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Crash mit 190 km/h: Porsche Taycan auf irre Art komplett zerlegt – peinlicher geht es kaum

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Von: Christian Schulz

Ein silberner Porsche Taycan Turbo steht nach einem Unfall im Straßengraben. Auf dem Tacho werden 182 km/h angezeigt.
Im Straßengraben findet der Porsche Taycan Turbo ein trauriges Ende – zuvor nahm sein Fahrer im Kreisverkehr mit Tempo 190 den direkten Weg. © Screenshots YouTube (UZCARSBLOG)

Ein Porsche-Fahrer schafft es, seinen Taycan Turbo zu crashen – und das unfassbar peinlich. Erst jagt er das E-Auto auf 190 km/h hoch – dann zerlegt er es komplett.

Gaziantep – Es gibt solche und solche Crashs – aber dieser gehört wirklich in die Kategorie besonders überflüssiger Unfälle: In der türkischen Stadt Gaziantep hat ein Autofahrer tatsächlich den sprichwörtlichen Vogel abgeschossen und seinen silbernen Porsche Taycan Turbo nach allen Regeln der Kunst zerlegt. Der gut gelaunte und lauthals singende Fahrer war offensichtlich nicht in der Lage, die 680 Pferdestärken seines Elektro-Sportwagens zu beherrschen. Er crashte ihn auf selten dämliche und gefährliche Art und Weise – in einem Kreisverkehr.

Porsche Taycan Turbo: Peinlicher Crash bei Tempo 190, weil der Fahrer ...

Der Porsche Taycan ist das erste serienmäßige Elektrofahrzeug des Stuttgarter Sportwagenherstellers. Er wurde am 4. September 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt und wird mittlerweile in den drei Varianten Taycan 4S, Taycan Turbo und Taycan Turbo S ausgeliefert. Die in Deutschland ab 149.000 Euro erhältliche Edelkarosse gleitet normalerweise dank Dreikammer-Luftfederung gefühlvoll über die Straßen. Mit seiner direkten Lenkung und der gut dosierbaren Elektro-Power lässt er sich eigentlich ziemlich exakt steuern, auch Richtungsänderungen setzt er blitzartig um. Allerdings beschleunigt der Porsche Tycan Turbo in nur 10,6 Sekunden von null auf 200 km/h – für die Fahrkünste des türkischen Hobby-Rennfahrers offenbar zu viel. (Illegales Autorennen auf A66: Spezial-Einheit und „Aktenzeichen XY“ suchen Raser)

Besonders bitter: Das traurige Ende für den Elektro-Flitzer aus der Zuffenhausener Luxusschmiede wäre mehr als leicht vermeidbar gewesen. Dies beweist ein Video aus dem Innenraum des Porsche Taycan Turbo, das den peinlichen Hochgeschwindigkeits-Crash in voller Länge zeigt. Das grundsätzliche Szenario des Videos kennt man aus vielen ähnlichen Clips – mit weniger kostspieligem Ausgang. (Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä: Neue Details zum Autobahn-Crash)

Porsche Taycan Turbo: Mit Gebrüll quer über den Kreisverkehr

Ähnlich wie der Dortmunder Tuner Jean Pierre „JP“ Kraemer möchte der euphorisierte Fahrer seinem Mitfahrer die Vorzüge seines Luxusschlittens in Sachen PS und Drehmoment vorführen. Zu diesem Zweck beschleunigt er allerdings auf einer ganz normalen Straße wie ein Irrsinniger. Der Porsche Taycan Turbo schafft den Sprint von null auf 100 wie versprochen in megaschnellen 3,2 Sekunden – doch der Fahrer bleibt auf dem Gas. Vollkommen übermütig stößt er dabei Laute der Begeisterung aus – und rast auf einen Kreisverkehr zu. (JP Kraemer (142 km/h innerorts) gibt wieder Gummi – „Ich fahr hier alles Vollgas“)

Kurz vor dem Unfall zeigt das digitale Tachometer des Porsche Taycan Turbo 188 km/h. Der türkische Raser beschleunigt noch Sekundenbruchteile weiter – erst dann beginnt er, erschrocken zu bremsen. Das Ganze wird begleitet von einem Schrei des Entsetzens. Denn das überhastete Bremsmanöver kommt logischerweise viel zu spät. (Seltsamer roter Punkt auf Verkehrsschild: Wissen Sie, was er bedeutet?)

Porsche Taycan Turbo: Der Elektro-Sportwagen ist schrottreif

Der Porsche Taycan Turbo untersteuert, bricht aus – und pflügt quer über den Kreisverkehr und den angrenzenden Bürgersteig in den sandigen Straßengraben. Erst auf einem brachliegenden Gelände kommt er zum Stillstand. Das Ergebnis der Meisterleistung: Der teure Taycan Turbo ist im Eimer. (Lamborghini Huracán Spyder kracht in Leitplanke – der Schaden ist immens)

Die Frontschürze ist völlig hinüber, die Kotflügel sind zerdellt und auch der Kofferraumdeckel hat sich aufgestellt. Der Höhe von Kreisel und Bordstein sowie deren Zustand nach dem Crash nach zu urteilen, dürften auch Unterboden und Rahmen schwere Schäden abbekommen haben – und werden wohl kaum wirtschaftlich zu reparieren sein. Fazit: Diese Imponierfahrt war ein ebenso sinnloser wie teurer Spaß.

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