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BMW M4: Designer kritisiert Optik – die Niere ist nicht mal das Problem

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Von: Jan Schmidt

Bildmontage aus einem BMW M4 (rechts) und dem Vergleich aus dem Original und der verbesserten Variante (links)
Dem Auto-Fan und Designer „The Sketch Monkey“ missfällt am neuen BMW M4 vor allem die Seitenlinie. © BMW/YouTube (TheSketchMonkey)

Der Automobil-Designer und YouTuber Marouane Bembli alias „The Sketch Monkey“ kritisiert die Optik des neuen BMW M4. Dabei ist die protzige Hochkant-Niere nicht mal das Problem.

Sarasota (Florida) – Der Designer und YouTubers Marouane Bembli alias „The Sketch Monkey“ veröffentlicht regelmäßig Videos auf YouTube, in denen er neu auf den Markt kommende Automodelle akribisch analysiert. Sein Augenmerk gilt dabei vor allem dem Design. Nun hat sich der US-Amerikaner den neuen BMW M4 vorgenommen. (JP Kraemer testet neuen BMW M3 – „Da wurde das Sams gehäutet ...“)

Das neue Frontdesign mit der großformatigen Doppelniere als Kühlergrill hält er für sehr mutig. Problematisch sei daran jedoch, dass das Design der restlichen Karosserie nicht wirklich zur imposanten Optik der Front passt. Der Kühlergrill sei ein echtes Statement der Designer, allerdings scheine es so, als habe sie beim Modellieren des restlichen Autos der Mut verlassen. Außerdem fehle die BMW-typische Formgebung im Bereich der C-Säule – der sogenannte Hofmeister-Knick. Der BMW-Designer Wilhelm Hofmeister hatte dieses Stilelement erstmals in den frühen 1960er-Jahren in die Serienfertigung eingebracht. Während der neue M3 dieses Element besitze, fehlt es beim neuen M4. Dadurch werde das Design der Flanken austauschbar. Bembli sieht hier Ähnlichkeiten zum aktuellen C-Klasse Coupé von Mercedes-Benz oder auch zum Ford Mustang. (BMW 4er: Vernichtende Reaktionen auf neue Niere – „es ist eine Schande“)

BMW M4: Designer erklärt Schwächen – die Niere ist nicht mal das Problem

Was dem M4 aber aus seiner Sicht vor allem fehlt, ist eine durchgängige Schulterlinie. Diese ist scheinbar unnötig im Bereich der Türen unterbrochen. An der Front starte zwar eine Seitenlinie, die aber auf Höhe der Tür im Nichts auslaufe. Die Tür selbst habe eine Lichtlinie, die viel zu tief ansetze und sich dann sinnlos in der hinteren Seitenwand verliere. Im Gegensatz zum normalen 4er Coupé lobt der Designer, dass der hintere Radkasten konturiert wurde. Allerdings fehle den Flanken eine durchgehende Seitenlinie, wie sie beispielsweise der neue M3 bieten würde. Daher geht Bembli auch davon aus, dass sich der neue M3 besser verkaufen wird als der neue M4. (Neuer BMW M3: Design löst Shitstorm aus – „Was habt ihr getan?“)

Doch Marouane Bembli diskutiert nicht nur das Design, er macht auch Verbesserungsvorschläge: So modelliert er mit Hilfe von Photoshop diejenigen Elemente um, die ihn besonders stören. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Er beschneidet die Doppelniere am unteren Rand, verändert den Form der Scheinwerfer und zieht über die komplette Flanke eine ansehnliche Seitenlinie. Warum ist BMW da nicht selbst auf die Idee gekommen? (BMW M3 und M4: Weiterhin ohne Hybrid-Technik, dafür erstmals auch mit diesem Antrieb)

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