Noch ein Mal im TV

Kulttrucker Andreas Schubert (†) von den „Asphalt Cowboys“: Das verriet er beim letzten DMAX-Dreh

  • Christian Schulz
    vonChristian Schulz
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Der am 31. Juli ganz unerwartet verstorbene Andreas Schubert (†) war der heimliche Star der Trucker-Doku „Asphalt Cowboys“ (DMAX). Jetzt kam er noch einmal ins TV zurück, denn an den Dreharbeiten zur aktuellen zehnten Staffel war er noch beteiligt.

Gmund – Bei den „Asphalt Cowboys“, die auf dem TV-Sender DMAX laufen, geht es regelmäßig mit Fernfahrern quer durch Deutschland und Europa. Vom sonnigen Süden in Italien bis ganz hinauf nach Skandinavien. Allerorts brettern die „Könige der Autobahn“ mit ihren tonnenschweren Trucks über die Straßen.

In diesem Sommer wurden die Fans der Trucker-Doku von einer tragischen Nachricht schwer getroffen: Ihr Publikumsliebling Andreas Schubert (†) ist mit nur 45 Jahren ganz plötzlich verstorben. Als Todesursache wird von mehreren Medien ein Herzinfarkt vermutet. Nun durften seine Anhänger ihn nochmals am Bildschirm begleiten – auf einer seiner letzten Fahrten.

Kulttrucker Andreas Schubert sitzt im Führerhaus seines geliebten Scania-LKW.

„Asphalt Cowboys“ (DMAX): Das verriet Andreas Schubert († 45) beim letzten Dreh

Denn die Zeit des Fernfahrer-Königs ist noch nicht ganz vorbei: Ein winziges Trostpflaster ist für seine treuen Fans die Tatsache, dass ihr „Schubi“ noch wenige Wochen vor seinem Tod für die zehnte Staffel der „Asphalt Cowboys“ gedreht hat. Die Kamera beobachtete ihn beim Aufladen von Schnittholz in der Nähe der oberbayerischen Spargel-Hochburg Schrobenhausen. Anschließend durften die Zuseher dabei sein, wie Andreas Schubert die Fracht mit seinem Scania S 580 Highline (mit V8-Motor) nach Hessen kutschierte. (Andreas Schubert († 45, „Asphalt Cowboys“): So sagt das Netz dem Kulttrucker Servus)

Los geht Schuberts langer Tag mit einem Ladetermin in einem Holzwerk in Kühbach. Erst will die 24 Tonnen schwere Fracht ordnungsgemäß verstaut und mit Gurten verzurrt sein – dann geht es für den TV-Trucker ins osthessische Ehrenberg in der Rhön. Dort soll er die Holzlieferung bei einem Sägewerk abladen. Die etwas mehr als 350 Kilometer lange Fahrt schafft Schubert mit seinem Dreiachser allerdings nicht an einem Tag. Am Pendlerparkplatz Eisfeld Süd, direkt an der Grenze von Bayern zu Thüringen, macht er schließlich Rast. Schubert verbringt seine Ruhezeit jedoch nicht, ohne die in den ehemaligen DDR-Grenzanlagen eingerichtete Gedenkstätte zu besuchen und sich seine Gedanken dazu zu machen.

Andreas Schubert erledigte seine Arbeit manchmal auch ganz entspannt vor seinem aufwendig gestalteten Scania S 580 Highline.

„Asphalt Cowboy“ Andreas Schubert: Die Fans vermissen ihren „Andal“ schmerzlich

Auf seiner Tour verrät Andreas Schubert in seiner typischen Gelassenheit auch wieder jede Menge Privates – zum Beispiel wie gern er bayerischen Spargel isst, ob mit oder ohne Sauce Hollandaise. Ebenso gewährt er Einblicke, warum er seit einiger Zeit eine Brille trägt – und offenbart, warum er Frauen mit Brille besonders attraktiv findet. Seine Fans vermissen den Trucker mit Charme und Witz schon jetzt und trauern ihm hinterher. Für sie war ihr „Andal“ einfach etwas ganz Besonderes. („Asphalt Cowboys“: Familie von Andreas Schubert wegen Fans empört – „es geht um Respekt!“)

Auf Facebook vergießen die treuesten Fans zahlreiche Tränen um Andreas Schubert.

Die neue zehnte Staffel der „Asphalt Cowboys“ startete am Donnerstag (24. September). Bei den Dreharbeiten zu den ersten beiden Episoden war Andreas Schubert noch mit von der Partie – es gibt ihn also noch ein weiteres, dann allerletztes Mal bundesweit auf dem TV-Bildschirm zu sehen. Wie DMAX gegenüber 24auto.de verriet, läuft die letzte Folge mit Kulttrucker Andreas Schubert am Donnerstag, 1. Oktober (20:15 Uhr auf DMAX). Eine Aufzeichnung der ersten Folge sowie eine emotionale Hommage in Form eines eigenen „Schubi“-Specials gibt es in der Mediathek von DMAX zu sehen. („Asphalt Cowboys“: Kulttrucker Andreas Schubert († 45) – so berührt sagt seine Ehefrau Danke)

Andreas Schubert, der Kulttrucker mit dem großen Herzen, posiert vor seinem Truck.

„Asphalt Cowboy“ Andreas Schubert: Familie, Fans und Freunde nahmen emotional Abschied

Die stetig angewachsene Fangemeinde des wegen seiner Authentizität äußerst beliebten Truckers hatte an dessen plötzlichem Tod großen Anteil genommen. Eindrücklich zu sehen war dies bei seiner Beerdigung, die Mitte August auf dem Friedhof in Au stattfand. Bei der Beisetzung nahmen mehr als 200 Trauergäste Abschied von dem durch die Doku „Asphalt Cowboys“ zum TV-Star gewordenen Brummifahrer, der sein Herz stets auf der Zunge trug. („Asphalt Cowboys“ (DMAX): So emotional wurde Kulttrucker Andreas Schubert († 45) beerdigt)

Natürlich kam auch in diesem traurigen Rahmen Andreas Schuberts große Leidenschaft für Lkw und das Leben auf der Autobahn nicht zu kurz. So stand sein berühmter Scania-Truck mit Blumen geschmückt vor dem Friedhof. Ebenso erwiesen zahlreiche Trucker-Kollegen von nah und fern dem „King of the Road“ die letzte Ehre. Für Andreas Schuberts letztes Geleit hatten diese sich mächtig was einfallen lassen: Am Ende waren es über 100 Trucks, die zwischen den Ortschaften Au und Gottschalling die Straßen säumten, Luftballons in den bayerischen Himmel steigen ließen und lautstark hupten.

Rubriklistenbild: © DMAX

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