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Fahrer von Abschleppwagen bekommt Ticket auf Busspur – dabei will er nur helfen

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Von: Jasmin Pospiech

Ein Abschleppwagen-Fahrer versteht die Welt nicht mehr: Er bekommt ein Bußgeld, weil er auf einer Busspur hält. Das ist verboten. Doch er will nur helfen.

Kingston Upon Hull (England) – Als Abschleppwagen-Fahrer hat man’s nicht leicht: Oft ist man der Buhmann, muss sich mit widerspenstigen Autobesitzern, die falsch parken, es aber nicht einsehen wollen, rumschlagen. Zudem ist das eigene Fahrzeug groß und sperrig, was es im Straßenverkehr schwer macht, es so abzustellen, dass es nicht im Weg umgeht. Doch am Ende erlebt so mancher Abschleppwagen-Fahrer eine böse Überraschung.

Fahrer von Abschleppwagen bekommt Knöllchen auf Busspur – dabei wollte er nur helfen

So geschehen auch kürzlich in der englischen Stadt Kingston Upon Hull, kurz Hull. Dort habe ein Mann seinen Abschleppwagen auf einer Busspur abstellen müssen, wie er selbst sagt. Am Ende erhält er allerdings von der Stadt ein saftiges Knöllchen und soll jetzt 70 Euro Strafe zahlen. Doch Paul Stevenson, der ein selbstständiges Abschlepp-Unternehmen names „Plantmove Hull Limited“ führt, wehrt sich mit Händen und Füßen. (Lamborghini Aventador SV einkassiert – weil der Besitzer das Bezahlen vergisst)

Der Abschleppwagen von Paul Stevenson
Paul Stevenson hat seinen Abschleppwagen auf einer Busspur geparkt, um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen. © Facebook (Paul Stevenson)

Stattdessen kämpft er dagegen und hat nicht nur der lokalen Tageszeitung „Hull Live“ ein Interview gegeben, sondern sich auch auf seinem persönlichen Facebook-Account darüber ausgelassen. Zudem kündigt er darin an, dagegen vorgehen zu wollen und berichtet aus seiner Sicht, was passiert ist. Demnach schreibt er, dass er kürzlich morgens unterwegs war.

Fahrer von Abschleppwagen bekommt Knöllchen auf Busspur – doch er sieht es nicht ein

Vor ihm soll ein Lkw liegengeblieben sein – mit eingeschaltetem Warnblinker. Um andere Verkehrsteilnehmer zu warnen, wie er sagt, stellt sich Stevenson mit seinem 18 Meter langen Abschleppwagen dahinter auf eine Busspur. Doch dabei wurde Stevenson von einer Überwachungskamera gefilmt. Und das Hull City Council besteht darauf, dass er die Strafe zahlt, da es verboten ist, Busspuren zu blockieren. (Polizei schleppt E-Scooter ab – und wird ausgelacht: „Hätte locker in Kofferraum gepasst“)

Doch Stevenson will weiter kämpfen und erklärt: „Es hätte einen Unfall gegeben, wenn ich nicht rangefahren wäre.“ Unterstützung erhält Stevenson von seinen Facebook-Followern, die ihn dazu ermutigen, weiter gegen das Bußgeld vorzugehen. (Polizist frisiert Verkehrsschild, um Ticket zu schreiben: „Neuer Sheriff in der Stadt“)

Das Hull City Council hält dagegen, dass es bereits seit Juli 2020 verboten sei, von morgens ab sieben Uhr bis abends um 18:30 Uhr auf Busfahrspuren zu fahren – mit der Begründung, dass sich Radfahrer dadurch sicherer auf den Straßen fühlten.

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