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Mysteriöser Unfall mit Tesla Model X: Gründerin von Fast-Food-Kette „asiahung“ tot

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sebastian Oppenheimer

Ein Tesla Model X, ein Porträtbild von Thi Thanh Xuan Pham (Symbolbild).
Thi Thanh Xuan Pham, Gründerin der Restaurant-Kette „asiahung“, ist in ihrem Tesla tödlich verunglückt (Symbolbild). © Tesla/asiahung

Die Gründerin der Fast-Food-Kette „asiahung“ ist in Hamburg nach einem Verkehrsunfall gestorben. Aus bislang noch ungeklärter Ursache fuhr sie mit einem Tesla gegen einen Baum.

Hamburg – Es ist ein Unfall, der viele Fragen aufwirft: Um 7 Uhr morgens ist Thi Thanh Xuan Pham mit ihrem weißen Tesla Model X 100D in Hamburg auf der Poppenbüttler Hauptstraße in Richtung an der Alsterschleife unterwegs. Plötzlich kommt die 48-jährige Gründerin der Restaurant-Kette „asiahung“ jedoch nach links von der Straße ab und prallt gegen einen Baum. Dabei erleidet die Mutter dreier Kinder offenbar schwere Kopfverletzungen, Ersthelfer kümmern sich um die Verunglückte. Kurz darauf treffen Polizisten ein, bergen die Unternehmerin aus dem Tesla und beginnen mit der Reanimation. Ein Rettungswagen in Begleitung eines Notarztes bringt Thi Thanh Xuan Pham in ein Krankenhaus – doch dort kann man ihr nicht mehr helfen. Die Unternehmerin erliegt laut Polizei ihren schweren Verletzungen.

Tödlicher Unfall der „asiahung“-Gründerin: Die Airbags des Tesla lösten aus

Doch wie konnte es zu dem Unfall kommen? In dem Straßenabschnitt, in dem sich der Crash ereignete, sind maximal 50 km/h erlaubt. War Thi Thanh Xuan Pham vielleicht abgelenkt? Hatte die Unternehmerin gesundheitliche Probleme? War vielleicht der Autopilot des Tesla (Tesla: Fahrer meldet sich bei Elon Musk nach Schockmoment im Model 3 – „Vertrauen zerstört“) eingeschaltet? All dies sei Gegenstand der Untersuchungen, wie Polizeisprecher Holger Vehren auf Nachfrage von 24auto.de erklärt. Fest steht: Die Airbags des Tesla haben ausgelöst. Doch auch, ob die Unternehmerin angeschnallt war, werde derzeit noch ermittelt. „Es wurde ein Gutachter zur Rekonstruktion des Unfallhergangs hinzugezogen“, so der Polizeisprecher. Wie lange die Ermittlungen dauern, sei aktuell noch unklar.

Tödlicher Unfall der „asiahung“-Gründerin im Tesla: Erfolgreich mit Franchise-Konzept

Aufgewachsen ist Thi Thanh Xuan Pham in der vietnamnesischen Provinz Xuan Truong in der Nähe von Hanoi. 1992 zog sie zu ihrem Bruder nach Berlin. Dort arbeitete sie in einem Asia-Imbiss und entwickelte ein Franchise-Konzept. 1998 gründete sie schließlich die asiahung-Gruppe, die schnell zahlreiche Filialen eröffnete. Nur vier Jahre nach der Gründung waren es bereits 40 Läden, inzwischen sind es 90 Filialen. Die Asia-Schnellrestaurants findet man vor allem in Einkaufszentren und an Bahnhöfen.

Unklar ist auch, welches Ziel die Fahrt Thi Thanh Xuan Pham hatte. Möglicherweise war die 48-Jährige mit ihrem Tesla (Ukrainer baut eigenen Cybertruck – doch die Tesla-Kopie fährt gar nicht mit Strom) auf dem Weg zur ECE Projektmanagement GmbH, einer Firma, die auf die Entwicklung von Einkaufszentren spezialisiert ist und mit der asiahung offenbar eng zusammenarbeitete. Der Hauptsitz des Unternehmens liegt nicht weit vom Unfallort entfernt.

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