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Joe Biden zeigt seine 67er Corvette Stingray – hat er Insiderwissen über eine E-Corvette?

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Von: Arne Roller

Sie ist eine amerikanische Ikone und macht sich daher gut als Wahlhelfer für einen US-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten: die Chevrolet Corvette. Joe Biden besitzt ein Modell von 1967.

Wilmington (Delaware) – Die Corvette von US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden war ein Hochzeitsgeschenk seines Vaters, der bei einem Chevrolet-Händler arbeitete. Schon während seiner Zeit als Vizepräsident beklagte sich Biden oft darüber, dass er seine geliebte „Vette“ aus Sicherheitsgründen nicht fahren durfte. In seinem neuen Kampagnen-Video, das auf seinem Twitter-Account und auf YouTube veröffentlicht wurde, tut er das aber: „Ich versuche, noch ein paar Meilen zu absolvieren, bevor der Secret Service mich stoppt“, scherzt der 77-Jährige.

Im Video zeigt Joe Biden sein grünes Corvette-Cabrio, das sich in einem hervorragenden Zustand befindet: „Ich liebe dieses Auto. Nur großartige Erinnerungen“, schwärmt er über seinen Kult-Sportwagen, der für ihn ein Stück amerikanischer Industriegeschichte darstellt. „Ich denke, wir können den Automarkt des 21. Jahrhundert wieder in den Griff bekommen, indem wir zu elektrischen Autos überwechseln“, ist seine politische Message. Und wie nebenbei lässt er einen Satz raus, der in der Autowelt vor allem in Amerika für Furore sorgt: „Übrigens, man hat mir gesagt, [...] dass sie eine elektrische Corvette bauen, die 200 Meilen pro Stunde [ca. 322 km/h; Anm. d. Red.] fahren kann.“ Verrät Joe Biden damit etwa Insiderwissen über eine E-Corvette, das ihm jemand von Chevrolet geflüstert hat?

Joe Biden zeigt seine 67er Corvette Stingray: Kommt die E-Corvette?

Es scheint durchaus möglich – sogar wahrscheinlich –, dass General Motors eine elektrische Corvette entwickelt. Schließlich haben auch die Amerikaner das erklärte Ziel, langfristig ein emissionsfreies Portfolio von Pkw, Lkw und SUV zu haben. Auf die Frage nach Bidens Aussage lehnte es aber ein GM-Sprecher gegenüber CNN ab, „sich auf Gerüchte und Spekulationen einzulassen.“ CNN will nur diese, durchaus nicht aussagekräftige Aussage von GM-Sprecher Kevin Kelly per E-Mail bekommen haben: „Wie Sie wissen, hat sich GM einer vollelektrischen Zukunft verschrieben, und wir sind gespannt, wohin uns das in die Zukunft führen wird.“

General Motors
SitzDetroit
Gründung1908
Vorstandsvorsitzende/CEOMary Barra
MarkenCadillac, Chevrolet, GMC, Holden
Verkaufte Fahrzeuge 20197,7 Millionen

Vielleicht meinte Joe Biden aber auch gar nicht GM: Möglicherweise hatte er einfach nur gehört, dass jemand an einer elektrischen Corvette arbeitet. Und das stimmt. Es gibt da nämlich eine Firma namens Genovation aus Rockville (Maryland), die seit einigen Jahren ein Elektroauto entwickelt, das auf den Corvettes der letzten Generation basiert. Die Genovation GXE ist eine Corvette der siebten Generation, die von zwei Elektromotoren befeuert wird, die zusammen 800 PS entwickeln. Laut den Angaben des Unternehmens ist sie tatsächlich über 300 km/h schnell. Das Unternehmen plant, 75 der Autos zu einem Preis von jeweils etwa 750.000 US-Dollar zuzüglich der Kosten für die Corvette, die als Basis dient, zu verkaufen.

Es könnte also auch sein, dass sich Joe Bidens Aussagen auf die Genovation GXE bezogen haben könnten. Und trotzdem: Eine E-Corvette aus dem Hause GM scheint in naher Zukunft absolut realistisch.

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