YouTuber zeigt seine Exponate

Tuner-Ikone JP Kraemer enthüllt PACE-Museum in Dortmund – „Autos nicht anfassen“

JP Kraemer in seinem Automuseum vor einem Porsche-Le-Mans-Rennfahrzeug.
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JP Kraemer hat in einem Video erste Details zu seinem „PACE“-Automuseum verraten.
  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Tuning-Profi JP Kraemer verwandelt ein mehrgeschossiges Gebäude in Dortmund in das PACE-Automuseum. Nun verrät der 40-Jährige auch Details zu Eintrittspreisen und Exponaten.

Dortmund – Es ist eine weite Reise, die Jean Pierre „JP“ Kraemer hinter sich hat: Vom Porsche-Lehrling zur eigenen Tuning-Werkstatt und weiter zum TV- und YouTube-Star. Inzwischen hat der 40-Jährige seine eigene Modekollektion und führt zudem ein Fast-Food-Restaurant namens „Big Boost Burger“. Und jetzt hat der Tuner sein neuestes Mega-Projekt enthüllt: Ein Automobilmuseum namens „PACE“ (eine Abkürzung für „Performance and Car Education“) in einer ehemaligen Citroën/Nissan-Niederlassung am Westfalendamm in Dortmund. In einem Video verrät er nun Details – beispielsweise wie Tuning-Fans ihr Auto in seinem Museum ausstellen lassen können. Und er sagt auch, wieviel der Eintritt kosten wird. (Tuner JP Kraemer zeigt sein Dortmunder Automuseum – doch es gibt ein Riesen-Problem)

JP Kraemer und sein „PACE“-Automuseum: Dortmunder Tuner verrät erste Details

Gleich zu Beginn des Videos wird es emotional. JP Kraemer betritt sein Automuseum. Es sei ein toller Moment, ein Jahr Arbeit habe er darin investiert. Doch leider kann der Tuner das „PACE“-Museum nicht eröffnen – der Grund: die Corona-Pandemie. Wann es soweit sein wird, ist noch völlig unklar. „Dass jetzt Corona ist, ist natürlich absolut der Super-GAU und mega schlimm für uns“, so der 40-Jährige. „Jeder Mensch, der ein bisschen einen Taschenrechner bedienen kann, kann sich vorstellen, was das für eine unfassbare Investition ist, dieses Gebäude hier hinzustellen.“ (JP Kraemer: Auf 180 wegen Kalender – „Was denkst du, wer du bist, Alter“)

Dann schießen dem Tuner die Tränen in die Augen. Er erzählt, wie er als kleiner Junge an dem Gebäude vorbeigekommen sei. „Ich hatte früher nie Kohle. Und bin immer schwarz gefahren“, sagt ein weinender JP Kraemer und deutet nach draußen – vermutlich meint er mit dem Bus. „Ich bin hier vorbei und hab‘ immer auf das Gebäude geguckt und fand das so geil. Und jetzt stehst du hier und verwirklichst diese Idee.“ (JP Kraemer weint vor laufender Kamera: „Ich leide viel“)

JP Kraemer und sein „PACE“-Automuseum: Rundgang mit Tablet und Kopfhörern

Das Museums-Projekt sei ein enormer Kraftakt gewesen, denn die Bauarbeiten hätten erst im Mai 2020 beginnen können. Ein Kraftakt sei es auch gewesen, die Hersteller dazu zu bewegen, ihre extrem wertvollen Autos zur Verfügung zu stellen. Die Bandbreite der aktuellen Exponate ist groß: Unter anderem sind dort zu sehen: ein Opel Manta A, ein Formel -1-Renner von Nick Heidfeld (43), der Bimotor-Golf 2 vom Pikes-Peak-Bergrennen 1987, der Audi 90 quattro IMSA GTO sowie ein BMW Art Car: Ein vom Künstler Jeff Koons (65) gestalteter BMW M3 GT2 (2010). 

Weil JP Kraemer mit seinem Museum vor allem der Jugendlichen das Automobil näherbringen möchte, hat er sich für die Generation „Smartphone“ etwas besonderes ausgedacht. Wer will, kann sich für einen Museums-Rundgang ein Tablet mit Kopfhörern ausleihen – und darüber die Ausstellungsstücke erklären lassen. Natürlich übernimmt die Führung nicht irgend jemand sondern der Tuner persönlich: In Videos spricht er über die einzelnen Exponate. Zu jedem Auto gibt es eine Kurz- und eine Langversion. Sogar den Sound der Autos soll man sich anhören können. Auch Zeitzeugen, beispielsweise Rennfahrer kommen auf den Tablets zu Wort – etwa Timo Bernhard (39) der über den Porsche 919 spricht. JP Kraemer verrät in seinem YouTube-Video auch, wie er den Rennfahrer bezahlt hat: „Ein Leben lang Burger umsonst essen.“ (92-Jährige von Fahrbahn gerettet – Tuner JP Kraemer fassungslos: „Die hupen mich an!“)

Jean Pierre „JP“ Kraemer
BerufAutotuner, Gastronom, YouTuber, Museumsbetreiber
FirmenJP Performance, Big Boost Burger (beide in Dortmund)
Geburtstag12. September 1980 (Alter: 40)
GeburtsortPlettenberg (Nordrhein-Westfalen)
BuchIch bin Jean Pierre und angstgetrieben
FernsehsendungenDie PS-Profis – Mehr Power aus dem Pott, Turbo – Das Automagazin, 2 Profis für 4 Räder, JP Kraemer – Alles Auto
SchuleGesamtschule Gartenstadt

JP Kraemer und sein „PACE“-Automuseum: „Das Geld was ich verdient habe über die Jahre, steht hier“

Und weil der Tuner weiß, dass nicht jeder ein Video anschauen möchte, gibt es mit den Tablets eine weitere Option. Der Besucher kann sich von JP Kraemer Musik vorschlagen lassen und mit dieser Beschallung durch die Ausstellung schlendern und „träumen“, wie der 40-Jährige erklärt. „Das sind richtig gute Kopfhörer.“

Zwar spricht JP Kraemer nicht über die genaue Summe, die er in den Umbau des Gebäudes gesteckt hat – doch angeblich ist es fast sein ganzes Vermögen. „Das Geld was ich verdient habe über die Jahre, steht hier“, sagt der YouTube-Star. „Ich brauche nicht viel Geld.“ Und dann verrät er wie viel der Eintritt kosten wird: zehn Euro pro Person, mit Tablet und Kopfhörern 14 Euro. „Meiner Meinung nach ist das ultra-brutalo-fair für das, was du kriegst.“ (JP Kraemer mit bedrohlicher Andeutung: Feinde wollen ihm „das Leben schwer machen“)

JP Kraemer und sein „PACE“-Automuseum: „Autos nicht anfassen!“

Das Gebäude besteht aus mehreren Stockwerken, von denen JP Kraemer im Video drei präsentiert. Diese sind jeweils komplett anders gestaltet. So gibt es etwa eine „schwarze Etage“ und eine „weiße Etage“, die jeweils dem Namen entsprechend farblich gestaltet sind. Jedes Auto darin, steht auf einem 45 Zentimeter hohen Podest. Eine Eigenentwicklung wie der Tuner verrät: „Ich wollte nicht, dass die Autos auf dem Boden stehen.“ So solle der Respekt vor den Fahrzeugen erhöht werden. Berühren darf man die Exponate übrigens keinesfalls: „Autos nicht anfassen!“, mahnt der Tuner seine Zuschauer.

Im Erdgeschoss hat JP Kraemer einen Merchandise-Shop eingerichtet, in dem man unter anderem Poster, Caps und Hoodies kaufen kann. Außerdem gibt es das – Achtung Wortspiel – „Carffee“. Hier verkauft der YouTube-Star spezielle Zimtschnecken. Angeblich hat der Tuner zehn Monate an der Rezeptur getüftelt. „Ihr könnt die Zimtschnecken tunen – mit verschiedenen Toppings“, sagt der 40-Jährige.

JP Kraemer und sein „PACE“-Automuseum: Alle sechs Monate neue Exponate

Das besondere am „PACE“-Automuseum: Die Exponate wechseln durch. Alle sechs Monate sollen neue Autos in die Ausstellungsräume rollen, erklärt der Tuner. Und dann zeigt der 40-Jährige den Ausstellungsraum im Keller des Gebäudes – der bis auf ein Fahrzeug leer ist. Das hat seinen Grund: Hier sollen Autofans ihre eigenen Tuning-Autos ausstellen können. Und zwar per Abstimmung auf der Instagramseite des Museums: Mehrere Autos treten dort gegeneinander an, und wer die meisten Likes bekommt, darf ins Museum: zwischen vier Wochen und sechs Monaten können die Fahrzeuge dort gezeigt werden, das darf sich der Besitzer aussuchen.

Und weil sich die Besucher dem Namen des Museums entsprechend auch ein wenig bilden sollen, hat JP Kraemer einige Exponate angeschafft, die Autotechnik erklären – etwa einen Turbolader oder einen Bremskraftverstärker. Bei letzterem dürfen die Besucher auch mal selber ihre Kraft testen: „Dann wIrst du mal merken, was es bedeutet, zu bremsen ohne Bremskraftverstärker.“

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