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Designer Philipp Plein soll 300.000 Euro an Ferrari zahlen – wegen „geschmackloser“ Fotos

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Von: Sebastian Oppenheimer

Designer Philipp Plein (42) liegt im Clinch mit Ferrari – wegen „geschmackloser“ Werbefotos fordert der italienische Autohersteller Schadenersatz. Der Münchner würde auch zahlen, aber nicht an Ferrari.

München/Maranello – Die eher protzige Mode des Münchner Designers Philipp Plein ist nicht jedermanns Geschmack. Vor allem aber offensichtlich nicht der des italienischen Sportwagenbauers Ferrari. Schon seit Längerem streitet der Autohersteller bereits mit dem 42-Jährigen vor Gericht. Der Grund: Auf Fotos hatte er mit seinem privaten metallicgrünen Ferrari 812 Superfast für seine Produkte – in diesem Fall Sneaker – geworben. Das passte den Italienern allerdings gar nicht. Sie leiteten rechtliche Schritte ein. Ferrari-Anwälte fanden die Bilder „geschmacklos“. Ein italienisches Gericht hat den Designer nun zu einer Schadenersatz-Zahlung verdonnert – 300.000 Euro soll er an Ferrari überweisen. Doch Philipp Plein denkt gar nicht daran, klein beizugeben. In einem Instagram-Post poltert er nun heftig in Richtung des italienischen Sportwagenbauers.

Designer Philipp Plein soll Ferrari 300.000 Euro zahlen – wegen „geschmackloser“ Fotos

Auf seinem Instagram-Account hat Designer ein Foto von sich und seinem Ferrari 812 Superfast gepostet, dazu schreibt er: „Dies ist keineswegs ein endgültiger Sieg von Ferrari!“ Er und seine Anwälte hätten den Gerichtsbeschluss angefochten. „Ich werde weiter für meine Rechte kämpfen“, schreibt der gebürtige Münchner Philipp Plein, dessen Firmensitz sich in Lugano in der Schweiz befindet. Die nächste Anhörung finde im Frühjahr 2021 statt. Offenbar sieht der Designer die nun geforderte Summe von 300.000 Euro schon als Erfolg: „Gleichzeitig möchte ich daran erinnern, dass Ferrari anfangs Schadenersatz in Höhe von insgesamt zwei Millionen Euro gefordert hat.“ („Ferrari-Opa“: Darum fährt ein 80-Jähriger seinen F40 so oft es geht)

Er sei im Übrigen trotz des Zoffs immer noch Fan der Marke. „Ich habe in den letzten Jahren fünf nagelneue Ferraris gekauft. Drei für mich, einen für meine Mutter und erst kürzlich einen weiteren für meinen Vater“, schreibt Philipp Plein. „Es ist sehr amüsant für mich zu sehen, wie das derzeitige Management von Ferrari seit mehr als drei Jahren weiterhin versucht, seine Ziele zu erreichen – bis jetzt ohne Erfolg!“ (Ferrari 488 Pista Spider fängt Feuer: Hier brennt ein Einfamilienhaus ab)

Designer Philipp Plein: Verbaler Tiefschlag gegen Ferrari per Instagram-Post

Sein Vorschlag in Richtung des italienischen Sportwagenbauers: Er möchte die geforderte Summe einer Wohltätigkeitsorganisation spenden. „Es gibt so viele Menschen in Not ... Ich bin bereit, die neueste Entscheidung zu akzeptieren und werde keinen Einspruch dagegen einlegen, wenn beide Parteien zustimmen würden, den Betrag für einen guten Zweck zu spenden!“, schreibt Philipp Plein. „Ich habe Ferrari bereits vor ein paar Monaten angeboten, das Geld an den George Floyd Trust zu spenden, aber sie haben nicht zugestimmt (ich habe auf jeden Fall ohne Ferraris Zustimmung gespendet und ich werde auch weiterhin Geld an Menschen in Not spenden!).“ (Ex-Ferrari-Manager soll bei Zuteilung dieses streng limitierten Boliden getrickst haben)

Zum Schluss seines Textes schlägt der Münchner Designer allerdings verbal noch einmal richtig zu: „PS: Vielleicht sollte Ihr Management die gleiche Energie aufwenden, um wieder in der Formel 1 zu gewinnen! Sie verbrennen das ganze Geld umsonst!“ Dahinter hat Philipp Plein einen Tränen lachenden Smiley gesetzt. Eher unwahrscheinlich, dass die Italiener sich nach diesem Instagram-Post seinem Vorschlag anschließen.

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