„Cooler Toaster“

Mini Vision Urbanaut: So verspottet das Netz die Studie der BMW-Tochter

Die Studie Mini Vision Urbanaut
+
Viel Kompaktvan, wenig Mini: Das Netz lacht sich über die Studie Vision Urbanaut schlapp.
  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
    schließen

Diesmal hat’s die BMW-Tochter Mini erwischt: Die Studie Vision Urbanaut soll eine Art rollendes Wohnzimmer für Großstädte sein – doch das Netz macht sich darüber lustig.

München – Die Social-Media-Abteilungen im BMW-Konzern machen derzeit einiges durch. Seit der Einführung der extrem umstrittenen Riesen-Niere im Hochformat („Hasenzahngrill“, „Biberzähne“) hagelt es bei jeder Vorstellung eines neuen Modells massive Kritik auf Plattformen wie Instagram und Twitter. Den heftigsten Shitstorm erlebten die Münchner bei der Präsentation der Boliden BMW M3 und BMW M4 (Neuer BMW M3: Design löst Shitstorm aus – „Was habt ihr getan?“). Mittlerweile hat sich der Hersteller offenbar zwangsweise damit abgefunden – und versucht, so gut es geht durch den sich immer wieder neu entfachenden Sturm der Entrüstung zu kommen. Bei der Enthüllung des BMW iX versuchten die Münchner, mit Humor und Selbstbewusstsein auf den Spott zu reagieren (BMW iX: Nächster Design-Shitstorm – doch so reagieren die Münchner). Doch leider hat es jetzt auch noch die Tochter Mini erwischt: Die nun vorgestellte Studie Mini Vision Urbanaut stößt auch unter Markenfans auf wenig Begeisterung. Im Netz machen sich viele über das rundliche Gefährt lustig.

Bei der Studie Mini Vision Urbanaut lässt sich die Frontscheibe öffnen – so soll Kontakt mit der Außenwelt entstehen.

Mini Vision Urbanaut: So lacht das Netz über die Studie der BMW-Tochter

Das Konzept Mini Vision Urbanaut soll eine Art rollendes Wohnzimmer für Großstädte sein. Von außen betrachtet erinnert das Fahrzeug an einen Kompaktvan. Um auf einer Länge von knapp viereinhalb Metern möglichst viel Innenraum bieten zu können, rückten die Räder in die äußeren Ecken. Angetrieben wird das Konzept rein elektrisch, genauere Angaben zu Motor, Leistung oder Reichweite macht Mini bisher nicht. (BMW M3 mit riesiger Niere: So würde sie ein Designer umstylen – „das ist erbärmlich!“)

Eine zentrale Schiebetür auf der rechten Fahrzeugseite ist der einzige Zugang. Statt auf Chrom und Leder setzt die Studie auf nachhaltige und zugleich lang haltbare Werkstoffe. Ungewöhnlich: die aufklappbare Frontscheibe. Der dadurch entstehende „Straßenbalkon“ soll nicht nur ein besseres Raumgefühl vermitteln, sondern auch die Interaktion mit der Außenwelt ermöglichen. So weit die Theorie. (Mini Countryman Hybrid: Lieferstopp, weil er in dieser Disziplin versagt)

Lediglich die Scheinwerfer der Studie Vision Urbanaut erinnern an des bekannte Mini-Design.

Mini Vision Urbanaut: „Meine Damen und Herren: der neue Toyota Previa!“

In den sozialen Medien wird das Konzept gnadenlos abgewatscht – wohl auch deshalb, weil das Design eigentlich kaum etwas mit Mini zu tun hat. Mal abgesehen von den Scheinwerfern. Dementsprechend fallen die Kommentare aus. „Ein Aprilscherz im November?“, hat beispielsweise jemand auf Twitter geschrieben. Einem anderen Nutzer ist vor allem die Form des Türgriffs ins Auge gestochen: „Mir gefällt die Weinflasche auf der Seite 🤣🤣🤣🤣.“ Vor allem auf Instagram machten sich viele User über den Mini Vision Urbanaut lustig:

  • „Ihr habt also einen Laib Brot entworfen?“
  • „Das sieht aus wie ein Monster, das gerade meinen Mini 🤪 verschlungen hat.“
  • „Cooler Toaster. Wo krieg ich so einen?“
  • „Wenn Autos in der Zukunft so aussehen, werde ich nicht mehr Auto fahren.“
  • „Das wäre ein nettes Auto für meine Sims 😜.“
  • „Meine Damen und Herren: der neue Toyota Previa!“
  • „Schrecklich! Schrecklich! Schrecklich! Wo ist Mini?!?“
  • „Warum?“
  • „Bitte ... nicht.“

Auch die aktuell umstrittene Riesen-Niere von BMW stieß schon in frühen Studien auf ein negatives Echo. BMW ließ sich davon aber nicht beirren und setzte das Design knallhart in der Serie um. Ob man nach dieser heftigen Reaktion auch bei der Tochter Mini so mutig sein wird, bleibt abzuwarten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare