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Mann sieht vor sich Lieferwagen im Hochwasser treiben – fährt aber trotzdem rein

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Von: Jasmin Pospiech

Nach dem Jahrhundert-Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat es ganze Häuser und Autos weggeschwemmt. Doch das hat manche nicht daran gehindert, in die Fluten zu fahren.

Hagen (NRW) – Der heftige Dauerregen mit Überschwemmungen und Hochwasser hat Schneisen der Verwüstung vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hinterlassen. Die Wassermassen haben sich ihren Weg durch ganze Straßenzüge gebahnt und Häuser oder Autos mitgerissen. Auch die Stadt Hagen nahe Dortmund hat es schwer erwischt. Hilfskräfte sind rund um die Uhr damit beschäftigt, Wasser aus Häusern zu pumpen und Schlamm zu beseitigen.

Mann sieht vor sich Lieferwagen im Hochwasser treiben – und fährt trotzdem hinein

Angesichts der bedrohlichen Situation stellt sich die Frage, warum es trotzdem Mitbürger gab, die sich mit ihrem Auto in die gefährlichen Fluten gewagt haben. Dass man besser nicht durch überflutete Unterführungen fahren sollte, wissen anscheinend die meisten. Dass das allerdings auch für Straßen gilt, offenbar nicht. Dabei sollte man ab einer Wasserhöhe, die über die Radnabe reicht, sein Auto dringend abstellen.

So wie dieser Fahrer, der zudem seine „Wildwasserbahnfahrt im Auto“ mit einer Dashcam aufnimmt. Das Video dazu kursiert auf Twitter (hier zu sehen) und schlägt dort im wahrsten Sinne des Wortes hohe Wellen. (Mysteriös: Frau fährt mit BMW in Rhein – Polizei steht vor Rätsel)

Blick durch Windschutzscheibe: weißer Lieferwagen im Hochwasser
Der Fahrer eines Autos sieht vor sich einen weißen Lieferwagen in den Fluten. © Twitter (Erdkadse™)

Der Mann bahnt sich seinen Weg durch die Wassermassen und scheint ganz verwundert über die gefährliche Situation zu sein. Doch anstatt den Wagen irgendwo sicher abzustellen, fährt er weiter und freut sich über „voll die Action-Tour hier“.

Mann sieht vor sich Lieferwagen im Hochwasser treiben – Netz hat wenig Mitleid

Kurze Zeit später sieht er vor sich einen weißen Lieferwagen in den Fluten treiben und beschimpft diesen erst, weil er ihm im Weg ist und macht sich dann noch über den Fahrer lustig. Allerdings nur so lange, bis er selbst mit seinem eigenen Auto immer tiefer versinkt und es zu schwimmen beginnt. Am Ende muss er sich auch selbst eingestehen, dass er ebenfalls ein Problem hat: „Scheiße, jetzt habe ich richtig Scheiße gebaut“, wird dem Fahrer plötzlich klar.

Mit seiner Handykamera filmt er schließlich, wie das Wasser ins Auto eindringt und auf der Seite des Beifahrersitzes allmählich ansteigt. Doch von den Twitter-Usern kann er nur wenig Mitleid erwarten. Demnach schreibt einer: „Richtig gutes Leben, so ein Video aufzunehmen und auch noch anderen zu schicken.“ (Serien-Killer: Wasserschlag-Senke killt Motoren – auch Jaguar F-Pace fällt ihr zum Opfer (Video))

Ein weiterer fasst zusammen, was wohl viele denken: „Das Video zeigt auf, wo es in (Teilen) der Gesellschaft hakt. Umgangsformen (‚H…sohn‘). Beobachten und sich über andere lächerlich machen (‚der schwimmt schon‘). Aus den Beobachtungen keine Konsequenzen für das eigene Handeln zu ziehen und stur weiterfahren.“

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