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Neuer BMW-SUV erntet Spott – Konzern kontert: „Müssen gleich richtig einen raushauen“

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Von: Markus Hofstetter

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Der BMW XM hat heftige Kritik hervorgerufen. Nun hat der Hersteller die Hintergründe für das provozierende Design und die Antriebsart erläutert.

München – Seit die Konzeptstudie des BMW XM Ende vergangenen Jahres bekannt wurde, erhitzt das Modell die Gemüter. Das ist kein Wunder: Bei dem BMW XM handelt es sich um einen riesigen, über fünf Meter langen, 2,21 Meter breiten und 2,7 Tonnen schweren SUV.

Der neu entwickelte V8-Ottomotor sorgt zusammen mit dem Elektroantrieb für eine Leistung von 650 PS bei einem Drehmoment von 800 Nm. Später soll sogar eine 750-PS-Version mit einem Drehmoment von 1.000 Nm vom Band rollen. Die elektrische Reichweite soll sich auf 80 Kilometer belaufen. Die genauen Daten sowie die Fahrleistungen hat der Hersteller allerdings noch nicht bekannt gegeben.

BMW verteidigt Riesen-SUV XM: Empörung bewusst einkalkuliert

Der BMX XM
Der BMW XM ist am Geschmack der Kunden in den USA und China ausgerichtet. © BMW/Fabian Kirchbauer

Kaum wurden die ersten Daten zum BMW XM bekannt, hagelte es auf Twitter Kritik. Für den Autor und Mobilitätsexperten Don Dahlmann muss angesichts des Modells in „München das Koks schlecht sein“. Er sieht BMW schon als das nächste Nokia. Ein anderer nennt den SUV schlicht einen „Panzer“. Der freie Journalist und NDR-Moderator Daniel Bröckerhoff schreibt: „BMW baut keine Autos mehr, sondern psychedelische, postapokalyptische Alpträume. Ein Clip, wie ein schlechter Trip. Purer Horror.“

Doch BMW scheint die ausgelöste Entrüstung bewusst einkalkuliert zu haben. „Wir waren uns durchaus bewusst, dass der XM polarisieren würde“, zitiert „Spiegel Online“ Sven Ritter, der als Projektleiter für den BMW XM zuständig ist. „Solch ein Projekt geht nur mit einem eigenständigen Fahrzeug und einem provozierenden Design. Da müssen Sie gleich richtig einen raushauen.“ 

BMW verteidigt Riesen-SUV XM: Zielgruppe sitzt nicht in Europa

Dass es sich bei dem BMW XM um einen Plug-in-Hybrid und nicht um ein reines Elektroauto handelt, begründet Ritter damit, dass die Kunden von Hochleistungsverbrennern kommen, da „können wir nicht gleich den kompletten Schritt zum Vollstromer machen“.

Der Shitstorm in Deutschland kann BMW auch in dem Sinne egal sein, da der SUV für Kunden in den USA und in China konzipiert wurde. Nach Ansicht von Lutz Fügener passt das Auto sogar „perfekt in unsere Zeit“. Der deutsche Markt spiele kaum noch eine Rolle, um Einfluss auf die Generalrichtungen der Entwicklungen zu haben, so Professor und Leiter Design und Mobilität an der Fachhochschule Hof im „Spiegel Online“.

Außerdem hätten Menschen immer mehr Geld, das sie für Luxusgüter ausgeben. Dabei sei ihnen weitgehend egal, wie klimaverträglich die Autos sind, solange der Gesetzgeber diese Art von Ressourcenverschwendung zulasse.

BMW XM: Serienproduktion startet Ende 2022 in Spartanburg

Derzeit durchlaufen die Prototypen des XM-Serienmodells ein intensives Testprogramm auf öffentlichen Straßen. Produktionsbeginn soll im Dezember 2022 im US-Werk in Spartanburg sein. Anfang nächsten Jahres sollen die ersten Modelle an die Kunden ausgeliefert werden.

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