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Nissan-Fahrer ärgert sich über Radfahrer-Gruppe – dann eskaliert es völlig

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Von: Jasmin Pospiech

Eine alltägliche Situation entwickelt sich für eine Gruppe Radfahrer zum Albtraum, als sie zur Zeilscheibe eines Autofahrers werden. Mit handfesten Folgen.

Swindon (England) – Dass sich Autofahrer und Radfahrer in vielen Ländern oft nicht ausstehen können, ist kein Geheimnis. Während Autofahrer genervt sind, dass diese die Fahrbahn blockieren oder sich teilweise nicht an die Regeln im Straßenverkehr halten wollen, empören sich Radfahrer über die Rücksichtslosigkeit der Autofahrer. Immer wieder kommt es dadurch zu Wortgefechten oder sogar Schlimmerem.

Nissan-Fahrer ärgert sich über Radfahrer-Gruppe – dann eskaliert es völlig

Erst kürzlich hat eine Bikerin in einer mexikanischen Stadt eine Protestaktion gestartet. Dabei ist die Dame mitsamt Fahrrad über ein Pkw gestiegen, der offenbar auf einem Radweg geparkt hat. Doch auch wenn alles im ersten Moment friedlich scheint, können harmlose Situationen schnell eskalieren, wie jetzt ein Vorfall aus England zeigt.

Dort fährt eine Rennrad-Gruppe in der Nähe der englischen Stadt Swindon auf einer Landstraße. Wie bei Gruppen üblich fahren die Radler in Paaren nebeneinander auf der Straße und nehmen dadurch für ein paar Meter einen kompletten Fahrstreifen ein. Doch genau das ist wohl dem Lenker eines schwarzen Nissan Juke ein Dorn im Auge. Die Frau eines Rennradfahrers, die vorausfährt, nimmt mit einer Kamera, die hinten an ihrem Bike befestigt ist, auf, was als Nächstes passiert. (Unbekannte malen Radweg auf Straße – damit hat Autofahrerin nicht gerechnet)

Ein Rennradfahrer wird aus dem offenen Autofenster mit Faustschlägen malträtiert
Schock-Moment: Rennradfahrer Ady Short wird aus dem offenen Autofenster mit Faustschlägen malträtiert. © YouTube (Ady Short)

Das Kompakt-SUV zieht an der Gruppe vorbei, doch nur wenige Augenblicke später holt sie den Nissan wieder ein. Offenbar ist der Fahrzeughalter auf Konfrontation aus und ruft den Radfahrern etwas zu, die versuchen, um ihn herumzufahren. Genau in diesem Moment beschleunigt der Nissan-Fahrer wieder und zeigt ihnen durch das offene Autofenster den blanken Mittelfinger. Anschließend beschimpft er einen Biker, der direkt neben ihm fährt.

Nissan-Fahrer ärgert sich über Radfahrer – Box-Angriff endet in blauem Auge

Es kommt zum Streit und als der Rennradfahrer, der der Ehemann der Videofilmerin ist, sich kurz am Seitenspiegel festhält, um die Balance zu halten, sieht der Autofahrer rot. Er fasst das offenbar als Affront auf und verpasst dem überraschten Radfahrer mehrere Faustschläge, währenddessen rammt der Nissan das Bike. (Fahrerflucht an Ampel: Aggro-Fahrer im VW Sharan macht Fahrrad platt)

Der Biker fällt mitsamt Rennrad zu Boden. Weil der Nissan-Fahrer während seines Wutausbruchs weiterfährt, stößt er schließlich sogar von hinten mit der Bikerin zusammen, die alles filmt. Die Kamera fällt zu Boden – und mit ihr die Radfahrerin, von der nur noch der Fuß zu sehen ist.

Der Radfahrer namens Ady Short, der vom Fahrzeuglenker attackiert worden ist, hat das Video anschließend auf seinem YouTube-Kanal gepostet. Gegenüber dem Online-Radmagazin „road.cc“ erinnert er sich: „Er ist uns für etwa 90 Sekunden gefolgt, hat uns dann überholt und hart abgebremst.“ (Sidney Hoffmann faltet Radfahrer zusammen: „Was soll der Sch...?“)

Nissan-Fahrer ärgert sich über Radfahrer – Polizei lässt ihn weiterfahren

Glücklicherweise sei er mit einem blauen Auge davongekommen, fügt Short hinzu, seine Frau habe allerdings ein paar Schnitte und Prellungen durch den Sturz abbekommen. Doch noch mehr regt ihn die Reaktion der Polizei auf. Demnach habe die Gruppe den Rüpel festgehalten und gewartet, bis die gerufene Polizei eintrifft.

Doch die lässt den Autofahrer unbescholten weiterfahren. Ein Pressesprecher: „Gemäß den Richtlinien der nationalen Polizei, wird eine Verwarnung an den identifizierten und geständigen Angreifer in Fällen von Übergriffen ohne Verletzungen als angemessen gesehen.“ Fühle sich Short allerdings ungerecht behandelt, könne er jederzeit eine Beschwerde bei der zuständigen Kommission einreichen, schließt der Sprecher. Na, zum Glück ist alles auf Kamera.

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