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„Kristallkugel nicht griffbereit“: Münchener Polizei stellt Falschparkerin bloß

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Von: Jasmin Pospiech

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Der Mini einer jungen Frau wird abgeschleppt. Sie beschwert sich daraufhin via Twitter direkt bei der zuständigen Polizeibehörde. Die antwortet prompt – und dazu noch frech.

München – Die Polizei hat des Öfteren mit Autofahrern zu tun, die meinen, dass sie die Verkehrsregeln besser wüssten. Oder aber bei einer eigentlich harmlosen Situation schnell eine hitzigen Diskussion ausbrechen lassen. Auch viele Falschparker sehen häufig nicht ein, dass sie einen Fehler gemacht haben. Manch einer beschwert sich auch im Nachhinein – solch eine süffisante Antwort ist allerdings selten.

„Kristallkugel nicht griffbereit“: So macht sich die Polizei über eine Falschparkerin lustig

Eine junge Mini-Fahrerin aus München ist derart empört darüber, dass ihr Wagen abgeschleppt wurde, dass sie zum „Gegenangriff“ übergeht. Auf Twitter postet die Userin namens „Juli“ direkt an die Polizei der bayerischen Landeshauptstadt, um sich ihren Frust von der Seele zu schreiben. In ihrem Post fragt sie verärgert, ob Beamte kürzlich im Dreimühlenviertel unterwegs gewesen seien und dort ihren roten Mini abgeschleppt hätten. (Ein Münchner Falschparker hat sich in Garmisch-Partenkirchen den Zorn von Anwohnern zugezogen – eine wütende Notiz ist die Folge)

Polizeiwagen mit Blaulicht. (Symbolbild)
Eine Polizeistreife entdeckt im Münchner Dreimühlenviertel einen Mini und lässt ihn abschleppen. (Symbolbild) © Roland Weihrauch/dpa

Schnell merkt man bereits als Leser, dass die junge Frau das bitter ironisch meint. Schließlich fügt sie am Ende noch eine Frage hinzu: „Warum ruft oder klingelt ihr nicht und fragt vielleicht erst, ob man des Auto nicht wegfahren kann? Wenn die Fahrer des Auto 10 Meter weiter wohnen?“ (Brutalo-Crash: BMW M2 endet als Totalschaden – „Ich würde mal sagen, die Litfaßsäule hat gewonnen“)

„Kristallkugel nicht griffbereit“: Social-Media-Team der Münchner Polizei wehrt sich

Doch das will die Polizei nicht auf sich sitzen lassen – und reagiert mit Süffisanz. Die Beamten kontern ihrerseits mit den Worten: „Sie meinen den roten Mini, der vor einer Ausfahrt stand und beim Entladen von Containern behindert hat?“ Zudem führen die Social-Media-Beamten weiter aus, dass entgegen der Behauptung der Mini-Besitzerin der Wagen nicht zehn Meter entfernt vom Wohnsitz gefunden worden sei: „die Entfernung zur Halteranschrift betrug 17,4km.“ (SUV-Fahrerin im Mercedes regt sich über Falschparker auf – und kassiert selbst heftigen Shitstorm)

Zudem sei keine entsprechende Telefonnummer im System hinterlegt gewesen, unter der die Beamten hätten Bescheid geben können. Zum Schluss schießen die Polizisten noch frech zurück: „Eine Kristallkugel war ebenfalls nicht griffbereit.“ (Für Schmunzeln sorgt dagegen dieser Aushang eines Porsche-Fahrers, der vergessen hat, wo er seinen Cayenne geparkt hat)

„Kristallkugel nicht griffbereit“: Falschparkerin wird von Antwort überrumpelt

Angesichts der unerwarteten Schlagfertigkeit der Social-Media-Profis, die für die positive Außendarstellung der Polizei zuständig sind, kann sich sogar die überrumpelte Besitzerin des Mini ein gequältes Lachen nicht verkneifen – und reagiert ihrerseits erneut: „Ich bin zwar immer noch genervt, aber der Satz mit der Kristallkugel ist ganz geil.“ Dennoch stellt sie klar: „Aber ganz in der Einfahrt stand er nicht.“ Und schließt: „Naja egal, kann man nichts machen.“

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