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Audi-Autohaus gestürmt – Polizei-Einsatz verhindert Flucht: Der Grund ist „kuhrios“

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Von: Sebastian Oppenheimer

Kühe stehen in einem Audi-Autohaus in Velbert, die Polizei blockiert das Tor.

Eingesperrt: Die Polizei riegelte die Tore der Auslieferungshalle des Audi-Händlers ab, um die Kühe an der Flucht zu hindern. © Polizei Mettmann

In Nordrhein-Westfalen wurde ein Audi-Autohaus regelrecht gestürmt – von Kühen. Der Chef nimmt die tierische Attacke mit Humor – und postet ein Video.

Velbert – Eine Kuh macht „Muh“, viele Kühe machen Mühe – diese Erfahrung machte nun ein Audi-Händler in Velbert (Nordrhein Westfalen). Gleich vier Tiere enterten dort das Auslieferungszentrum, wie Centerleiter Christian Rittershaus gegenüber 24auto.de berichtet. Die Kühe waren laut einer Polizeisprecherin einem Bauern in der Nähe ausgebüxt und rund einen Kilometer durch bewohntes Gebiet gelaufen – woraufhin ein Bürger die Polizei alarmierte. Die Beamten rückten mit drei Streifenwagen an und versuchten, die Tiere einzufangen, beziehungsweise in die Enge zu treiben – doch bei diesem Versuch flüchteten die Kühe in die Neuwagenauslieferung des örtlichen Audi-Händlers (Audi entwickelt Supercomputer – Fahrwerk und Antrieb werden eins). Von der mehr als kuriosen Szene hat das Autohaus ein Video auf Facebook hochgeladen.

Kühe stürmen Audi-Autohaus in Velbert: „Auf einmal kamen die Kühe auf mich zu“

„Auf einmal kamen die Kühe auf mich zu“, erzählt Christian Rittershaus. Der Chef des Autohauses Gottfried Schultz in Velbert mit rund 74 Mitarbeitern – neben Audi führt der Händler unter anderem auch die Marken Seat und VW Nutzfahrzeuge – befand sich gerade in der Auslieferungshalle, als die Tiere (Video: Shih-Tzu-Pudel büxt auf Highway aus – „Hätten ihn Rocket nennen sollen“) wie aus dem Nichts auftauchten.

„Ich war schon ziemlich verwundert.“ Zunächst entschloss er sich zum Rückzug, verließ die Halle und machte die Türe hinter sich zu. Kurz darauf kehrte er mit einigen Kollegen wieder zurück – gemeinsam hielten sie die Tiere in Schach und beruhigten sie. Die Polizei hatte unterdessen die Eingangstore mit Streifenwagen blockiert, um die Kühe an der Flucht zu hindern.

Das Autohaus Gottfried Schultz in Velbert.

Das Autohaus Gottfried Schultz in Velbert – ganz rechts sind die Tore der Auslieferungshalle zu erkennen. © Autohaus Gottfried Schultz

Offenbar waren die Tiere wegen der Hitze wild geworden und deshalb von der Weide ausgebüxt. Als die Polizei versuchte, die Tiere von der Hauptstraße in Velbert wegzutreiben, bogen sie „unglücklicherweise“ in das Autohaus ab, wie Diane Dulischewski von der Kreispolizeibehörde Mettmann berichtet. „Wir konnten aber den Bauern telefonisch erreichen. Der kam dann mit seinem Traktor und einem mobilen Gatter.“ Der Bauer trieb die Kühe in das Gatter und transportierte sie darin eingesperrt zurück zu seinem Hof.

Abtransport der Kühe in Velbert mit einem Traktor und einem mobilen Gatter.

Die vier Kühe werden vom Bauern mit seinem mobilen Gatter abtransportiert – am Mercedes-Händler vorbei. © Polizei Mettmann

Kühe stürmen Autohaus in Velbert: „Audi ist halt tierisch gut“

Im Netz amüsiert man sich natürlich über den „Kuh-Angriff“ auf das Autohaus. Das Video (Video-Hit: Schwarzbär will Mercedes E-Klasse entern – dann passiert DAS) wird fleißig geliked und kommentiert. Hier einige der witzigsten Reaktionen:

Menschen kamen bei der „kuhriosen“ Begegnung nicht zu schaden. Auch die Fahrzeuge blieben laut Autohaus-Chef Christian Rittershaus heil. „Eine Kuh ist gegen ein Auto gelaufen“, berichtet er. „Aber das konnten wir wegpolieren.“ Weniger schön: Die aufgeregten Kühe verrichten in der Halle auch noch ihre Notdurft. Der Bauer bot an, die Haufen zu beseitigen, doch das erledigten die Mitarbeiter der Autohauses in Velbert gleich selbst. Zwischen dem Händler und Besitzer der Kühe ist jedenfalls alles wieder in Butter: Am nächsten Tag kam der Bauer in das Autohaus und spendierte als Wiedergutmachung Eis für alle Mitarbeiter.

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