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Mann setzt sich für Tesla-Autopilot ein – Retourkutsche folgt prompt

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Von: Jasmin Pospiech

Die Negativ-Schlagzeilen um Tesla und seinen Autopilot reißen nicht ab. Immer wieder passieren verheerende Unfälle. Und manche Anhänger von Elon Musk machen es nur noch schlimmer.

Palo Alto (USA) – Tesla und sein autonomes Fahrassistenzsystem, der Autopilot: Es scheint wie eine unendliche Geschichte an aneinandergereihten Negativ-Schlagzeilen. Seitdem die selbstfahrende Steuerung des Elektroautomobilherstellers vor einigen Jahren vorgestellt worden ist, hagelt es Kritik. Das System sei nicht ausgereift genug, heißt es von Kritikern und weise erhebliche Mängel auf. Doch diese Vorwürfe weisen nicht nur Tesla-Chef Elon Musk (49), sondern auch viele seiner Anhänger vehement zurück.

Mann verteidigt Tesla-Autopilot – Retourkutsche folgt prompt

Bestätigt werden diese Stimmen, so scheint es, durch die Unfälle, die in jüngster Vergangenheit passiert sind. Teilweise waren diese so verheerend, dass dabei Menschen auf tragische Weise ums Leben gekommen sind. Erst kürzlich hat sich solch ein Unfall in Texas zugetragen, bei dem zwei Männer nach einen Zusammenprall mit einem Baum verbrannt sind, als die Batterie in Brand geriet.

Doch bis dato steht die örtliche Polizei vor einem Rätsel: Denn keiner der beiden hat sich zum Zeitpunkt des Aufpralls am Steuer des Tesla Model 3 befunden, wie eine Untersuchung ergeben hat. Demnach vermuten die ermittelnden Beamten, dass wohl der Autopilot aktiviert war und der Fahrer infolgedessen seinen Platz verlassen hat und auf die Rückbank gestiegen ist. Auch ein Unfall, der sich erst vor wenigen Tagen ereignet hat, gießt weiter Öl ins Feuer.

In der Mitte: ein graues Tesla-3-Modell. Links oben: ein Tweet. (Symbolbild)
„Nicht rücksichtslos“ findet es ein Tesla-Fan, wenn der Fahrer seinen Platz verlässt, sobald der Autopilot aktiviert ist. (Symbolbild) © Tesla, Twitter (@WR4NYGov)

Dabei hat ein 35-jähriger Familienvater ebenfalls bei einem Crash auf einem Highway sein Leben gelassen. Der Tesla-Fan hatte zuvor immer wieder auf seinem persönlichen Instagram-Account Bilder aus dem Cockpit seines Wagens gepostet. Dabei ist zu sehen, wie er den Autopilot aktiviert und selbst seine Hände vom Lenkrad nimmt. Ein Tesla-Fan hat nun versucht, mit einer irren Aktion das ramponierte Image des Konzerns wieder aufzupolieren. Doch genau das Gegenteil war die Folge.

Mann verteidigt Tesla-Autopilot – Tesla-Experte klärt auf

Denn der Mann hat sich auf die Rückbank seines Tesla Models gesetzt, während der Autopilot aktiviert war, und so auf einer Autobahn für Angst und Schrecken gesorgt. Und auch ein neuer Tweet eines Tesla-Jüngers namens Warren R. sorgt eher für allgemeine Erheiterung bei Kritikern. Denn der US-Anwalt verteidigt den Mann von der Rückbank, indem er behauptet, dass dessen Verhalten „nicht rücksichtslos“ gewesen sei. Schließlich sei ein aktivierter „Autopilot viel sicherer als ein Mensch als Fahrer auf einer Autobahn. Sogar zehnmal sicherer“, schließt er seinen Tweet.

Doch das wird schnell von Tesla-Experte Alex Roy (49) in einem weiteren Tweet widerlegt, der antwortet: „FALSCH. Das IST rücksichtsloses Fahrverhalten. Du solltest NIEMALS auf dem Rücksitz eines Teslas sitzen, während der Autopilot aktiviert ist. Ein Autopilot bedeutet NICHT autonom oder selbstfahrend. DEINE Aufsicht wird die ganze Zeit über benötigt. Ansonsten könntest du dich oder andere töten.“ Und Roy muss es schließlich wissen, denn er ist bis dato der einzige Fahrer des Cannonball-Rennens in den USA, der mit einem Tesla sowie aktiviertem Autopilot einen Rekord aufgestellt hat.

Und damit hat er sogar recht, denn der E-Auto-Hersteller selbst teilt mit, dass einer Studie zufolge der Autopilot nur dann zehnmal sicherer ist als ein menschlicher Fahrer auf Highways, wenn Letzterer auch jeden Moment eingreifen bzw. ans Lenkrad fassen kann, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Damit unterstützt der Autopilot lediglich die Fahrsicherheit und -komfort. Und das genießt der Fahrer am besten vom Fahrersitz aus. Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

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