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Porsche knackt AMG-Rekord auf Nordschleife – so locker reagieren die Verlierer

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Von: Marcus Efler

Ein Porsche 911 GT2 RS bricht auf dem Nürburgring den Rekord von Mercedes-AMG. Doch die Schwaben reagieren ganz anders, als man vielleicht denken würde.

Affalterbach (Baden-Württemberg) – Was machen Autohersteller auf ihren Social-Media-Kanälen? Sie feiern sich, ihre Autos, zeigen neue Modelle und berichten, sofern sie dort engagiert sind, über Siege im Motorsport. So weit, so erwartbar. Jetzt haben es gleich zwei Konkurrenten, die mit harten Bandagen um die Gunst von Käufern und Öffentlichkeit ebenso wetteifern wie um den Erfolg auf der Rennstrecke, geschafft, sich feiern zu lassen. Für dasselbe Ereignis, bei dem eigentlich nur einer gewonnen und der andere verloren hat. Wie geht so etwas? (Koenigsegg will’s wissen: Hypercar Jesko soll 500 km/h schaffen)

Porsche knackt AMG-Rekord auf Nordschleife – so cool reagieren die Verlierer

Auf der einen Seite: AMG, die Sportmarke von Mercedes. Seit Herbst letzten Jahres hält ein Mercedes-AMG GT Black Series den Rundenrekord für straßenzugelassene Seriensportwagen auf der Nordschleife des Nürburgrings: 6 Minuten und 48,047 Sekunden für die 20,832 Kilometer der „Grünen Hölle“. Oder besser: Hielt den Rekord. Denn jetzt war ein anderes Auto schneller. Mercedes-AMG hat also verloren, nämlich seine Bestmarke. (Umstellung für AMG-Fans: Darum schlägt die Mercedes-Sportmarke leisere Töne an)

Porsche 911 GT2 RS bei Rekordfahrt auf dem Nürburgring
Schnellster auf der Nordschleife: der Porsche 911 GT2 RS © Porsche AG

Porsche knackt AMG-Rekord auf Nordschleife – fast fünf Sekunden schneller

Womit wir auf der anderen Seite wären, bei Rennfahrer Lars Kern: Der brauchte nur 6:43,300, um in einem Porsche 911 GT2 RS von Manthey Racing den berühmt-berüchtigten Kurs in der Eifel zu umrunden. Also 4,747 Sekunden weniger als die schwäbische Konkurrenz. Damit hält der 700 PS starke Sportwagen nun, offiziell und von einem Notar vor Ort beglaubigt, den prestigeträchtigen Rekord. Was kann man sich davon kaufen? Na ja, zumindest etwas verkaufen, wie etwa ebenjenen Porsche 911 GT2 RS als eines der schnellsten Serienautos der Welt. Es gibt zwar verschiedene Ansätze und Meinungen, wie man das Ganze misst, aber die wenigsten Sekunden auf der Nordschleife zu verbringen, das hat bei Autokennern in aller Welt verdammt viel Gewicht. (Porsche 911 Turbo Coupé: Kaum langsamer als S-Version – aber deutlich billiger)

Mercedes-AMG-Post auf Facebook
Faire Sache: Mercedes-AMG gratuliert Porsche – aber zeigt natürlich seine eigene Rekordfahrt im Bild. © Facebook (Mercedes-AMG)

Porsche knackt AMG-Rekord auf Nordschleife – ehrliche Gratulation auf Facebook

Und was tut Mercedes-AMG? Sitzt schmollend in der Loser-Ecke? Weit gefehlt: Die Affalterbacher gratulieren auf Facebook: „Faire Konkurrenz hat uns immer inspiriert“, posten sie in englischer Sprache: „Gratulation, Porsche“. Dazu die geschlossene Emoji-Faust: Digga! Damit zeigen sich die Schwaben als echte Racer und sammeln Tausende Likes ein. Einen klitzekleinen Seitenhieb können sie sich dann aber doch nicht verkneifen: Der Porsche habe ja ein spezielles Performance-Kit benötigt, um den AMG GT Black zu schlagen. Der, wie Porsche nun wiederum antworten könnte, allerdings auch 30 PS mehr hat.

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