Harte Kritik

JP Kraemer hat Ärger mit seinem McLaren 720s: „Das nervt mich zu Tode“

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Bei dem Gedanken an einen McLaren kriegen die meisten Autofans glänzende Augen. Doch nicht alles daran ist super – das demonstriert jetzt JP Kraemer an seinem eigenen 720s.

Dortmund – Kindheitstraum der meisten Autonarren: ein Supersportwagen mit viel PS. Vielleicht ein Lamborghini, ein Ferrari oder ein McLaren. YouTube-Star Jean Pierre „JP“ Kraemer (40) hat sich diesen Traum längst erfüllt. In seiner Garage parkt unter anderem auch ein schwarzer McLaren 720s. Neupreis: knapp 250.000 Euro. Nun hat der Dortmunder Tuner sein eigenes Auto kritisch beleuchtet – und klargestellt, dass auch so ein Bolide Schwachstellen haben kann. „Ich weiß, dass nicht viele so ein Auto kaufen werden, können, wollen“, sagt der 40-Jährige in einem YouTube-Video. „Aber trotzdem ist es doch ganz interessant, mal zu sehen, wie sch... so ein Auto auch sein kann.“ (JP Kraemer: Deprimiert wegen Corona – „Für uns ist der Schaden schon krass“)

JP Kraemer hat Probleme mit seinem McLaren 720s: „Das nervt mich zu Tode“

Zunächst betont JP Kraemer, dass der McLaren 720s auch tatsächlich ihm gehöre. „Ich kaufe die Autos bewusst, um mir auch eine Meinung geben zu können“, sagt der YouTuber. „Weil, wenn du diese Autos ständig gestellt bekommst, da haste ja nichts von.“ Da traue man sich ja nichts Schlechtes zu sagen, wenn beispielsweise McLaren einem so ein Auto hinstelle. Im Großen und Ganzen sei er mit dem McLaren 720s hochzufrieden. „Es ist ein sehr, sehr tolles Auto“, sagt der 40-Jährige. Er zählt viele Dinge auf, die ihn an dem sündhaft teuren Geschoss gefallen.

Unter anderem empfinde er das Auto „unnatürlich komfortabel“. Außerdem sei er begeistert davon, dass die Leute sehr positiv auf das den Supersportwagen reagierten. Im Gegensatz zu seinem Lamborghini Aventador. Mit dem Italo-Geschoss habe er sich zum Teil geschämt, wenn er die Tür geöffnet habe. Und auch die Musikanlage im McLaren sei um Klassen besser: „Im Aventador: Leg lieber das Handy aufs Armaturenbrett.“ Ein frecher Seitenhieb gegen den so stolzen italienischen Autobauer. (JP Kraemer: Sein erstes Geld verdiente er mit dubiosen Autoteilen)

JP Kraemer hat Probleme mit seinem McLaren 720s: „Das ist so ein bisschen Kraut und Rüben“

Doch dann zieht der Dortmunder Tuner auch gegen seinen britischen Supersportwagen ordentlich vom Leder. „Natürlich hat der McLaren seine Verarbeitungsprobleme“, sagt JP Kraemer, das sei ja auch bekannt. „Sachen sind nicht so genau, Sachen sind nicht so passend.“ Beispiel: die Nähte der Lederverkleidung des Armaturenbretts. „Das ist so ein bisschen Kraut und Rüben“, mäkelt der 40-Jährige. „Der Brite sagt da als Argument: ,Ja, aber das ist doch Handarbeit, das ist doch toll!‘ Ja, ist auch irgendwie cool, aber ob das wirklich so sein muss?“ Außerdem, erklärt der YouTube-Star, seien die Spaltmaße der Türen unterschiedlich. (JP Kraemer mit bedrohlicher Andeutung: Feinde wollen ihm „das Leben schwer machen“)

Der Hauptkritikpunkt von JP Kraemer an seinem McLaren 720s ist aber der Parksensor. „Der bimmelt immer, wenn ich langsam fahre“, sagt der Dortmunder Tuner. „Dann sieht der irgendwelche Gespenster, irgendwelche Sachen auf der Straße, die ihm im Weg stehen – da sind aber gar keine Sachen! Das nervt mich zu Tode!“ Unterhalb des Lenkrads gebe es einen Knopf, mit dem man den Warnton abschalten könne, erklärt der 40-Jährige. Er fahre manchmal schon mit dem Finger am Knopf im Anschlag, weil er darauf warte, dass der Sensor auslöse „Und dann drück ich halt drauf – wie so ’ne Art Videospiel.“ Das sei für diese Preisklasse von Auto aber nicht okay. (Nach DMAX-Sendung: Fans attackieren Sidney Hoffmann – JP Kraemer springt ihm zur Seite)

JP Kraemer hat Probleme mit seinem McLaren 720s: „Die kriegen das nicht unter Kontrolle“

Mit dem Problem sei er auch schon mehrmals in der McLaren-Werkstatt gewesen. Aber: „Die kriegen das nicht unter Kontrolle.“ Bereits ab dem ersten Tag habe das Auto das Bimmel-Problem gehabt. Inzwischen sei der Sensor „neu lackiert“ worden, wie JP Kraemer erklärt. Das Auto „bimmele“ trotzdem noch. „Wie viele Kilometer ich schon gefahren bin, zum Händler und zurück“, erzählt der Tuner genervt. So ein Auto habe ja auch einen gewissen Wert. „Du willst ja da nicht 30.000, 40.000 Kilometer draufballern.“ Dennoch verzeihe man dem McLaren fast alles. „Er ist halt dieser Brite und nicht dieses deutsche perfekte Ding.“ (JP Kraemer weist Fans wegen BMW M3 zurecht: „So ’ne freche Aussage!“)

Sein dritter Kritikpunkt, der allerdings etwas verwundert: „Der Wagen verbraucht etwas viel.“ Mit dem 4,0-Liter-V8-Biturbomotor komme man schwer auf unter zehn Liter. „Das Auto ist auch noch leicht, hat einen geringen cw-Wert. Du gibst dir so viel Mühe, wie du kannst. So langsam zu fahren, wie es geht. Hast ein 7-Gang-Getriebe, sehr, sehr niedrige Drehzahl“, erklärt JP Kraemer ein bisschen empört. „Und der Kollege schnurbelt sich immer noch zehn Liter rein. Oder elf. Und da fragt man sich ein bisschen: Wofür brauchst du die?“

Rubriklistenbild: © Instagram (jeanpierrekraemer/jp.performance)

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