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Kia-Diebstahl als TikTok-Challenge – Sicherheitslücke macht’s möglich

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Fahrzeuge der Marken Kia und Hyundai werden in den USA aktuell vermehrt gestohlen – schuld ist eine Sicherheitslücke und eine Social-Media-Challenge.

Auch wenn die Technik immer weiter voranschreitet – vor Dieben ist man als Autobesitzer bis heute nicht wirklich gefeit. Nicht nur komplette Fahrzeuge werden gestohlen, teils werden Autos auch im Rekordtempo ausgeschlachtet – so wie kürzlich ein BMW 3er in Hilden. Besonders beliebt sind wegen der hohen Rohstoffpreise aktuell Katalysatoren. Kurioserweise soll gerade das Parken an dunklen Plätzen vor Langfingern schützen. In den USA verbreitet sich aktuell ein ziemlich irrer Trend: Eine Social-Media-Challenge ruft zum Klau von Kia und Hyundai-Fahrzeugen auf.

Kia-Diebstahl als Social-Media-Challenge – Sicherheitslücke macht’s möglich

Wie Polizeibehörden in den USA berichten, werden vermehrt Kia und Hyundai-Fahrzeuge gestohlen, wie beispielsweise ein Tweet einer Polizeistation in Florida zeigt. Grund dafür ist offenbar eine Schwachstelle einiger Fahrzeuggenerationen, die noch mit einem physischen Schlüsselloch ausgestattet sind. Mithilfe eines USB-Kabels, das man an einen bestimmten Stromkreis in der Lenksäule anschließt, lassen sich die koreanischen Wagen starten. Wagen mit Start-Stopp-Technik scheinen nicht betroffen zu sein.

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Kia-Diebstahl als Social-Media-Challenge – Hack-Anleitung im Internet zu finden

Wie genau der Hack funktioniert, hat sich inzwischen offenbar stark über die sozialen Medien verbreitet. Inzwischen gibt es sogar laut einem Polizei-Post auf Facebook eine Art Social-Media-Wettbewerb namens „Kia Boyz“, der quasi dazu aufruft, die bekannte Sicherheitslücke zu nutzen und die Fahrzeuge zu stehlen.

Kia-Diebstahl als Social-Media-Challenge – Polizei gibt Tipps zur Vorbeugung

Wie das Portal „Jalopnik“ berichtet, folgen vor allem Jugendliche dem Klau-Aufruf. Demnach liefern sich die Diebe mit den gestohlenen Fahrzeugen oft wilde Fahrmanöver, filmen sich dabei und stellen das Ganze wiederum ins Netz. Dass diese Fahrten eine große Gefahr darstellen, steht außer Frage. Schon seit Längerem gibt es in den USA auch einen Trend, ganze Straßen oder Kreuzungen mit Fahrzeugen zu blockieren und anschließend Donuts zu drehen.

Die Polizeistation von Hilliard im US-Bundesstaat Ohio gibt deshalb allen Kia- und Hyundai-Fahrern konkrete Tipps:

Gegenüber US-Medien erklärte Hyundai, man sei „besorgt“ über den Anstieg lokaler Autodiebstähle. „Die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Kunden und der Gemeinschaft ist und bleibt unsere oberste Priorität.“ Alle neuen Hyundai-Fahrzeuge würde über Wegfahrsperren verfügen. Eine konkrete Lösung für das Diebstahl-Problem bei den beiden koreanischen Marken scheint es indes noch nicht zu geben.

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