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JP Kraemer: Schon zwei Verfahren eingestellt – VIP-Behandlung für den Raser?

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Von: Arne Roller

Ein Video zeigt, wie YouTuber und Fernsehstar Jean Pierre „JP“ Kraemer mit Tempo 142 durch eine geschlossene Ortschaft brettert. Inzwischen läuft ein Verfahren. Was viele nicht wissen: JP Performance kam schon zweimal ungeschoren davon.

Dortmund – Wir müssen über JP Kraemer sprechen. Er ist in Deutschlands Autoszene und unter Auto-Enthusiasten eine Institution: seit Jahren aus dem Fernsehen bekannt, auf YouTube mit fast zwei Millionen Abonnenten äußerst erfolgreich und in der Tunigszene berühmt. Und es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass JPs Inhalte über Tuning und Krawallkisten besonders bei einem jungen Publikum gut ankommen. Daher hat er auch eine Vorbildfunktion. Wie wir berichteten, zeigt jetzt ein Video, wie Jean Pierre Kraemer mit 142 km/h durch Lennestadt heizt. Aufgrund dieser Geschwindigkeitsüberschreitung drohen ihm im schlimmsten Fall bis zu zwei Jahre Haft.

JP Kraemer: Follower fordern Statement und Konsequenzen

Wie ruhr24.de berichtet* empören sich Twitter-User zuhauf. So schreibt etwa „Hetz mich nicht“: „Wie kann man das nur verharmlosen? Nur weil es gutgegangen ist, ist es nicht weniger idiotisch. Er kann in den 2 sec bei der zurückgelegten Strecke auch nicht annähernd auf irgendeine Störung reagieren.“ Und viele Fans fordern von ein Statement von JP (JP Kraemer: Hilft dem YouTube-Star das Gezerre um den Bußgeldkatalog aus der Patsche?) zu dem Vorfall: „Immer noch kein Statement zur Raseraktion? Wird langsam mal Zeit“, findet User „noenoenoe“. „kralaslan_.1905“ schließt sich dieser Meinung an: „Bin mal gespannt, wann er sich dazu äußert. [...] Die Eier sollte man jetzt schon haben und dies nicht totschweigen.“

Auch gegenüber 24auto.de war Jean Pierre Kraemer zu keiner Stellungnahme bereit.

Jean-Pierre Kraemer
GeburtsortDortmund
Alter39
AusbildungGesamtschule / Automobilkaufmann (Porsche)
UnternehmenJP Performance
FernsehsendungenDie PS-Profis (seit 2009), GRIP - das Motormagazin (seit 2007)

JP Kraemer – der Wiederholungstäter: Donuts und 180 Sachen zu viel

Wie ruhr24.de berichtet*, haben User in einem Reddit-Forum jetzt weitere Videos des Autotuners geteilt, die zeigen: Der 39-Jährige ist ein Wiederholungstäter. Schon 2017 wurde er auf der B54 in Dortmund von der Polizei wegen erhöhter Geschwindigkeit angehalten – 180 km/h zu schnell! Vor Gericht kam JP fast ungeschoren davon. Wegen fragwürdiger Beweise wurde das Verfahren letztlich eingestellt und JP kam mit einer Geldstrafe von 30 Euro davon! Das Video des Vorfalls ist inzwischen blockiert:

Und schon im August 2015 hatte JP eine Anzeige der Hammer Polizei wegen „gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“ am Hals. Er hatte zuvor ein paar Donuts auf einem öffentlichen Kreisverkehr in den Asphalt gebrannt. Wie wa.de berichtet*, stellte die zuständige Dortmunder Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den 35-Jährigen gegen Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung ein. Zu den illegalen Drifts wollte sich JP gegenüber wa.de nicht äußern. Und auch das zugehörige Video ist inzwischen nicht mehr aufrufbar. Ganz ähnlich auch die aktuelle Situation: Zwar ist die Aufnahme der Irrsins-Fahrt durch Lennestadt auf Twitter weiterhin abrufbar, auf seinem eigenen YouTube-Kanal hat JP Kraemer sie aber deaktiviert. (JP Kraemer: Vollgas-Fahrt durch Ortschaft – und keiner sagt was).

JP Kraemer: Er hatte genug Chancen, Einsicht zu zeigen

Es geht hier nicht gegen JP als Person. Dennoch können 142 km/h innerorts nicht ernsthaft ungestraft bleiben. Ein Jean Pierre Kraemer wäre wahrscheinlich auch nicht in seiner Existenz gefährdet, wenn er seinen Führerschein mal für drei Monate abgeben müsste. Er kann ja nach wie vor an Autos arbeiten und Videos drehen. Zudem hat er auch Mitarbeiter, die für diese Zeit das (Probe-)Fahren übernehmen könnten.

Welche Message würde es senden, wenn JP erneut mit einer für ihn belanglosen kleinen Geldstrafe davonkommt? Erstens: Rasen ist irgendwie ok. Und zweitens: Mit Promi-Bonus wird’s nur eine Geldstrafe. Beides kann kaum gewollt sein. *ruhr24.de und wa.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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