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Schnee-Lambo getestet: Lamborghini Aventador mit Kettenantrieb? „Das tut mir im Herzen weh“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sebastian Oppenheimer

Der Lamborghini Aventador gehört in die exklusive Oberliga der Supersportwagen – doch wie schlägt er sich mit Kettentrieb im Schnee? Und warum nur wollte das jemand herausfinden?

Utah (USA) – Ein Lamborghini ist nichts fürs Gelände. Diese Aussage klingt angesichts des aktuellen Portfolios plausibel (na ja, der Urus ein bisschen) – ist aber nicht ganz richtig. Denn wer die Geschichte des italienischen Autobauers kennt, der weiß: Angefangen hat die Marke bei ihrer Gründung durch Ferruccio Lamborghini (76, † 1993) im Jahr 1948 als Hersteller von Traktoren. Erst Anfang der 1960er-Jahre startete Lamborghini mit dem Bau von Supersportwagen. Was viele ebenfalls nicht wissen: Es gab tatsächlich einen Lamborghini-Geländewagen – von 1986 bis 1993 bauten die Italiener den LM002, ein ziemlich martialisch aussehendes Offroad-Gefährt. Doch nun hat der YouTuber David „Heavy D“ Sparks (kennen wir auch von den „Diesel Brothers“ bei DMAX) einen extremen Umbau gewagt: Er hat einen Lamborghini Aventador auf Kettenantrieb umgerüstet – und damit einen Ausflug in den Tiefschnee von Utah gemacht. Ob das gut geht? (Ferrari Marke Eigenbau: Pärchen modelliert LaFerrari aus Schnee – im Maßstab 1:1)

Ein auf Kettenantrieb umgerüsteter Lamborghini Aventador

Ein YouTuber hat einen Lamborghini Aventador mit Kettenantrieb ausgestattet. © YouTube (HeavyDSparks)

Schnee-Lambo getestet: Lamborghini Aventador mit Kettenantrieb? „Das tut mir im Herzen weh“

Der Lamborghini Aventador kam 2011 als Nachfolger des Murciélago auf den Markt. Den V12-Boliden gibt es in verschiedenen Varianten, die zwischen 700 und 770 PS leisten. Der allradgetriebene Supersportwagen der Audi-Tochter sprintet in unter drei Sekunden auf Tempo 100 und rennt maximal 350 km/h. Neu kostet ein Aventador mindestens rund 330.000 Euro. Es liegt also nicht unbedingt nahe, so ein Geschoss auf Kettenantrieb umzubauen – das Lamborghini-SUV Urus wäre in diesem Fall wohl die logischere Wahl gewesen. Doch der YouTuber entschied sich für den Aventador, der mit dem Ketten zumindest skurril aussieht. Das Gefährt wirkt krude, weil sich es sich eigentlich designtechnisch extrem tief auf die Straße duckt, der Kettenantrieb aber die Bodenfreiheit enorm erhöht und damit das Konzept optisch ad absurdum führt. (Porsche 911 hätte auch gereicht: Ferrari-Besitzer bleibt nach Unfall auf Mietkosten für Lamborghini sitzen)

Ein auf Kettenantrieb umgerüsteter Lamborghini Aventador im Schnee

Der Lamborghini Aventador mit Kettenantrieb fährt sich schnell fest – außerdem überhitzt die Kupplung. © YouTube (HeavyDSparks)

YouTuber testet Lamborghini Aventador mit Kettenantrieb – immer wieder überhitzt die Kupplung

Aber wie schlägt sich nun der umgebaute Lambo? Eine Frage gleich zu Beginn des YouTube-Videos, das es hier zu sehen gibt, lässt nichts Gutes vermuten: „Und? Wie viele Kupplungen habt ihr dabei?“ Schon allein des Abladen vom Tieflader gestaltet sich schwierig, beinahe rutscht der Bolide von der Rampe. Und was das Fahren im Schnee angeht – hier kommt der italienische Exot sehr schnell an seine Grenzen. Ruckzuck fährt sich der Lambo im tiefen Schnee fest. Immer wieder überhitzt die Kupplung – deswegen muss der Supersportwagen abkühlen, damit das Getriebe nicht beschädigt wird. (Ford Fiesta crasht Lamborghini Aventador ins Heck und macht sich davon – so reagiert der Lambo-Fahrer)

Die meiste Zeit in dem Video wird der Lamborghini Avantador deshalb von einem ebenfalls mit Kettenantrieb ausgestatteten Jeep Gladiator gezogen. Als Schneemobil auf Ketten ist der italische Supersportwagen also ein Reinfall – was aber auch nicht sonderlich überraschend ist, schließlich ist das Fahrzeug für völlig andere Fahrsituationen konzipiert. Überraschend ist dagegen, dass die komplexe Technik des Lamborghini überhaupt mit dem Kettenantrieb funktioniert – zumindest kurzfristig. Die Reaktionen auf das YouTube-Video fallen also geteilt aus:

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