Glück im Unglück

Mann will morgens sein Auto freikratzen – als er nach oben schaut, passiert es (mit Video)

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Ein Mann dachte sich nichts dabei, als er morgens die Windschutzscheibe seines Wagens von Schnee und Eis befreien wollte. Doch um ein Haar wäre es richtig böse ausgegangen.

Wladiwostok (Russland) – Diesen schicksalhaften Tag wird Alexander Ponomarenko-Zhuk so schnell wohl nicht vergessen: Heute wurde er im wahrsten Sinne des Wortes „wiedergeboren“, wie er in einem Video auf Instagram fröhlich erklärt. Dabei hält er ein Bier in der Hand und prostet in die Handykamera, um seinen „zweiten Geburtstag“ zu feiern.

Mann will Auto freikratzen – als er nach oben schaut, passiert es (mit Video)

Tapfer, wenn man bedenkt, was sich noch wenige Minuten zuvor für eine Tragödie hätte abspielen können. Die Überbleibsel davon sind im Video noch auf dem Hintergrund zu erkennen: ein völlig geschrotteter weißer Nissan X-Trail! Was war passiert? Dieses YouTube-Video gibt darüber Aufschluss:

Darin sieht man, wie Ponomarenko-Zhuk von Überwachungskameras auf einem Parkplatz in der Neybuta-Straße in Wladiwostok dabei gefilmt wird, wie er versucht, seinen Wagen von Eis und Schnee zu befreien. Anscheinend ist hier ganz im Osten Russlands bereits der Winter hereingebrochen. Vorbildlich – schließlich ist das eines der Dinge, die Autobesitzer unbedingt am eigenen Wagen machen müssen, um sicher durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

Dick eingepackt macht sich der Vater einer Tochter gerade daran, die Windschutzscheibe freizukratzen, als er plötzlich ein Geräusch von oben hört. Er schaut kurz hoch, erschrickt und läuft blitzschnell vom Auto weg.

Das war wohl auch die einzig richtige Reaktion, denn nur eine Sekunde später fällt eine riesige Betonplatte vom Himmel direkt auf den Nissan X-Trail. Die Platte ist offenbar so schwer, dass sie den Wagen mühelos zerschmettert. Hätte der 27-Jährige, der von Beruf Hochseefischer ist, nur eine Sekunde länger dort gestanden, wäre es auch um ihn geschehen gewesen. Was für ein Glück im Unglück! Diese Britin hatte es leider nicht, mit schwersten Verletzungen musste sie nach einem Unfall ins Krankenhaus gebracht werden.

Mann will Auto freikratzen und wird fast erschlagen: „Danke, Gott, dass niemand verletzt wurde“

Ein Mann, der anschließend auf dem Instagram-Video festhält, was in den Sekunden danach geschieht, stammelt nur noch: „Danke, Gott, dass niemand verletzt wurde.“ Aber immerhin: Obwohl der Wagen ein totales Wrack ist, funktioniert die Alarmanlage tadellos – sogar die Warnblinker gehen sofort an. (Frau von eigenem Auto eingesperrt – Audi sagt: „Hören wir zum ersten Mal“)

Doch nicht nur der Familienvater hatte unfassbares Glück, sondern auch seine Familie. Demnach sei er „glücklich“, berichtet Ponomarenko-Zhuk, dass seine fünfjährige Tochter nicht auf dem Rücksitz saß. Dass auch andere bei Kleinkindern und Autounfällen keinen Spaß verstehen, hat auch jetzt eine Werbekampagne von Audi gezeigt – die ebenfalls für Furore gesorgt hat.

Und auch seine 26-jährige Frau Darya war, kurz bevor das Unglück passierte, noch schnell wieder ins Haus gegangen, um heißes Wasser zu holen, um den dicken Eispanzer auf dem Wagen schneller zu schmelzen. Ein Augenzeuge berichtet zudem, dass die Betonplatte wohl aus dem neunten Stock gefallen sein muss, das entspräche einer Höhe von etwa 30 Metern. (Bestatter fahren mit toter Frau im Leichenwagen zu McDonald’s – „ekelerregend“)

Mann will Auto freikratzen und erlebt Schock-Moment – kein Einzelfall

Seit das Video auf den sozialen Netzwerken viral geht, ist der junge Mann in Wladiwostok über Nacht berühmt geworden, doch das bedeutet ihm nichts. Er meint: „Besser wäre es, mein Auto wäre noch ganz.“ (Horror-Unfall im Q7 – Familie unverletzt: „Werde den Audi-Ingenieur ...“)

Russische Medien berichten jetzt, dass das kein Einzelfall war. Angeblich soll eine weitere Betonplatte in derselben Straße von einem Haus gefallen sein und dabei einen Toyota Passo (Kleinwagen nur für den asiatischen Raum) zertrümmert haben. Nun sollen Untersuchungen zeigen, warum sich die Blöcke überhaupt lösen konnten. In einem weiteren Fall ist allerdings der Fahrer selbst schuld, das sein Sportflitzer am Ende nur noch ein Wrack war, wie tz.de berichtet.* *tz.de ist Teil des Ippen Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Instagram (honest_28)

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