometer weit gefahren. Da bleiben natürlich auch Details nicht verborgen, die sonst nicht gleich als Mängel erkennbar sind. Letzten Endes muss sich der KfZ-Profi aus Reinfeld bei Lübeck ärgern – denn es sind gar so wenige fehlerhafte Dinge, die ihm übel aufstoßen. Und das bei einem solchen Edel-Boliden wie einem Porsche. Dabei legen doch gerade die Stuttgarter Autobauer auf Detailarbeit und Verarbeitung normalerweise enormen Wert. Ove Kröger ist erstaunt – und beklagt nachvollziehbarer Weise, dass dies bei einem Auto dieser Preiskategorie nicht vorkommen dürfe. (Neuer Audi RS e-tron GT: Überzeugender Tesla-Fighter fordert auch Porsche Taycan heraus)

Unter anderem stört sich der passionierte YouTuber daran, dass an eine Zierleiste etwas zu weit herausragt. Außerdem knackt im Fußraum der Beifahrerseite während der Fahrt der Boden merkwürdig. Ove Kröger hebt die Fußmatte und zeigt indem er auf den Boden drückt, dass unter der Verkleidung offenbar ein Blech nicht ordentlich montiert wurde. „Das muss gemacht werden“, stellt er fest. Dazu gibt die Beifahrertür ein lästiges Knistern von sich, wenn der Tesla-Fan mit dem Porsche Taycan unterwegs ist. Dies sei bei jeder Bodenwelle über die er fahre zu spüren, „wie bei so einem billigen, alten Wagen.“ Auch dies soll Porsche wieder richten. (Ladesäulen-Irrsinn: Pärchen im Porsche Taycan braucht neun Stunden für nur 210 Kilometer)

Ove Kröger sitzt in seinem neuen Porsche Taycan.

Tesla-Fahrer Ove Krüger testet den neuen Porsche Taycan. © Screenshot/Youtube/T&T Emobility, Ove Kröger

„Das ist Kleinkram, ich weiß. Aber Auto war teuer und muss funktionieren“, der YouTuber zu den gesammelten Mängeln. So richtig auf den Geist geht Ove Kröger aber noch nicht einmal das, sondern vielmehr die bewussten Designentscheidungen, die Porsche – wie auch bw24.de schreibt* – seiner Meinung nach falsch getroffen hat. (Porsche 911 GT3 (992) im Test: Der Motor ist so laut, dass man kein Soundsystem braucht)

Porsche Taycan: Tesla-Fan versteht Entscheidungen des Sportwagenherstellers nicht

Den Kfz-Sachverständigen stört zum Beispiel der sogenannte „Komfort-Schlüssel“, den er von Porsche für den Taycan erhalten hat. Der Vorzug der Funktionalität: Nähert sich der Fahrer seinem Fahrzeug, schließt der Sportwagen sofort auf – und ermöglicht dadurch zügiges Losfahren. Der Haken an der Sache: Beim Aussteigen funktioniert das nicht umgekehrt. Ein Fakt, den Ove Kröger bedauert und moniert. (Porsche Taycan Cross Turismo: Macht Variabilität den Elektro-Sportkombi zum Verkaufshit?)

Ein weiter Makel, den der Tesla-Fan in dem ausführlichen Videoclip auf seinem YouTube-Kanal „T&T Emobility, Ove Kröger“ behandelt, ist seiner Meinung nach die „Easy Entry“-Funktion des Porsche Taycan. Um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern, fährt der vollelektrische Porsche sein Lenkrad automatisch hoch – doch die zwei Zentimeter reichen Ove Kröger zufolge für größere oder beleibtere Menschen nicht aus. (Prototyp von Rimac C_Two im Duell gegen Porsche Taycan S – das Ergebnis verblüfft)

Zu guter Letzt bekommt auch Porsches Infotainment-System sein Fett weg. Dabei wird er allerdings sehr penibel: Ihm gefällt nicht, dass auf dem Bildschirm ein weißer Porsche Taycan abgebildet ist – er aber einen schwarzen mit ganz anderen Felgen besitzt: „Warum kann man den Avatar nicht so machen, wie das Auto ist? So ist es nämlich bei Tesla.“ Tja – die Anhänger von Tech-Milliardär Elon Musk und dem kalifornischen E-Auto-Hersteller sind eben nur schwer zu bekehren. *bw24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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