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BMW iX: Nächster Design-Shitstorm – doch so reagieren die Münchner

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Von: Sebastian Oppenheimer

Auch der brandneue BMW iX trägt die umstrittene XXL-Niere – entsprechend wurde im Netz wieder einmal verbal auf den Autobauer eingedroschen. Doch der reagierte ganz cool.

München – Diesmal waren sie vorbereitet. Offenbar wusste das Social-Media-Team von BMW ziemlich genau, was nach der Präsentation des Elektro-SUV BMW iX passieren würde. Es würde mal wieder Kritik hageln, möglicherweise sogar einen Shitstorm geben. Und genau so kam es auch. Es geht wie immer ums Design: Vor allem an die Riesen-Niere im Hochformat („Hasenzahngrill“, „Bieberzähne“) wollen sich viele Fans einfach nicht gewöhnen. Kurz nach der Vorstellung (BMW iX: Elektro-Hoffnungsträger kommt mit großer Reichweite – und umstrittenem Grill) ging es unter anderem auf Twitter und Instagram rund – doch die Münchner reagierten gelassen auf die Angriffe und verteidigten ihr neues Design.

BMW iX: Wieder Design-Shitstorm – doch die Münchner reagieren cool

Woher die Social-Media-Truppe des Münchner Autobauers wohl wusste, was passieren würde? Nun ja: Bereits auf das erste Modell mit dem neuen Grill – das BMW 4er Coupé – waren die Reaktionen ziemlich negativ. Doch als die BMW M GmbH den neuen BMW M3 und BMW M4 vorstellte, die ebenfalls die umstrittene Front tragen, gab es für viele User in den sozialen Medien kein Halten mehr (Neuer BMW M3: Design löst Shitstorm aus – „Was habt ihr getan?“). Inzwischen machen sich die ersten Tuner Gedanken, wie ein mögliches Bodykit aussehen könnte, das die Front entschärft. (BMW M4: Tuner hat Lösung für umstrittene Niere – „wird gehen wie Freibier“)

BMW iX: Wieder Design-Shitstorm: „Das ist so verdammt hässlich ... Feuert bitte den Designer“

Zu den wenigen Fürsprechern des neuen BMW iX zählt der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg (35). Er schrieb auf Instagram an BMW: „Wahnsinn! Kann es kaum erwarten, das Auto zu fahren!“ Die meisten User teilten diese Ansicht jedoch nicht. Tatsächlich dauerte es nicht lange, bis auf Twitter die ersten Memes und kritischen Kommentare zum BMW iX gepostet wurden. Hier einige Beispiele:

Ein BMW iX
Am Design des neuen BMW iX scheiden sich die Geister. © BMW

BMW iX: Wieder Design-Shitstorm: „Seien Sie offen für den neuen Look ...“

Natürlich konnte der Autobauer nicht auf jede Kritik reagieren, dennoch wollte BMW das Thema ganz offensichtlich nicht unkommentiert lassen. Ein User schrieb beispielsweise schlicht: „Hässliches Auto.“ Die Antwort der Münchner: „Wenn es um innovatives Design geht, ist es ganz normal, dass manche es ungewöhnlich und merkwürdig finden. Seien Sie offen für den neuen Look und lassen Sie uns gemeinsam vertrauensvoll in die Zukunft blicken. Sie werden sehen, sie steckt voller neuer Möglichkeiten!“ (Škoda Enyaq: Irre Design-Diskussion im Netz – „sehr schöner BMW!“)

BMW iX: Wieder Design-Shitstorm: „Kühne Ideen erfordern kühnes Design“

Ein anderer kommentierte auf Twitter: „Meiner Meinung nach ist das so hässlich! Was ist aus euren außergewöhnlich guten Designern geworden?“ BMW antwortete: „Ein Fahrzeug zu entwerfen, das ein Meilenstein ist, ist keine leichte Aufgabe, und das Design-Team hat sich mit Leib und Seele dafür eingesetzt, die Vision von Grund auf neu zu entwickeln.“ Und auch auf diese Kritik reagierte BMW: „Das ist doch nicht euer Ernst? Nach dem Fiat Multipla wird der BMW iX die nächste Design-Katastrophe. Tut mir leid, aber ich weiß, ihr könnt das viel besser!“ Die Antwort: „Kühne Ideen erfordern kühnes Design, und der iX ist von innen nach außen konzipiert, um eine völlig neue Wahrnehmung von Mobilität anzusprechen.“ (Das Logo von BMW zeigt gar keinen Propeller, sondern ...)

BMW iX: Wieder Design-Shitstorm: „Wir haben das alles schon einmal gehört ...“

Hier noch einige schlagfertige BMW-Antworten auf teils auch ausfallende Kritik in Sachen Riesen-Grill:

BMW tritt also die Flucht nach vorne an – und schlägt sich dabei wacker. Viel anderes bleibt den Münchnern auch nicht übrig. Wer weiß, wie lange die Entstehung eines Autos dauert, weiß auch, dass sich das Design so schnell nicht ändern lässt. Und so richtig gut sieht Zurückrudern auch nicht aus. Auch bei der nächsten Modell-Neuvorstellung wird sich BMW also wieder der Kritik stellen müssen – ob sie es wollen oder nicht.

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