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Video: Furioser Abschied von Dragster-Fahrerin – So spektakulär wurde ihre Asche verstreut

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Von: Sebastian Oppenheimer

Das Heck eines Dragsters, qualmende Reifen und einen Video-Ausschnitt mit den Bremsfallschirmen.
Ungewöhnlicher Abschied: In den USA wurde die Asche einer Dragster-Fahrerin auf eine ganz besondere Art verstreut. © dpa / Cj Gunther / YouTube (1320video)

Auf Trauerfeiern geht es in der Regel leise zu – nicht so bei dieser. Familie und Freunde einer verstorbenen Dragster-Rennfahrerin haben sich auf eine ganz besondere Art von ihr verabschiedet.

Great Bend – Dragster-Rennen sind eigentlich etwas für die ganz harten Jungs. Die Autos – oft mit weit über 1.000 PS Leistung ausgestattet – sind nur auf eines ausgelegt: brachiale Beschleunigung. Dagegen wirkt so mancher Standard-Sportwagen fast schon lahm. Doch auf YouTube ist nun ein sehr emotionales Video aufgetaucht, in dem sich Vater und Sohn auf eine ganz besondere Art von der verstorbenen Frau verabschieden (Bekannter GTA-Spieler stirbt mit 30: So außergewöhnlich ehrt ihn die Community). Die Asche der Frau mit Namen Daphne wird auf dem Dragsstrip in Great Bend (Kansas) verstreut – und zwar auf eine mehr als ungewöhnliche Art: ihre Überreste sind im Bremsfallschirm eines Camaro-Boliden deponiert. Doch in dem Video (Video: Seltener Bugatti Divo ballert über den Nürburgring – und das ist der Grund) gibt es noch mehr Überraschungen.

Woran genau Daphne starb, verrät das YouTube-Video von 1320video nicht. Dafür erfährt man den Grund für den mehr als ungewöhnlichen Abschied von der Frau: Auch Daphne fuhr Dragster-Rennen. Doch damit nicht genug: Genau auf der Strecke, auf der ihre Asche verstreut wird (in Great Bend) ist sie ihr letztes Rennen gefahren – und zugleich ihr schnellstes. In einem Videoschnipsel sieht man die Frau mit den kurzgeschorenen Haaren in ihrem Boliden, wie sie sich über ihre Bestzeit freut. „Eine tolle Zeit“, erzählt der Kameramann (Wo ist der Tankdeckel? YouTube-Video zeigt Irrfahrt einer Frau – so lange dauert sie).

In genau jenem Auto mit dem sie damals ihre Rekordzeit fuhr – ein Kombi älteren Baujahres – sitzt in dem Video Chad, ihr Ehemann. Von dort aus beobachtet er, wie sein Kumpel Tom – er steuert einen aufgemotzten weißen Chevy Camaro – ein Beschleunigungs-Rennen fährt und am Ende der Piste bei einer Geschwindigkeit von rund 200 Meilen pro Stunde den Bremsfallschirm mit der Asche von Daphne öffnet, die in alle Winde verstreut wird. „Ich werde nicht lügen: Ich werde wie in Baby heulen, wenn ich am Ende dieser Rennstrecke ankomme“, sagt Chad zu Beginn der Aktion.

Als alles vorbei ist, applaudiert das Publikum. „Das war genial“, sagte der Kameramann. „Daphne wird nun für immer hier sein.“ Die Kamera zeigt den Sohn von Chad und Daphne, den die spektakuläre Abschieds-Aktion offenbar ziemlich mitnimmt. Der junge Mann mit der Baseball-Mütze und der Sonnenbrille wischt sich die Tränen aus dem Gesicht.

Hier ist das YouTube-Video mit der furiosen Abschieds-Szene:

Doch es kommt noch besser: Tom, der das Rennen mit der Asche von Daphne gefahren ist, hat auf dieser Fahrt einen persönlichen Rekord auf der Viertelmeile aufgestellt: 200.8 Meilen. Noch nie zuvor sei er so schnell gefahren. „Seit ich 16 bin habe ich das versucht ... und jetzt bin ich 67“, sagt Tom (Tesla Roadster: Dank Raketenantrieb in unter 1,9 Sekunden von null auf 60 Meilen!).

Auch die Zuschauer bewegt das YouTube-Video: „Chad ist so ein cooler Typ“, schreibt ein Nutzer in den Kommentaren. „Ich bin in Tränen ausgebrochen, als sie ihre Asche am Ende der Strecke verstreut haben.“

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