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Baby shoppt bei Tesla – und bestellt teures Upgrade für Model X

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Von: Fabian Ibelherr

Wer bei Tesla bestellen mag, kann das kinderleicht online tun. Manchmal jedoch zu leicht – wie in diesem Fall, in dem ein zehn Monate alter Junge munter einkauft und ein teures Upgrade ordert.

Palo Alto (Kalifornien) – Die Versuchung, sich im Online-Shop des E-Auto-Herstellers von Elon Musk mit Produkten einzudecken, dürfte fast jeder Besucher verspüren. Doch meist ist das eigene Budget zu gering. Mit der Bestellung wartet man dann häufig noch etwas und vertröstet sich bis zum nächsten Besuch. Doch wer es ernst mit seinem Kaufwunsch meint, kann bei Tesla mit erschreckend wenigen Klicks eine Bestellung aufgeben. In der App reicht es, dreimal zu tippen und schon ist man Besitzer eines Upgrades. Das hat offenbar auch dieser ganz besonders junge Käufer nicht gewusst, denn beabsichtigt war die Aktion bestimmt nicht. (Hitzewelle: Darum sollten Sie Kinder nicht allein im Auto lassen)

Baby shoppt bei Tesla – und bestellt teuren Spaß für Model X

Auf der trendigen Plattform TikTok schildert die Influencerin „Stayfitstaylit“, was sich kürzlich zugetragen hat. Der Post zeigt ein kleines Baby, das fröhlich in die Kamera grinst. „Nun, unser Sohn hat beschlossen, dass wir das Selbstfahr-Paket brauchen, über das wir diskutiert hatten“, stellt die etwas verdutzte Mama fest. Ihren Post versieht sie mit den Worten: „Wenn dein 10 Monate altes Kind mit der Tesla-App das Paket Full Self-Driving kauft“ und einem Foto vom Kaufbeleg. (Tesla-Autopilot: Kalifornien ermittelt wegen FSD-Funktion – Täuschung durch Elon Musk?)

Ein Baby sitzt auf einem Bett und hält eine Milchflasche, als Einklinker ist das Tesla Model X zu sehen. (Symbolbild)
Da grinst er in die Kamera: So jung und schon von Tesla fasziniert. (Symbolbild) © TikTok (honeey4200) / agefotostock/Imago

Auf der Bestellbestätigung ist erkennbar, dass das kleine Kind tatsächlich das Produkt „Full Sell-Driving Capability“ für das Tesla Model X seiner Eltern bestellt hat. Das umstrittene Selbstfahr-Paket von Elon Musk wird mit FSD abgekürzt, was für die Option zu mehr Autonomie-Funktionen steht. Mit einem Preis von knackigen 7.500 Euro schon in Deutschland wahrlich kein Schnäppchen. In den USA allerdings blecht man bereits über 10.000 US-Dollar (ca. 8.400 Euro) dafür. Der Verkaufspreis für die USA ist nun auch für die Familie des Babys fällig, wohlgemerkt zuzüglich Steuern. Laut Angaben auf dem Beleg hat der Käufer innerhalb von 48 Stunden nach Kauf aber glücklicherweise einen Anspruch auf Rückerstattung des Kaufbetrages. In diesem Fall erfährt die Mutter allerdings etwas zu spät vom Einkauf ihres kleinen Sohnes, denn die 48 Stunden sind bereits verstrichen und die Möglichkeit zur Rückerstattung ist damit leider hinfällig. (Tesla-Geständnis: Autonomes Fahren weit entfernt – doch Elon Musk verspricht „Full Self Driving“ für alle)

Baby shoppt bei Tesla – Fehlkäufe sind leider kein Einzelfall

Bereits im Januar 2020 kommt es zu einem ähnlichen Vorfall, bei dem der Tesla-Besitzer Nicholas Taleb ebenfalls versehentlich auf den Kaufen-Button klickt. Er äußert sich bei Twitter zu dem Missgeschick und erklärt, wie es dazu kommen konnte, dass er über die App auf seinem Handy ein Upgrade bestellt. Wohl durch die Hosentasche berührt er den Upgrade-Button und kauft ein Paket für stolze 4.333 US-Dollar (3.700 Euro). Wie man sieht, sollte man beim Bestellen über den Shop und die App von Tesla mit großer Vorsicht vorgehen, da es nur allzu schnell zu Fehlkäufen kommen kann. (Wut-Zettel auf Tesla: „Hat sich dein tolles Auto selbst so geparkt – oder bist du ein A***?“)

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