Richtig dreist

Kurioses Blitzerfoto sorgt für Aufregung: Hat dieser Mann etwa am Steuer gekokst?

  • Christian Schulz
    vonChristian Schulz
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Das ist dreist: Ein übermütiger Autofahrer aus Sydney soll während der Fahrt etwas geschnupft haben. Währenddessen übernahm seine Beifahrerin das Lenkrad. Zu ihrem Pech wurden die beiden geblitzt.

Sydney (Australien) – Ein 21-jähriger Australier aus Sydney wird sich für sein Fehlverhalten hinter dem Lenkrad bald vor Gericht verantworten müssen. Auf Grundlage eines brisanten Fotos einer Geschwindigkeitsmessung wird er verdächtigt, Kokain von seinem Mobiltelefon gezogen zu haben, während seine Mitfahrerin das Lenkrad übernahm.

Kurioses Blitzerfoto sorgt für Aufregung: Hat dieser Australier am Steuer etwa ...?

Der entlarvende Blitzer-Schnappschuss wurde auf der Autobahn M4 auf Höhe Wentworthville aufgenommen. Es zeigt den Mann, wie er mit einer Hand sein Handy hält – und mit anderen ein Röhrchen zur Nase führt, während er seinen Kopf zum Bildschirm des Smartphones hinabneigt. Die Frau auf dem Beifahrersitz beugt sich zu ihm herüber und ergreift das Steuer. Der Fahrer ist in diesem Moment ganz offensichtlich mit anderen Dingen beschäftigt. (Ihr Führerschein ist weg? Wie Sie ihn auch ohne „Idiotentest“ zurückbekommen)

Ein 21-jähriger Australier wird vor Gericht gestellt, nachdem er durch ein Blitzerfoto dabei erwischt wurde, wie er eine Substanz von seinem Handy schnüffelte.

Beamte der New South Wales Police Force untersuchten die mehr als bizarr anmutende Momentaufnahme. Daraufhin erhielt der junge Autofahrer in einem ersten Schritt Anzeigen wegen Fahrens ohne ordnungsgemäße Kontrolle über sein Fahrzeug, fahrlässigem Verhalten im Straßenverkehr sowie der unerlaubten Benutzung eines Mobiltelefons am Steuer. (MPU: Vorbereitung, Anmeldung, Kosten – so läuft die medizinisch-psychologische Untersuchung)

Kurioses Blitzerfoto sorgt für Aufregung: Die Polizei bringt ihn vor Gericht

Die Polizei des südöstlichen australischen Bundesstaates wird vor Gericht argumentieren, dass die Indizien nahelegen, dass der 21-Jährige während der Fahrt Kokain oder Amphetamine von Bildschirm seines Handys konsumiert hat. Dabei habe er zu keiner Zeit seine Hände am Lenkrad gehabt – oder auf den umgebenden Verkehr geachtet. (Autounfall in Australien – die Ursache ist wirklich absurd)

Der noch immer verdutzte Superintendent der Polizei von New South Wales, Bill Darnell, sagte dem lokalen Radiosender 2GB, er habe „so etwas Dreistes wie auf diesem Foto“ während seiner gesamten Karriere noch nicht gesehen. Aus diesem Grund hätten er und seine Beamten befunden, der junge Mann müsse sich einem Gericht stellen – anstatt für dieses schwerwiegende Vergehen lediglich eine Geldstrafe zu zahlen. (Ihr MPU-Gutachten ist negativ? Dann sollten Sie schleunigst handeln)

„Wir haben eine klare Meinung dazu, was er vermutlich getan hat. Aber es hängt natürlich davon ab, was wir letztendlich beweisen können, wenn wir dem Richter die Ergebnisse unserer Ermittlungen vorlegen“, beschreibt Darnell die schwierige Faktenlage, um den mutmaßlich koksenden Fahrer zu überführen: „Es wird schwierig sein, zweifelsfrei zu beweisen, dass es sich bei der Substanz tatsächlich um Drogen handelte – und was er wirklich mit ihr tat." (Bußgeldkatalog 2020 – mit Alkohol am Steuer? Das kommt Sie teuer zu stehen)

Kurioses Blitzerfoto sorgt für Aufregung: Diese Strafe droht dem 21-Jährigen

Nichtsdestotrotz wird sich der unter Drogenverdacht stehende Mann vor Gericht rechtfertigen müssen: Mitte Oktober muss er vor dem lokalen Amtsgericht von Blacktown erscheinen müssen. Teuer werden für ihn die Gefährdung seiner Mitmenschen im Straßenverkehr und sein verantwortungsloses Verhalten auf jeden Fall: Schon alleine wenn er in allen Anklagepunkten, die unstrittig sind, für schuldig befunden wird, droht ihm eine Geldstrafe von 1.200 Australischen Dollar (724 Euro). (Inoffizielles GTI-Treffen am Wörthersee: Null Rücksicht auf Corona – „Massenansturm“)

Hinzu kommen insgesamt 11 Punkte im australischen Verkehrssünder-System. Für seine weitere Mobilität kann es schnell eng werden – denn schon ab 13 Punkten droht ihm in New South Wales ein Fahrverbot von mindestens drei Monaten.

Rubriklistenbild: © NSW Police Force

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