Hassobjekt SUV

SUV von YouTuber attackiert: Reifen zerstochen, komplett mit Lack besprüht

YouTuber Jonah Plank und sein stark beschädigter Renault Koleos Initiale
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Der weiße Renault Koleos Initiale des Technik-YouTubers Jonah Plank (21) wurde im Leipziger Stadtteil Connewitz schwer beschädigt.
  • Christian Schulz
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Unbekannte haben in Leipzig das SUV des Technik-YouTubers Jonah Plank zum Ziel ihrer Attacke gemacht und schwer beschädigt. Die Täter beschmierten den weißen Renault Koleos Initiale und zerstachen die Reifen. Plank hat eine Vermutung, warum es gerade sein Auto traf.

Leipzig – Es scheint das Werk von militanten SUV-Gegnern gewesen zu sein: Unbekannte Täter haben sich in der Nacht im Leipziger Stadtteil Connewitz am Fahrzeug des YouTubers Jonah Plank zu schaffen gemacht. Und dabei gehörigen Schaden angerichtet: Die Reifen des Renault Koleos Initiale (140 kW/190 PS; Neupreis: ab 46.300 Euro) des 21-jährigen Technik-Influencers wurden zerstochen, der weiße Lack über die komplette Länge des Wagens mit schwarzer Farbe besprüht.

SUV von YouTuber attackiert: Mit Lack besprüht und Reifen zerstochen

Wie der YouTuber selbst in einem Video zu dem Vorfall mitteilte, habe er sein derart beschädigtes Diesel-SUV am Morgen in diesem Zustand entdeckt. Der Geländewagen war wie andere Fahrzeuge am Straßenrand der eigentlich eher ruhigen Auerbachstraße im Leipziger Süden geparkt. Laut Angaben der Polizei Leipzig habe sich die Beschädigung des Autos in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden der Nacht von Samstag auf Sonntag zugetragen. Eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung sei erstattet worden. (Sportwagen für 31.000 Dollar in China bestellt – doch geliefert wird ein echter Witz)

Der Hintergrund der Tat liegt der Polizeidirektion Leipzig zufolge bislang im Unklaren – YouTuber Jonah Plank hat aber eine Vermutung: Da er ursprünglich aus Brandenburg an der Havel stammt, glaubt er daran, dass unter anderem sein Nummernschild mit der Ortskennung BRB einer der Gründe gewesen sein könnte – ebenso wie das bullige und blitzblanke SUV. Beides in Kombination habe vielleicht den ein oder anderen in dem eher linksalternativen jedoch von steigenden Mieten und Gentrifizierung geprägten Leipziger Stadtviertel provoziert. (JP Kraemer zu schnell: 142 km/h – Staatsanwaltschaft gibt Hammer-Entscheidung bekannt)

SUV von YouTuber attackiert: Jonah Plank spekuliert über Hintergründe

„Weißer SUV plus Brandenburger Nummernschild – das waren, denke ich, Gründe dafür, dass jemand das Auto nicht so schön fand und es dann als Hassobjekt interpretiert hat“, spekuliert Plank, der auf YouTube rund 80.000 Follower hat. Gut möglich, dass er damit richtigliegt – und symbolisch der „neu zugezogene Fremde mit dem dicken Schlitten“ getroffen werden sollte. (Mann soll von Corona-Staatshilfen diesen Lamborghini gekauft haben)

Was die ganze Sache für den jungen Filmemacher, der sich vor allem Technikthemen und Fotografie widmet, besonders ärgerlich macht: Lang hätte er den Wagen ohnehin nicht mehr gefahren. Das einjährige Leasing des Renault Koleos Initiale stand unmittelbar vor dem Ende. In den kommenden Tagen habe Jonah Plank das SUV wieder abgeben wollen. Kurios dabei: Nur zwei Tage vor dem Farbanschlag auf sein Auto verkündete der YouTuber auf Twitter, dass er sich ein Elektro-Auto bestellt habe. Nun aber müsse er sich zunächst mit der Versicherung und allerlei lästigem Bürokratiekram herumschlagen. (Dieter Zetsche: Ausgerechnet ein BMW-Video machte den Ex-Daimler-Chef zur Legende)

SUV von YouTuber attackiert: Bewusst nach Connewitz gezogen

Es ist jedenfalls alles andere als ein angenehmer Willkommensgruß für den Influencer in seiner neuen Wahlheimat: Dabei ist Jonah Plank eigenen Aussagen zufolge erst vor einem knappen halben Jahr in eine Dreier-WG nach Leipzig-Connewitz gezogen – und das ganz bewusst. (JP Kraemer verurteilt BMW M3 Touring: „Was ich sagen muss ...“)

Er habe sich gezielt für das alternativ angehauchte Stadtviertel entschieden, bekundet der 21-Jährige in seinem Video: „Ich bin nach Connewitz gezogen, was ja ’ne sehr linke Gegend ist. Und ich bin da auch bewusst hingezogen. [...] Einfach ’ne Gegend, wo jeder so sein kann, wie er möchte. So hatte ich auf jeden Fall das Gefühl.“

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