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JP Kraemer rast im Porsche Taycan durch Ort: „Wie zum Teufel ...?“

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Von: Jan Schmidt

Nach Veröffentlichung seines Raser-Videos gingen über zehn Anzeigen gegen den YouTuber Jean Pierre „JP“ Kraemer ein. Die Staatsanwaltschaft Siegen ermittelt bereits gegen JP. Die Reaktionen im Netz fallen verheerend aus.

Lennestadt – Bei einer Probefahrt mit einem Porsche Taycan Turbo S ist JP Kraemer übertrieben sportlich durch Lennestadt gefahren (JP Kraemer: Hilft dem YouTube-Star das Gezerre um den Bußgeldkatalog aus der Patsche?). Zwischenzeitlich hatte er eine Geschwindigkeit von 142 km/h auf dem Tacho. Mittlerweile wurden bei der Polizei mehr als zehn Anzeigen gestellt. Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Siegen gegen JP. Selbst dem Beifahrer fällt zu dieser Fahrweise nur ein: „Dir wird richtig schlecht“. (JP Kraemer: Muss er nach Vollgas-Fahrt für zwei Jahre in den Knast?) Auch ruhr24.de hat über die Raser-Fahrt berichtet.*

Im Netz hagelt es entsprechende Kommentare. Die meisten sind verheerend. tz.de hat ebenfalls über JPs Vollgas-Fahrt berichtet.*

Manniac stellt sich die Frage: „Welche beruflichen Aussichten hat man als Auto-YouTuber mit 1,9 Millionen Abonnenten, wenn man seinen Führerschein verliert, nachdem man in einem gesponserten Video mit 142 km/h durch eine Ortschaft gebrettert ist?“

Und der User „Die Weiden des jungen Lerthers“ schreibt: „Mit 142 km/h innerorts an Passanten und einer Straßeneinmündung vorbei und über einen Zebrastreifen (Sek. 15). Bei Sek. 18 schaut er nicht mal nach vorne und den ganzen Scheiß auch noch mit einer Gute-Laune-Spaß-Melodie unterlegt. Verantwortungslos trifft es nicht mal im Ansatz.“

Marius Raabe stellt fest: „Ich weiß nicht, wer dieser ‚JP Performance‘ ist. Unverantwortlich ist das Verhalten in jedem Fall. Und alle vernünftigen und entspannt Porsche-fahrenden werden dann wieder mit so was in einen Topf geworfen.“

Manuel W. schreibt: „Ich hab ja für vieles Verständnis und jedem passiert mal ein Fehler, aber wie zum Teufel kann man innerorts mit mehr als 140 km/h über einen Zebrastreifen fahren? Ich sehe die ganzen Spackos jeden Tag auf dem Parkplatz vor meinem Fitnessstudio Donuts drehen, die Motoren heulen lassen, Wheelies machen, driften. Das sind genau die, die sich durch so einen Scheiß noch bestätigt fühlen und irgendwann einer Mutter mit Kind reinfahren.“

Mtts meint: „Was würdest du sagen, wenn er mit 142 km/h innerorts ein Kind überfahren hätte? [...] 142 km/h innerorts ist so was von drüber, da hat er es nicht anders verdient. Das ist auch kein jeder macht mal Fehler.“ (JP Kraemer: Schon zwei Verfahren eingestellt – Sonderbehandlung für den Promi-Raser?)

Eziv Rautt macht sich Gedanken zur Rechtssprechung: „Wenn ich bei einem illegalen Rennen jemanden totfahre, werde ich als Mörder verurteilt. Sind dann 140 km/h innerorts, um meinen Kumpels mein neues Auto zu zeigen, nicht so was wie ein Mordversuch? Ich weiß, das ist hart überspitzt, aber die Rechtsprechung ist aktuell hart unterwegs und ich weiß ehrlich nicht, ob so krasse Aktionen bei einem Millionenpublikum nicht einfach zu noch schärferen Gesetzen führen, als es sie eh schon gibt.“

Huchu1000 zieht folgendes Fazit: „Wer mit 140 km/h innerorts über einen Zebrastreifen fährt, dem gehört der Führerschein abgenommen.“ Weitere entsetzte Kommentare gibt's auf ruhr24.de.*

Es bleibt spannend, wie das Ganze weitergeht. Die zuständige Staatsanwaltschaft Siegen ist bereits aktiv. Mal sehen, wie JP Performance versuchen wird, seinen Führerschein zu behalten. Ihm droht eine Anklage nach § 315d des Strafgesetzbuches. Für das Vergehen des „Allein-Rasers“ ist eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren möglich. *ruhr24.de und tz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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